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Execution Price richtig nutzen

An den Börsen herrscht permanent Bewegung: Kurse steigen von einer auf die nächste Minute oder fallen im Sekundentakt – die Kurse stehen so gut wie nie still.

Das liegt daran, dass jederzeit Käufer und Verkäufer auftreten, die ein Wertpapier kaufen oder verkaufen wollen.

Wenn Sie auf den Kurs einer Aktie schauen und meinen, dies sei der geeignete Zeitpunkt, sie sich ins Depot zu legen oder sie heraus zu werfen, können Sie mit Erstaunen feststellen, dass der Preis, zu dem Ihre Order ausgeführt wird, der Execution Price also, woanders liegt als der Kurs, den Sie vorher gesehen haben.

Mehrere Angebote fließen in den Execution Price

Das liegt daran, dass Sie nicht allein als Käufer oder Verkäufer auftreten, sondern mit anderen zusammen.

Im Prinzip läuft das folgendermaßen ab: Sie geben ein Kaufs- oder Verkaufsangebot ab, Sie nennen also den Preis, zu dem Sie bereit sind, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen.

Ebenso gehen aber beim Makler noch andere Angebote ein. Der nimmt nun alle dieser eingehenden Aufträge in sein Order-Buch auf.

In bestimmten zeitlichen Abständen versucht er, aus diesen unterschiedlichen Kaufs- und Verkaufsaufträgen einen Marktpreis zu ermitteln, zu dem das Geschäft ausgeführt wird.


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Mehr dazu: Execution Price – was er ist und wie er zustande kommt

Den Execution Price bestimmt das Meistausführungsprinzip

Das zentrale Kriterium dabei kann man in einer Frage so formulieren: Welcher Preis ist der, der am besten die Nachfrage und die Angebote in Einklang bringt?

Was das „Beste“ ist, bestimmt dabei das Meistausführungsprinzip.

Und das besagt schlicht: Es ist der Preis, bei dem der Umsatz der bestehenden Aufträge am größten ist, bei dem also die meisten Aufträge ausgeführt oder befriedigt werden können.

Das Ziel ist es also, möglichst viele der bestehenden offenen Aufträge zu erfüllen. Und das Ergebnis dieser Prüfung der Angebote und Gebote ist schließlich der Execution Price, zu dem der Handel ausgeführt wird.

Wenn ein Umsatz zu mehreren unterschiedlichen Preisen realisiert werden könnte, dann wird der Preis ausgeführt, bei dem der Überhand an nicht ausgeführten Aufträgen am geringsten ist.

Die Rolle von Orderzusätzen beim Execution Price

Gewöhnlich stellen Käufer als auch Verkäufer am Markt bestimmte Bedingungen an ihre Angebote.

Das sind die so genannten Orderzusätze – einfach gesprochen sind das die Bedingungen, unter denen die Aufträge ausgeführt werden sollen.

Dabei unterscheidet man zunächst zwischen limitierten und unlimitierten Aufträgen. Unlimitierte werden sofort ausgeführt, der Auftrag lautet also sinngemäß: Kaufe oder verkaufe sofort, egal zu welchem Preis.

Limitierte Aufträge kommen erst zur Ausführung, wenn ein bestimmter Kurs unter- oder überschritten wird.

Buy limit und sell limit

Oft möchte der Anleger ein Limit festlegen. Er gibt also einen Preis an, den er beim Verkauf mindestens erzielen will und unter den er nicht gehen will.

Das ist ein so genanntes Sell-Limit oder ein Verkauslimit, eine Verkaufsbegrenzung.

Oder er gibt beim Kauf einen Preis an, den er höchstens ausgeben will, um an ein Papier zu kommen. Das ist dementsprechend ein Buy-Limit.

Kurszusätze

Wenn der Handel zum Execution Price über die Bühne lief und damit ein Kurs für den Handel festgestellt wurde, gibt es noch Kurszusätze, die Details über das Geschäft verraten.

Die wichtigsten sind „b“ für bezahlt, das heißt, dass alle Aufträge ausgeführt wurden. „bG“ heißt „bezahlt Geld“ und bedeutet, dass zum festgestellten Preis noch weitere Nachfrage nach den Titeln bestand.

Und schließlich bedeutet „bB“ „bezahlt Brief“ und bedeutet dementsprechend, dass die Aufträge nicht vollständig ausgeführt sein müssen und ein weiteres Angebot bestand.

13. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.