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Faktencheck: Reiche werden reicher – Vermögenszuwachs mit Aktien

Die Reichen werden reicher – was wie eine Binsenweisheit klingt, wird seit Jahren durch verschiedene Studien bestätigt.

Ein Faktencheck zeigt aber auch: Selbst wenn die Konjunktur lahmt, sind es v. a. Aktien, die das private Vermögen vermehren – in Deutschland und weltweit.

Faktencheck relativiert Zahlen

Die Deutschen besitzen ein Gesamtvermögen von geschätzten 9,3 Bio. € – und damit 1/3 mehr als bisher angenommen.

Rund 15% davon gehören 0,1% der reichsten Deutschen. Die reichsten deutschen Haushalte insgesamt kommen auf 31 bis 34% des Gesamtvermögens. Das sind gut 18% mehr als bislang angenommen.

Die reichsten 10% wiederum besitzen zwischen 63 und 74% der deutschen Vermögen. Der geschätzte Wert zuvor: 60%.

Zu diesem Ergebnis kommt die jüngste Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Nach Angaben der Forscher jedoch lassen sich kaum exakte Zahlen erstellen. Selbst die Schätzungen enthalten etliche Unsicherheiten.

Vermögensverteilung mit Einfamilienhaus-Effekt

Kein Wunder, dass je nach Erhebung und Berechnung der Basisannahmen verschiedene Studien zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung etwa geht davon aus, dass die reichsten 10% etwas mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens halten.


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Rechnet man nun aus, wie viel jeder Einzelne dieser Gruppe sein Eigen nennt, kommt man auf ein Vermögen von durchschnittlich grob 630.000 €. Das kostet ein Einfamilienhaus in deutschen Ballungszentren.

So viel zum Faktencheck und der Bedeutung von Zahlen…

Wer ist reich und superreich?

Derartige Studien zeigen also nur die grobe Linie. Dass Reiche reicher werden, ist eher eine Tendenz. Schon im Detail gibt es Unschärfen beim Begriff „reich“:

In Bezug auf Deutschland gilt laut Bericht der Bundesregierung als reich, wer ein Jahreseinkommen von mindestens 70.000 € hat – eigentlich nicht sonderlich viel.

Die sogenannte Reichensteuer wiederum zielt auf Einkommen von mehr als 250.000 € ab.

Und bei Sachwerten wie Immobilien, Schmuck oder Aktien wird von 1 Mio. € ausgegangen. Andere Erhebungen wiederum gehen hier nur vom liquiden Vermögen aus.

Was also ist nun reich? Eine einheitliche Linie lässt sich nicht ausmachen.

Eine weitere Schwachstelle derartiger Erhebungen: Längst nicht alle Vermögen werden angegeben. Vieles schlummert auf Konten im Ausland oder versteckt sich in Firmen. Vermutlich gibt es also mehr reiche Personen als offiziell bekannt.

Völlig uneinheitlich sind auch die Begriffe „superreich“ oder „ultrareich“. Zumindest hat sich die frühere landläufige Unterscheidung zwischen Millionären und Milliardären überholt.

Als Leitlinie werden meist die Angaben von Boston Consulting Group oder der Schweizer Großbank UBS verwendet. Diese gehen in ihren internationalen Wohlstands-Reports von mindestens 30 Mio. US-$ Nettovermögen aus.

In Deutschland gibt es demzufolge 881 Ultrareiche. Im internationalen Ranking ist dies immerhin Platz 4 nach den USA, Großbritannien und China. In Deutschland leben übrigens auch 123 Milliardäre.

Geldanlagen und Aktien vermehren Vermögen

Global betrachtet sind die privaten Vermögen innerhalb eines Jahres um ca. 15% auf rund 152 Bio. US-$ gestiegen – v. a. in Asien, und hier speziell in China.

Als einer der wesentlichen Gründe für den Anstieg wird der Vermögenszuwachs durch Investments gesehen. Besonders die weltweite Hausse an den Börsen ließ die Aktienvermögen um 28% ansteigen.

Anleihen rentierten im Schnitt mit 4,1%. Diese Daten beziehen sich natürlich auf die zurückliegenden Jahre. Mittlerweile sind Anleihen weniger gefragt. Doch die Ergebnisse zeigen das Potenzial, das in Geldanlagen steckt.

Sie bringen allemal mehr als die jährlichen Lohnzuwächse. Schon bei einer jährlichen Rendite von 4% verdoppelt sich ein Aktienvermögen in 20 Jahren.

Dass bei entsprechend hohen Summen die Reichen immer reicher werden, versteht sich da von selbst…

8. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.