Exxon-Aktie: Quartalszahlen übertreffen die Erwartungen

Exxon Aktie Quartalszahlen

Exxon-Quartalszahlen übertreffen alle Erwartungen.

Am Dienstag wurden die aktuellen Quartalszahlen des amerikanischen Mineralölkonzerns ExxonMobil veröffentlicht.

Trotz hoher Erwartungen vorab wurden die Aktionäre noch durchaus positiv überrascht.

Starke Ergebnisse bei ExxonMobil

Umgerechnet rund 31 Milliarden Euro Gewinn ergeben die erfolgreichen Zahlen und stellen damit alle Erwartungen in den Schatten.

CEO Rex Tillerson sprach angesichts dieser Werte am Dienstag schlicht von „starken Ergebnissen“.

Immerhin: Selbst für amerikanische Verhältnisse ist dieser Gewinn beträchtlich. Selbst Apple hatte mit seinen 26 Milliarden eine „geringere“ Gewinnzunahme zu verbuchen.

Traditionellerweise liefern sich Exxon und Apple einen erbitterten Kampf um den Rang des wertvollsten Unternehmens der Welt. Momentan liegt Apple mit 422 Milliarden Dollar knapp vorne.

Die Exxon-Aktie verlor vorbörslich leicht. Denn die Exxon-Investoren sind solche Megagewinne gewöhnt.

Im Jahr 2010 hatte der Ölkonzern 30,5 Milliarden Dollar verdient.

Hohe Gewinne in der Mineralölbranche

Insgesamt geht es der Mineralölbranche derzeit blendend und das verdankt sie nicht zuletzt den stark gestiegenen Öl- und Benzinpreisen.

Der ebenfalls amerikanische Ölkonzern Chevron konnte für das letzte Quartal insgesamt einen Gewinn von 26,9 Milliarden Dollar verbuchen und erzielte damit einen neuen Firmenrekord.

ConocoPhillips kam auch immerhin noch auf 12,4 Milliarden Dollar. ExxonMobil konnte sowohl die Gewinne aus der Förderung von Öl und Gas als auch aus der Weiterverarbeitung steigern.

Zudem besitzt der Konzern eine Chemiesparte, deren Gewinn allerdings schrumpfte.

Der Gesamtumsatz kletterte um 26 Prozent auf 486,4 Milliarden Dollar.

Exxon steht in Deutschland auf dem Prüfstand

Hierzulande gab es in der jüngsten Vergangenheit jedoch eher negative Schlagzeilen für die erfolgreiche ExxonMobil. Grund dafür ist das so genannte „Fracking“.

Dabei handelt es sich um eine neuartige Methode zur Gasgewinnung. Dabei werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in das Gestein gepresst, in dem das wertvolle Gas gebunden ist.

ExxonMobil erkundet an mehreren deutschen Standorten Möglichkeiten zu dieser Art der Gasförderung. Vor allem in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gibt es wegen Umweltbedenken aber Widerstand.

Bund und Länder prüfen bereits härtere Auflagen. In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung Erdgasbohrungen mit der umstrittenen Technik vorerst verboten.

Klage gegen venezolanische Ölgesellschaft

Im Jahre 2007 machte Exxon ebenfalls Schlagzeilen und zwar durch die Klage gegen die staatliche Ölgesellschaft PDVSA in Venezuela.

Venezuela ist der größte Erdöl-Exporteur Lateinamerikas. Damals hatte Chavez mehrere Ölfelder verstaatlicht. Darunter war auch das Cerro Negro Projekt, in das Exxon nach eigenen Angaben 750 Millionen Dollar investiert hatte.

Neben Exxon bemühen sich auch andere große Ölkonzerne wie unter anderem Chevron um eine Beteiligung an milliardenschweren Ölförder-Projekten in Venezuela.

In dem Zusammenhang stehen noch weitere Urteile des internationalen Schiedsgerichts aus, die das südamerikanische Land zu Zahlungen in Milliardenhöhe verpflichten könnten.

 
 
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