MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Execution Price – was er ist und wie er zustande kommt

Wörtlich übersetzen lässt sich der execution price mit Ausführungskurs oder auch Ausführungspreis.

Allgemein ist der execution price ist ein Begriff, der eher wenig gebräuchlich ist. Auch in der deutschen Variante ist der Term Ausführungskurs nicht besonders gängig.

Bei einem execution price handelt es sich um den Preis, zu dem eine Order ausgeführt wird oder ein Direkthandel von Wertpapieren mit der Bank, ein sogenannter PIP-Service, vollzogen wird.

Mehr zum Thema: Execution Price richtig nutzen

Der execution price und die Order

Bei einer Order steht der execution price erst dann feststeht, wenn die Ausführung (= execution) der Order auch tatsächlich gänzlich vollzogen wird.

Wann die Order eines Anlegers ausgeführt wird, wird dabei nicht von ihm selbst bestimmt, sondern von dem Broker, den er mit seiner Order beauftragt hat.

Dabei ist natürlich die Art der Order mitentscheidend.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Mehr dazu: Orderarten im Überblick: Market- und Limit-Order im Detail

Der Broker hat dabei die Aufgabe und Verpflichtung zur „best execution“, also zur für den ordergebenden Anleger bestmöglichen Ausführung.

Dies bedeutet, dass der Broker die Order zum bestmöglichen Preis in der kürzest möglichen Zeit auszuführen hat. Diese Maxime soll sicherstellen, dass Broker auch tatsächlich im Interesse ihrer Auftraggeber handeln und nicht primär zu ihren eigenen Gunsten.

So sind beispielsweise Broker in den USA rechtlich dazu verpflichtet, darüber zu berichten, wie sie die Orders von Auftraggebern ausgeführt haben.

Der execution price und der Direkthandel

Anders kommt der Ausführungspreis beim PIP-Service (Price Improvement Service) zustande. Dieser Service wird von Banken an deren Kunden angeboten.

Dabei handelt es sich um eine Dienstleistung bei außerbörslichen Wertpapiergeschäften, die allerdings nicht für alle Wertpapiere angeboten wird.

Bei solch einem außerbörslichen Geschäft gibt es naturgemäß keinen Börsenkurs, da es sich bei dem Kauf/Verkauf nicht um einen Börsenhandel, sondern um ein direktes Kommissionsgeschäft handelt.

Der Kunde soll von dem PIP-Service den Vorteil einer Preisverbesserung gegenüber dem Börsenhandel zu unterbieten.

Die Bank versucht also den Börsenpreis bei einem Kauf zu unterbieten oder entsprechend bei einem Verkauf zu überbieten.

Somit hängt der PIP-Ausführungspreis immer auch von dem als Referenz dienenden Börsenpreis ab. Der execution price wird so nicht von einem beauftragten Broker determiniert.

Die Folge ist jedoch nicht selten, dass beim Direkthandel marktferne Preise zustande kommen, die für den Käufer nachteilig sein können.

Mehr dazu: Handelsplatz: Richtige Börse wählen und bares Geld sparen

Der execution price wird dementsprechend je nach Handelsart entweder durch die Tätigkeit des Brokers oder durch die Bank bestimmt.

In beiden Fällen hat dies – zumindest in der Theorie – aber zu Gunsten des Kunden zu geschehen.

30. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.