Falle beim Immobilien-Neubau: Selbst Kostenvoranschlag nützt jetzt wenig

Regel: 10 Prozent Mehrkosten möglich

Zunächst die gute Nachricht: die Mehrkosten, die Sie tragen müssten, begrenzen sich auf 10 Prozent gegenüber dem Kostenvoranschlag.

Extraarbeiten (wie sie in den meisten Neubauprojekten permanent vorkommen) berühren demnach den Kostenvoranschlag nicht. Der bleibt gültig – und darf entsprechend überschritten werden.

In diesem Fall ging es um einen Streitwert von 4.700 Euro. Immerhin. Schnell kann eine Renovierung aber 100.000 Euro kosten, wenn es um ganze Gebäudeteile wie den Dachbau inklusive Erweiterungsbauten geht. 10 Prozent sind dann schon 10.000 Euro.

Pauschalpreis vereinbaren

Beachten Sie daher unsere GeVestor-Empfehlung: Kostenvoranschläge sind nur die weiche Variante einer Preisvereinbarung.

Vereinbaren Sie eine Pauschalpreis und wälzen Sie damit das Risiko auf den Auftragnehmer ab. Vereinbaren Sie den Pauschalpreis schriftlich.

Achtung: Extraarbeiten, die Sie dann beauftragen, werden auch Geld kosten. Nur ist der Aufwand dann abschätzbar. Vereinbaren Sie auch dies schriftlich.

Die besseren Planungen helfen Ihnen schon beim Liquiditätsmanagement und sparen in aller Regel zumindest überraschende Zinsverhandlungen und hohe Zinsaufwendungen durch Kontoüberziehung.

Wir empfehlen aktuell, in Immobilien zu investieren. Versierter, parteiischer Rat hilft Ihnen bei der Renditesicherung.

15. September 2009

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Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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