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Extreme Hitze: Dann kann die Miete gemindert werden

Kaum wird es in Deutschland einmal richtig heiß, quellen die Medien beinahe über vor Hitzetests, Berichten und Tipps. Und sicherlich war es  auch interessant, mit welchen Methoden man sich abkühlen kann, wenn man Mieter einer Dachwohnung ist und diese kurzerhand zum Schwitzkasten wird.

Dann eines ist sicher: Auch im nächsten Sommer wird es wieder heiß werden. Dann ist eine Sache sehr empfehlenswert: Achten Sie auf die Temperaturanzeige in Ihrer Wohnung.

Vermieter muss für Hitzeschutz sorgen

Der Vermieter muss für die heißesten Tage im Jahr nämlich für entsprechenden Schutz sorgen. Andernfalls können Mieter womöglich die Miete mindern – und zwar um bis zu 20 Prozent.


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Grundsätzlich gilt: Es gibt keine gesetzliche Regelung zur Mietminderung wegen Hitze. Und ein sommerlicher Temperaturanstieg in der Wohnung kann auch nicht als Mangel betrachtet werden.

Doch es gibt Grenzen. Wenn sich die Wohnung so stark aufheizt, dass es unerträglich heiß wird,  beeinträchtigt das die Wohnqualität enorm. Auch wenn es nur um wenige Tage geht: An den Tagen, an denen es unerträglich heiß ist, kann der Mieter unter Umständen die Miete mindern.

Grenze: 26 Grad

Wer wegen unerträglicher Hitze die Miete mindern will, sollte allerdings beweisen können, dass die Wohnung überhitzt. Als „Beweismittel“ können Zeugen dienen oder auch ein Thermometer, das die einzelnen Höchsttemperaturen aufzeichnet und speichert.  Ein Foto von der Temperaturanzeige inklusive Datum gilt ebenfalls als Beweis.

Auf Basis dieses Beweisfotos kann dann die Minderungsquote berechnet werden. Die Grenze liegt bei 26 Grad – laut Arbeitsschutz darf bei so einer Temperatur auch nicht mehr gearbeitet werden. Daran können sich Mieter orientieren, wenn sie wegen Hitze in der Wohnung die Miete mindern wollen.

Wenn die Mietwohnung also bei einer andauernden Raumtemperatur von 26 Grad dauerhaft zur Hitzehölle wird, kann eine Mietminderung von bis zu 20 Prozent veranschlagt werden. Die einzige Einschränkung hierbei ist: Die Mietminderung gilt jeweils nur für die betreffenden Tage.

Und auch die Außentemperatur spielt für die Mietminderung eine Rolle. Lässt sich das Problem einfach durch kräftiges Lüften beheben, sobald die Temperaturen draußen nach einer Hitzewelle wieder abkühlen, besteht kein Minderungs-Anspruch.

Die Alternative zur Mietminderung

Um das gute Verhältnis mit dem Vermieter zu wahren, lohnt sich vielleicht aber auch ein anderer Schritt: Das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen und ihn um Hilfe bei der Lösung dieses Problems zu bitten. Es ist nämlich seine Aufgabe, für einen Wärmeschutz zu sorgen. Das kann zum Beispiel die Installation einer Klimaanlage oder das Anbringen von Jalousien sein.

Welcher Schutz angemessen ist, entscheidet allerdings der Vermieter. Mieter können hier nicht mit entscheiden. Wenn man zum Beispiel selbst eine Markise anbringen will, muss zuvor die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden. Denn dabei handelt es sich um einen Eingriff in die Bausubstanz.

31. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.