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Falle Steuerschätzung: Verlustanerkennung für Vermieter in Gefahr

Ein Ehepaar aus Köln, in dessen Besitz sich eine Immobilie befindet, hatte seine Steuererklärung nicht rechtzeitig abgeliefert. Deshalb wurde die Besteuerungsgrundlage geschätzt.

Da mangels Steuererklärung keinerlei konkrete Zahlen vorlagen, schätzte der Fiskus einen Überschuss von 9.000 €, der aus Vermietung und Verpachtung in die Kassen des Ehepaars gespült wurde.

Statt Überschuss: Verlust bei 16.000 €

Tatsächlich war aber ein Verlust von 16.000 € entstanden, den die Eheleute zu einem späteren Zeitpunkt geltend machen wollten: Doch die nachträglich geforderte Berücksichtigung dieses Verlusts stieß bei den Beamten vom Finanzamt auf taube Ohren. Sie lehnten die Berücksichtigung ab, sodass der Fall vor Gericht wanderte.

Das Kölner Finanzgericht entschied jedoch, dass die Ablehnung des Finanzamts zu Recht erfolgt sei. Nachträgliche Änderungen sind nur dann angebracht, wenn den Steuerzahler kein grobes Verschulden an der verspäteten Meldung trifft. Außerdem müssen nachträglich Beweismittel bekannt werden. Beides ist jedoch im vorliegenden Fall nicht gegeben. Auch ein Blick auf die persönlichen Lebensumstände hat für die zuständigen Richter keinerlei greifbaren Argumente geliefert, mit denen sich erklären lässt, warum die zumutbare Sorgfalt „in einem ungewöhnlichen Maße verletzt“ wurde.

GeVestor.de meint: Bitteres Lehrgeld, das von dem Ehepaar aus Köln gezahlt werden musste. Entstandene Verluste sollten deshalb immer fristgerecht mit der Steuererklärung geltend gemacht werden, um den Fiskus nicht gegen sich aufzubringen.

 

1. März 2010

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.