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Exotische Option: asiatisch, russisch oder sogar Bermuda?

Mit Optionen kann man einfach auf steigende oder fallende Kurse von beliebigen Basiswerten wie Aktien, Devisen, Rohstoffen oder ganzen Indizes wetten.

Die klassischen Merkmale sind eine vereinbarte Laufzeit, der Ausübungskurs sowie die Prämie, die man zahlt, um etwa eine Aktie am Stichtag mit Gewinn kaufen oder verkaufen zu können. Ein geläufiger Unterschied besteht zwischen einer europäischen und amerikanischen Option. Im ersten Fall kann man sie nur am Stichtag ausüben, im zweiten jederzeit bis zum Laufzeitende.

Exotische Option – von asiatisch über Barrieren bis Bermuda

Daneben gibt es aber etliche Unterformen. Wegen der Abweichungen spricht man dann auch von einer exotischen Option.

Je nach Spielvariante trägt eine exotische Option einen ebenso exotischen Namen wie Bermuda, asiatische, russische oder Lookback-Option. Gänzlich anders sind digitale Optionen konstruiert. Exotische Optionen bedienen spezifische Interessen.

Asiatische Option

Zum Beispiel die asiatische Option, die vorwiegend von international operierenden Unternehmen zur finanziellen Planung als Absicherung gegen Wechselkursrisiken verwendet wird. Bei der asiatischen Option gibt es keinen vorab festgelegten Ausübungskurs.

Bei der Auszahlung wird ein durchschnittlicher Kurs ermittelt. Der Zeitraum, aus dem er sich im Nachhinein ergibt, ist frei wählbar. Mit der Durchschnittsberechnung werden Kursschwankungen ausgeglichen, was sich günstig auf die Optionsprämie auswirkt.


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Lookback-Option

Ähnlich wird eine Lookback-Option eingesetzt. Auch hier wird der Ausübungspreis erst am Stichtag festgelegt. Allerdings geht es nicht um einen Mittelwert, sondern um den günstigsten Preis, der während der Laufzeit erzielt wurde.

Der Reiz an der Sache: Mit dieser exotischen Option verpasst man nicht den passenden Zeitpunkt, und man ist nie aus dem Geld, im schlechtesten Fall am Geld. Eigentlich kann man damit nur gewinnen. Trotz hoher Gewinnchance sind die Risiken minimal – dafür jedoch die Prämien im Schnitt gut doppelt so teuer wie die regulärer Optionen.

Eine Abwandlung davon wiederum ist die russische Option. Hier gibt es keine feste Laufzeit mit Stichtag.

Bermuda-Option

So wie reguläre Optionen hat die Bermuda-Option einen vorab definierten Ausübungspreis. Der Unterschied: Sie kann wahlweise an einem von mehreren Zeitpunkten ausgeübt werden. Die aber werden vorher festgelegt.

Wird nicht ausgeübt, verbleibt noch die Auswahl der restlichen Zeitpunkte. Insofern liegt diese Optionsform zwischen der amerikanischen und der europäischen Option. Der Name entstand, weil sich die Bermudas zwischen beiden Kontinenten befinden. Hauptvorteil der Bermuda-Option ist ihre Flexibilität.

Barrier-Option

Eine weitere Sonderform ist die Barrier-Option. Sie wird durch das Eintreten bestimmter Ereignisse aktiviert oder deaktiviert. Dabei gibt es verschiedene Unterversionen: Eine Knock-Out-Option verfällt, wenn eine festgelegte Barriere gerissen wird, die wahlweise über oder unter dem Startwert liegt.

Bei der Knock-In-Option verhält es sich umgekehrt. Sie wird nur gültig, wenn das Limit während der Laufzeit mindestens einmal erreicht wird. In einigen weiteren Varianten werden die Barrieren nach unterschiedlichen Mustern und Kriterien eingesetzt.

Chooser-Option

Bei der Chooser-Option gibt es keine Barrieren. Dafür hat man die Möglichkeit, sie zu einem festgelegten Zeitpunkt wahlweise in eine Verkaufs- oder Kaufoption umzuwandeln. Mit dieser Optionsform kann man relativ unabhängig von der Bewegung des Basiswerts auf steigende Volatilität setzen.

Range-Option

Bei der Range-Option geht es um bestimmte Bandbreiten. Als Investor setzt man auf Seitwärtsbewegungen des Basiswerts. Bewegt sich der Kurs innerhalb der definierten Bandbreite, erhält man einen ebenfalls vorab festgelegten Betrag.

Binäre Option

Binäre bzw. digitale Optionen sind mehr als exotisch und eigentlich ein populär gewordenes Gewinnspiel, bei es um alles oder nichts geht. Es gibt nur 2 Möglichkeiten: Gewinn oder Verlust. Was zählt ist, ob der Aktien- oder Devisenkurs eine bestimmte Marke zu einem definierten Zeitpunkt überschreitet oder nicht.

Die Laufzeiten sind mit Tagen, Stunden oder Minuten extrem kurz. Hohe Hebel versprechen Supergewinne oder eben Verluste. Im Gegensatz zu normalen Optionen stehen auch die von Beginn an fest. Digitale Optionen wirken verlockend einfach, doch sie sind mit Vorsicht zu genießen und erfordern einiges an Übung.

Für Privatanleger, die sich auf Gewinne freuen, aber am Grundgedanken regulärer Optionen orientiert sind, empfiehlt sich vor allem der Einsatz einer Lookback-Option. Das Risiko hierbei ist erfreulich gering.

24. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.