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Exponential Moving Average – der gleitende Durchschnitt

Gleitende Durchschnitte werden in drei Arten unterteilt: einfache, linear gewichtete und exponentiell geglättete Durchschnitte.

Der Exponential Moving Average beschreibt den exponentiell gleitenden Durchschnitt.

Mehr zum Thema: Gleitender Durchschnitt und Momentum

Der Exponential Moving Average und sein Hintergrund

Der Exponential Moving Average, kurz EMA, ist ein gewichteter Durchschnitt, bei dem den jüngeren Kursen ein höheres Gewicht beigemessen wird als den älteren Kursen.

Der Gedanke dahinter: Ein kursbeeinflussendes Ereignis für die Trendbestimmung verliert an Bedeutung, je länger das Ereignis zurückliegt.

Bei der Berechnung wird die Differenz zwischen dem aktuellen Schlusskurs und dem gleitenden Durchschnitt ermittelt und mit einem exponentiellen Glättungsfaktor multipliziert. Dieses Ergebnis wird als neuer GD-Wert fortgeschrieben.

Die Berechnung des Exponential Moving Average erfordert großes mathematisches Verständnis.

Viele Handelsplattformen haben diese Indikatoren jedoch bereits als Standardtools hinterlegt und so können sie ohne eigene Berechnungen verwenden werden.

Anwendung: Die richtigen Einstellungen finden

Gleitende Durchschnitte werden immer anhand von zurückliegenden Perioden berechnet.


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Es bleibt aber dem Trader selbst überlassen, ob er die vergangenen 14, 21, 30, 50 oder auch 200 Perioden betrachtet.

Bei Verwendung eines sehr kurzen Zeitraums (5- oder 10-Tage Linie) verfolgt der Indikator den Kurs des Basiswertes sehr eng und es kann häufig zu Signalen kommen.

Diese Betrachtungsweise kann zu verschiedenen falschen Handlungen führen, da der gleitende Durchschnitt so sehr sensibel auf Kursänderungen reagiert.

Schon zufällige Kursbewegungen (genannt „Rauschen“) können unter Umständen falsche Trendsignale hervorrufen.

Obwohl der kürzere Durchschnitt mehr Fehlsignale generiert als der längerfristige, so hat er den Vorteil, dass er in einer Kursbewegung Trendsignale früher auslöst und man als Trader auch früher „im Trend“ liegt.

Anwendung zusammen mit SMA

Gleitende Durchschnitte sind durchaus ein probates Mittel, um Trendwenden zu erkennen. Jedoch ist ihre Aussagekraft bei einer Einzelbetrachtung begrenzt.

Daher ist eine Kombination des Single Moving Average (SMA) und des Exponential Moving Average (EMA) zu empfehlen.

Betrachten wir dazu exemplarisch den Chart des Währungspaares EUR/USD der letzten Wochen:

Die lila Kurve zeigt den SMA an, die blaue Kurve den EMA.

Bei dem ersten Schnittpunkt am 5. Dezembers sehen wir den EMA, welcher den SMA nach unten hin durchschneidet. Dieses Signal deutet auf eine Trendumkehr hin, welche sich nachfolgend auch bestätigt.

Anschließend erfolgt ein weiterer Schnitt am 11. Dezember. Hier schneidet der EMA den SMA von unten nach oben und deutet eine erneute Umkehr an, die ebenfalls bestätigt wird.

Mehr zum Thema im Video: Praktischer Einsatz von Trendfolge-Indikatoren

Genutzte Zeiträume der gleitenden Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte werden für unterschiedliche Zeiträume berechnet.

Prinzipiell unterscheidet man unabhängig von der Berechnung des gleitenden Durchschnitts zwischen kurzfristigen und mittel- bis langfristigen.

Für kurzfristige ist der Zeitraum von 15, 20, 38 und 50 Tagen typisch. In den mittel- bis längerfristigen Bereich fallen der 90-Tage-Durchschnitt und die 200-Tage-Linie.

Ein Vorschlag: Spielen Sie in ihrem Charttool mit verschiedenen Durchschnitten und Zeiträumen und nutzen Sie ein Demokonto eines Online-Brokers, um ihre Strategien zu testen und zu bewerten.

5. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.