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Faktor-Zertifikate: Erklärung und Definition

Faktor-Zertifikate sind relativ neu auf den Markt, erfreuen sich jedoch einer immer größeren Beliebtheit.

Die Erklärung: Faktor-Zertifikate steigen oft zwei oder drei Mal so stark wie der Basiswert. Der Anleger kann so noch stärker von Kursschwankungen des Basiswertes profitieren.

Mehr dazu: Basiswert: Entscheidender Hebel für mehr Rendite

Faktor-Zertifikate – eine Definition

Ein Faktor-Zertifikat gehört zur Gruppe der gehebelten Zertifikate. Faktor-Zertifikate bilden die Wertveränderungen des Basiswerts ab und zwar nicht 1:1, sondern zu einem höheren Faktor.

Faktor-Zertifikate gibt es inzwischen sowohl auf Indices wie den DAX, als auch auf einzelne Aktien (DAX-Werte) oder Rohstoffe (Silber, Gold). Sie werden zum Beispiel von verschiedenen Banken angeboten.

Zur Erklärung: Faktor-Zertifikate zeichnen sich vor allem durch einen festen Hebel (Faktor) aus, der während der gesamten Laufzeit konstant bleibt. Zudem haben sie eine endlose Laufzeit.

Der Anleger kann ein DAX-Faktor-Zertifikat zum Beispiel 3x-Long erwerben, wenn er einen steigenden DAX erwartet.

Steigt der DAX im Tagesverlauf also um 1 Prozent, legt das entsprechende Faktor-Zertifikat um den Faktor 3 und damit um 3 Prozent zu.

Mehr dazu: Hebel- und Faktorzertifikate: Mehr Rendite Anfang 2012 möglich

Faktor-Zertifikate: Erklärung durch Rechenbeispiel

Ein Beispiel: Herr Müller kauft ein Faktor-Zertifikat Long auf die SAP-Aktie, die bei 50 Euro steht. Das Faktor-Zertifikat weist einen Hebel (Faktor) von 2 auf.

Steigt die SAP-Aktie an einem Tag nunmehr um 5 Euro bzw. um 10 Prozent auf 55 Euro, klettert das Faktor-Zertifikat von Herrn Müller um 20 Prozent.

Fällt die SAP-Aktie dagegen an einem Tag um 5 Euro oder um 10 Prozent auf 45 Euro, verliert das entsprechende Faktor-Zertifikat um 20 Prozent an Wert.

Zu beachten ist dabei, dass der Wert des Faktor-Zertifikats jeden Tag neu berechnet wird. Das heißt, wenn die SAP-Aktie in den nächsten 3 Tagen jeweils um 2 Prozent pro Tag steigt, beträgt die Performance nicht 6 Prozent sondern mehr.

Wenn das Faktor-Zertifikat bei 50 Euro startet, erhöht sich der Wert am ersten Tag um 2 Euro auf 52 Euro. Am Ende des zweiten Tages kostet das Faktor-Zertifikat 54,08 Euro, am Ende des dritten Tages dann 56,24 Euro.

Das Rechenbeispiel zeigt, dass durch die tägliche Berechnung der Zuwachs sogar höher ausfallen kann als erwartet. Das gleiche gilt natürlich auch umgekehrt, die Verluste können ebenfalls höher ausfallen.

Mit Faktor-Zertifikaten kann man als Anleger also einen deutlich höheren Gewinn erzielen, trägt aber gleichzeitig ein entsprechend hohes Verlustrisiko.

Faktor-Zertifikate im Vergleich Turbo-Zertifikaten

Die bekannten Turbo-Zertifikate funktionieren ähnlich. Der Unterschied ist, dass der Hebel bei Faktor-Zertifikaten deutlich geringer ist. Zudem gibt es keinen Knock-out bei Faktor-Zertifikaten.

Mehr dazu: Turbo Zertifikate: DAX bietet besser Chancen für Sie

Bei Turbo-Zertifikaten ändert sich das Risiko-Profil während der Laufzeit, bei Faktor-Zertifikaten nicht. Zudem besitzen Faktor-Zertifikate in der Regel eine endlose Laufzeit.

Der Nachteil beim Faktor-Zertifikat: Läuft der zu Grunde liegende Basiswert lange Zeit schlecht, fällt auch der Preis des Faktor-Zertifikats deutlich. Sie eignen sich daher eher für erfahrene und kurzfristig orientierte Anleger.

29. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands