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Fallen Fremdwährungskonten unter die Einlagensicherung?

Fremdwährungskonten sind inzwischen eine beliebte Alternative zu Konten, die auf Euro lauten.

So beispielsweise Konten in Schweizer Franken oder Norwegischer Krone.

Denn in der aktuellen Euro-Krise versprechen sie Schutz gegen den Verfall der Währung. Wie aber sieht es bei Fremdwährungskonten mit dem Einlagenschutz aus?

Gesetzlich ist die Lage klar: Einlagenschutz wird nur für Konten gewährt, die entweder auf Euro lauten oder auf die sonstige Währung eines EU-Mitgliedstaates. So steht es in Paragraph 4 des Einlagensicherungs- und Anlegerschutzgesetzes.

Heißt das zwangsläufig, dass das Geld auf Ihrem Fremdwährungskonto nicht gesichert ist? Zum Glück ist das nicht der Fall, sagt Tanja Beller, Pressesprecherin des Deutschen Bankenverbands.

Denn über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus gibt es auch noch eine freiwillige, der die meisten Banken in Deutschland angehören.


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Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken schützt auch Konten, die auf eine Fremdwährung lauten. Allerdings behält es sich der Fonds vor, die Entschädigung gegebenenfalls in Euro vorzunehmen.

Sie sollten bei einer Privatbank also zuerst prüfen, ob sie dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds überhaupt angeschlossen ist, oder ob sie nur den gesetzlichen Mindestschutz bietet, in dem Fremdwährungskonten von Nicht-EU-Ländern nicht erfasst sind.

Bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen ist der Einlagenschutz durch eine Art Institutssicherung gegeben. Andere Institute müssen einspringen, sodass eine solche Bank gar nicht erst pleite gehen kann. Somit sind auch die Fremdwährungskonten geschützt.

Trotzdem empfehle ich empfehle Ihnen: Lassen Sie die Finger von Fremdwährungskonten.

Denn die Wechselkursschwankungen zwischen einzelnen Währungen sind auch dann nicht prognostizierbar, wenn die Lage so vermeintlich klar ist wie jetzt.

Ein Beispiel: Dank Euro-Krise fällt der Wert des Euro gegenüber dem Schweizer Franken immer weiter ab. Da die Schweiz aber weiterhin großes Interesse am Export hat, ist sie selbst nicht an einem allzu starken Franken interessiert.

Deshalb kauft die Schweizer Notenbanken Devisen in Euro und US-Dollar, um der weiteren Aufwertung des Franken entgegenzuwirken.

Solche Transaktionen von Notenbanken und Währungsspekulanten können Sie nie voraussehen. Ein Fremdwährungskonto ist daher aus meiner Sicht eine sehr riskante Sache, die keineswegs den Schutz bietet, den sich viele Sparer davon versprechen.

Glossar heute: Einlagensicherung

Einlagensicherung nennt sich der Schutz, den die Banken aller EU-Mitgliedsstaaten für Bankkonten gewähren müssen.

Der gesetzliche Schutz für Spar- und Termineinlagen umfasst 100.000 Euro pro Bankkunden. Die meisten Banken in Deutschland gehen aber noch weiter und schützen die Einlagen ihrer Kunden freiwillig in fast unbegrenzter Höhe.

Bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen können Sie davon ausgehen, dass dies so ist. Bei privaten Banken sollten Sie vorher prüfen, ob das betreffende Institut Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands Deutscher Banken ist.

Falls ja, sind Ihre Spareinlagen in vollem Umfang geschützt.

28. Juli 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".