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Existenzgründer: So helfen Mikrokredite beim Durchstarten

Mikrokredite sind für jeden interessant, der in die eigene Tatkraft investieren will, also Existenzgründer und Kleinunternehmer. Auch wenn das Geschäft grundsätzlich auf soliden Beinen steht, der Erfolg braucht meist eine gewisse Anlaufzeit.

Wenn jeder Euro zählt und noch kaum Reserven aufgebaut sind, können unvorhergesehene Ausgaben schnell finanzielle Lücken reißen, selbst wenn es nur um überschaubare Beträge geht.

Mikrokredite als Anschubfinanzierung

Das Problem: Reguläre Banken sehen sich nicht als Anschubfinanzierer. Erstens wollen sie Zahlen, Bonität und Sicherheiten. Und zweitens sind kleinere Darlehen für sie unrentabel. Aber auch die Gründerkredite durch die KfW sind nicht für kurzfristig benötigte Kleinbeträge gedacht. Hier bieten Mikrokredite eine Chance.

Wer sich nun in Sachen Mikrokredite schlau machen will, findet zumeist Erklärungen und Informationen über Anschubfinanzierungen in der Dritten Welt.

Doch von dort kam die Idee der Kleinkredite vor rund 20 Jahren Jahre nach Europa, wo die Bedeutung von Selbständigkeit als Weg aus der Arbeitslosigkeit zunahm. Laut EU bewegt sich ein Mikrokredit im Rahmen von 100 € bis 25.000 €.


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Erklärung: Mikrokredite und Struktur in Deutschland

In Deutschland wurde zuerst die GLS-Bank in Sachen Mikrokredite aktiv. Danach wurde das Deutsche Mikrofinanz-Institut (DMI) gegründet, das bundesweit Mikrofinanzprojekte bündelt. Zudem hat die Bundesregierung zusammen mit der KfW den Mikrofinanzfonds ins Leben gerufen, um die Vergabe von Mikrokrediten zu unterstützen.

Wer Mikrokredite benötigt, kann sich an ein beim DMI akkreditiertes Institut wenden. Mikrodarlehen werden meist stufenweise vergeben. Beschränkt sich die Summe zunächst auf beispielsweise 5.000 €, so ist sie beim nächsten Mal höher, wenn der Kredit reibungslos getilgt wurde.

Der Vorteil: Wird vorzeitig zurückgezahlt, fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Die Laufzeiten sind meist auf bis zu 3 Jahre begrenzt. Der Zins für Mikrokredite liegt bei 8,9%. In der Regel werden Bürgschaften für 50% bis 100% der Kreditsumme verlangt.

Zu den regionalen Mikrokredit-Förderbanken gehören beispielsweise die Bremer sowie die Sächsische Aufbaubank, die GSA Mecklenburg-Vorpommern, die NRW-Bank oder die Investitionsbank Berlin.

Sonderweg: Genossenschaften

Ein anderer Weg zu Mikrokrediten führt über Genossenschaften. Die verfolgen die ursprüngliche Idee von Raiffeisen- oder Volksbanken als finanzielle Selbsthilfeeinrichtung. Doch längst sind die zu normalen Banken geworden, für die Mikrokredite uninteressant sind.

Deshalb gibt es in einigen Städten Genossenschaften, die speziell Kleinkredite an ihre gewerblich tätigen Mitglieder vergeben. Die Dortmunder Nordhand etwa tut dies über die kooperierende GLS-Bank. Im Hintergrund haftet der Deutsche Mikrofonds für 80% der Kreditsumme.

Der Vorteil: Wer Genossenschaftsmitglied wird und Anteile ab 50 € kauft, erhält relativ problemlos einen Mikrokredit und erspart sich längere Anträge. Einzige Voraussetzung: Man spart eine bestimmte Summe an, die dann den Zugriff auf ein Darlehen in der 4fachen Höhe garantiert. Beim zweiten Kredit ist das 5fache möglich. Der Höchstbetrag für einen Mikrokredit beträgt 10.000 €.

Geschäftsmodell für Internetplattformen

Mittlerweile haben auch sog. Peer-to-Peer-Anbieter wie auxmoney oder smava das Geschäft mit Mikrokrediten entdeckt. Die Darlehen werden von Privat zu Privat (P2P) vermittelt. Doch hier ist Vorsicht angesagt, vor allem wegen der Nebenkosten und Zusatzgebühren. Die Konditionen sind mit denen der oben genannten Institute nicht vergleichbar.

Einfacher und transparenter hingegen erscheint das Angebot des jungen Mikrokredit-Spezialisten cashper. Nach Antragsgenehmigung wird das Geld schnell überwiesen. Dafür aber gibt es nicht mehr als 600 €, weshalb sich die Plattform eher für Privatleute mit kurzfristigem Kreditbedarf eignet. Der Kreditzins liegt bei 13,9%.

Im Vergleich stellen spezialisierte Genossenschaften die wohl problemloseste Variante dar. Bei Kreditsummen bis über 20.000 € jedoch sind Förderbanken und DMI-Institute unumgänglich, die zudem im Schnitt niedrigere Zinsen verlangen.

1. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.