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Europäische Banken unter Stress: Die Gefahren

Der hochgelobte Banken-Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) ist nichts anderes als eine Farce:

Die 51 untersuchten europäischen Großbanken sollen weitgehend krisenfest sein. Ihr Kernkapital bei mehrheitlich zwischen 10 und 14% liegen – und damit um 2% höher als beim letzten Stresstest.

Bei einem makroökonomischen Schock in den Jahren 2016 – 2018 wären die Banken nicht etwa „überlebensgefährdet“, sondern lediglich „sehr dünn kapitalisiert“.

Von wegen objektiver Banken-Stresstest

Wir haben Ihnen jedoch aufgezeigt, wie dieser Stresstest geschönt und manipuliert wurde.

Ein Beispiel ist die urplötzliche Gesundung der ältesten Bank der Welt, der Monte Paschi dei Siena. Darüber hinaus ist vieles nicht berücksichtigt worden:

etwa die niedrigen Quoten des Kernkapitals zur Bilanzsumme, die nur zwischen 4 und 7% liegt sowie die hohen Kredit-Ausfälle und Verluste bei Kredit-Ausfällen, die bei 10% liegen.

Manch ein Chef-Ökonom munkelt sogar, dass diese Quote doppelt so hoch sein soll.


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Hinzu kommt, dass beim Stresstest nicht oder nur ungenügend das starke und risikobehaftete Engagement der europäischen Großbanken gegenüber Schwellenländern berücksichtigt wurde.

Die 10 größten EU-Banken sind Kreditgeber in Brasilien, Russland, der Türkei und anderen Krisenstaaten. Gerade beim Putsch-Versuch in der Türkei wurde klar, wie hoch etwa das Risiko für Anleger dort ist.

Aus diesem Grund stufte die Rating-Agentur Standard & Poor’s die Türkei bereits als Hochrisiko-Land ein. Doch noch andere Faktoren hat der Stresstest fatalerweise ausgeblendet:

Die Negativzins-Politik der EZB wurde nicht berücksichtigt

Ebenfalls wurde beim Stresstest nicht auf die sehr erheblichen Preisbewegungen an den Finanzmärkten eingegangen. Denn dadurch sind die Marktrisiken weitaus höher, als noch in der Vergangenheit.

Oder denken Sie nur an die Negativzins-Politik der EZB: Auch deren Auswirkungen auf die Profitabilität der Bankhäuser wurde beim Stresstest nicht berücksichtigt. – Welch ein Eklat!

Denn gerade diese Politik minimiert die Zinsmargen der Banken erheblich –  und damit ihren Profit, ihren Erfolg und ihre Stabilität.

Außerdem haben sie keine Möglichkeit sich von außen über frisches Eigenkapital – geschweige denn über Gewinne – zu rekapitalisieren.

Die Rechnung dafür werden Sie als Anleger zahlen müssen. Warten Sie es ab und denken Sie an diese Worte.

Der Stresstest ist eine Farce

Sie sehen also: Wie einleitend gesagt, ist der viel gerühmte Banken-Stresstest nicht mehr als eine Farce.

Viele realistische Szenarien wurden dabei nicht berücksichtigt; stattdessen gemogelt und schöngefärbt und die wirklichen Risiken verschwiegen.

Dabei sind immer noch viele Banken in der Schieflage, werden von geringen Margen gebeutelt und von der Last fauler Kredite zu Boden gedrückt – u nd das alles noch mit geringem Kernkapital.

Diese Zombie-Banken wanken also weiter durch die europäische Finanz-Landschaft. Sie werden noch als lebend gepriesen, dabei sind sie längst schon „untot“.

Die Situation ist klar: Keine Entwarnung für die teilweise verheerende Lage vieler systemrelevanter Banken.

Mit der momentanen Politik wird nur Zeit gekauft, um das bevorstehende Chaos etwas nach hinten zu verschieben. Der Stresstest soll Sie nicht nur beruhigen, sondern darüber hinwegtäuschen.

So sieht’s aus und nicht anders. „Gute Nacht, Freunde“, kann man da nur sagen.

4. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.