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Exponential Moving Average und seine Bedeutung in der Chartanalyse

Der Exponential Moving Average (kurz EMA) wird in der Charttechnik häufig verwendet. Als Alternative zum Simple Moving Average (SMA) und Weightened Moving Average (WMA) ist er eine dritte Variante, um gleitende Durchschnitte darzustellen.

Eine Besonderheit weist der EMA auf: Während bei SMA und WMA Kursdaten im Verlauf der Berechnung wegfallen und durch neue ersetzt werden, bezieht der EMA quasi alle bisherigen Daten mit ein. Die Berechnung ist entsprechend komplex und somit auch nur mit einem Chartprogramm sinnvoll umsetzbar.

Im Vergleich dazu kann man den einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) kinderleicht mit dem Taschenrechner kalkulieren, indem man die einzelnen Kursdaten durch deren Anzahl teilt. Der gewichtete lineare Durchschnitt (WMA) ist schon umständlicher zu berechnen, aber auch noch in einem gewissen Rahmen durchführbar.

EMA: Berechnung

Wie bei allen gleitenden Durchschnitten wird auch der EMA in einer Berechnungsperiode angegeben. Das ist allerdings etwas irreführend, denn wie oben bereits erwähnt, fließen in die EMA-Berechnung alle bisherigen Kursdaten mit ein und nicht nur die Daten eines bestimmten Zeitraums.


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Durch die exponentielle Berechnung werden zwar die aktuellen Daten schwerer gewichtet, alte Daten sind jedoch weiterhin enthalten (wenn auch nur zu einem minimalen Bruchteil). Mit Auswahl des Zeitraums bestimmt man letztlich den Gewichtungsfaktor.

Im folgenden Chart erkennt man die Unterschiede sehr deutlich. Das ist der Tageschart des EUR/USD.

Quelle: MetaTrader 4

Die eingezeichnete grüne Linie ist der SMA50, die blaue Linie dagegen der EMA50. Wie man sieht, verläuft die EMA viel näher am Chart und reagiert schneller auf Kursbewegungen.

Beide Linien stellen für diesen Basiswert Widerstände dar. Sobald der EUR/USD beide Linie auf Tagesschluss gebrochen hat, sieht man eine Trendwende. Davor ist entweder bei der SMA50 oder EMA50 Schluss, und die Kurse prallen daran ab. Das bietet die Charttechnik

Exponential Moving Average: Fazit

Beim Trading wird je nach Vorliebe des Chartanalysten auch der Exponential Moving Average verwendet. Ob intraday (d.h. im kurzfristigen Zeitfenster) oder in der täglichen respektive wöchentlichen Ansicht – ein EMA taucht dabei immer wieder auf: der EMA 50.

Viele Trader verwenden ihn, und allein deshalb ist er von Bedeutung – weil sich viele Orders im Markt danach richten. Das sieht man auch im obigen Chartbeispiel. Die Kurse prallen oft an dieser Linie ab, weil viele Händler dort eine Gegenbewegung erwarten und positioniert sind.

Allein dadurch, dass die EMA50 eine regelmäßig verwendete Durchschnittslinie ist, gewinnt sie also an Bedeutung. Denn wenn viele Marktteilnehmer glauben, dass hier Widerstand entsteht, und sie deshalb gegen den Trend investieren, wird das zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

Neben der EMA50 wird auch die EMA200 gerne verwendet, um Trends vorherzusehen.

24. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.