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Fahrgemeinschaft: Die Kostenrechnung einfach erstellt

Viele Menschen arbeiten heutzutage nicht mehr im eigenen Ort oder Stadtbezirk und müssen deshalb jeden Tag zum Teil große Distanzen bis zur Arbeit zurücklegen – und wieder zurück nach Hause. Auf Dauer sind diese Pendlerkosten alleine kaum zu stemmen.

Mehr zum Thema: Wie das Finanzamt die Fahrtzeit zum Arbeitsplatz berechnet

Schuld daran sind steigende Spritpreise, aber auch mehr Ausgaben für Inspektionen. Denn je höher die Fahrleistung pro Jahr ist, desto öfter muss das Auto in die Werkstatt. Eine Alternative, auch zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, ist eine Fahrgemeinschaft. Denn so spart man selbst, und außerdem wird der Verkehr entlastet und die Umwelt geschützt. Allerdings sollte man dazu von Anfang an eine Kostenrechnung erstellen, um so später Ärger wegen der Kosten zu vermeiden.

Die einzelnen Szenarien der Fahrgemeinschaft

Im einfachsten Fall brauchen Sie gar nicht lange rechnen. Denn wenn jeder Mitfahrer abwechselnd mit seinem eigenen Auto fährt, gleichen sich Spritverbrauch und Fahrleistungen der PKW aus. In diesem Fall sollte sich allerdings der Spritverbrauch je PKW ähneln. Denn ein Geländewagen verbraucht natürlich mehr als ein Kleinwagen, was in der Konsequenz zu einer ungleichen Kostenverteilung führt.

Daher sollte man auch in diesem Szenario vorher abklären, ob die Mitfahrer mit niedrigeren Kosten einen Kostenausgleichsbetrag zahlen sollen. Dieses Szenario scheitert aber oft daran, dass zum Beispiel einer der Mitfahrer kein eigenes Auto hat. Fahren nur einer oder einzelne Mitfahrer, sollten von vornherein die Kosten festgelegt werden.

Alternative Fahrgemeinschaft: Die Kostenrechnung im Blick

Fairerweise sollten die einzelnen Beiträge so kalkuliert werden, dass die Fahrt für alle Mitfahrer günstiger wird. Insofern ist eine gute Planung das Nonplusultra. Dabei sollten Sie sich zuerst überlegen, in welchem Rahmen Sie die Fahrgemeinschaft anbieten bzw. nutzen möchten. Gerade in Zeiten von befristeten Arbeitsverträgen kann es für den Anbieter sinnvoller sein, Preise für 1, 3 oder 6 Monate anstatt direkt für 1 Jahr zu veranschlagen.

Neben der Fahrtstrecke sind auch der Verbrauch des Autos, der Kraftstoff-Preis und die Anzahl der Mitfahrer und der Tage entscheidend, an denen die Fahrgemeinschaft in Anspruch genommen wird. So dürfen Sonn- und Feiertage natürlich nicht in die Rechnung mit eingehen. Schließlich ändern sich auch die Kraftstoffpreise ständig. In diesem Zusammenhang kommen zwei Preis-Modelle in Frage.

Modell ist nicht gleich Modell: Pauschal oder genau berechnet

Das einfachere Modell ist eine pauschale Veranschlagung von einem bestimmten Cent-Betrag, wie etwa 20 Cent pro gefahrenem Kilometer. Legt eine Fahrgemeinschaft von 4 Personen zum Beispiel 50 km pro Strecke (= 100 km pro Tag) zurück, betragen die Kosten laut dem Pauschalmodell (von 20 Cent pro Kilometer) insgesamt 20 € bzw. 5 € pro Person.

Andererseits können die weiteren Kosten, wie die Kfz-Steuer oder solche für Versicherung, Reparatur und Wartung, auch in die Berechnung mit eingehen. Statt dem Pauschalbetrag werden dann die Spritkosten plus die weiteren Kosten durch die Fahrtteilnehmer dividiert.

Mehr zum Thema: Steuern fürs Auto: Beginn, Dauer und Ende der Kfz-Steuerpflicht

Gerne vergessen werden in diesem Zusammenhang die Bußgelder, etwa für Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Falschparken. Diese sind zwar vermeidbar, fallen aber doch regelmäßig an. Am besten sollten die Vereinbarungen vertraglich festgehalten werden – selbst unter Freunden. Denn nur so gibt es im Falle des Falles keinen unnötigen Streit. Schließlich gilt: Bei Geld hört (selbst) die Freundschaft auf.

20. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.