MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Federal Reserve: Geschichte der amerikanischen Zentralbank

2013 ist das Jahr der Federal Reserve. Geschichte geschrieben hat die us-amerikanische Zentralbank in den 100 Jahren ihres Bestehens dabei allemal.

Federal Reserve: Geschichte beginnt 1907

Grund der Einführung war dabei eine Börsenpanik im Jahre 1907, die später als „Knickerbocker Crisis“ berühmt werden sollte.

Wirtschaftliche Rezession und Millionen panischer Anleger, die ihr Geld von den Sparkonten holten, sorgten nicht nur für zahlreiche Pleiten in der Finanzbranche, sondern auch zu rapiden Abfällen der Börsenkurse an der New York Stock Exchange.

Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Kurse dabei um rund 50% in den Keller.

Mehr zum Thema: Diese Folgen hat eine Rezession für die Wirtschaft

Vorhergegangen war ein gescheiterter Börsencoup, bei dem der Aktienkurs der United Copper Company manipuliert werden sollte.

Nach dem Scheitern des Plans gerieten die geldgebenden Banken in Schwierigkeiten, kurz darauf gab die Knickerbocker Trust Company, eines der größten Finanzinstitute der damaligen Zeit, ihren Konkurs bekannt.

J.P. Morgan als Retter der Wirtschaft

Panik breitete sich aus, da immer mehr Bürger ihre Konten in Sicherheit brachten und zu dieser Zeit keine Zentralbank exisitierte, die den Markt mit neuem Geld versorgen konnte.

Schlussendlich sprang der Finanzstratege J.P. Morgan zusammen mit anderen Bankern mit ihren Privatvermögen ein und rettete so die Wirtschaft.

Ein Jahr später setzte Senator Nelson W. Aldrich eine Kommission in Gang, die die Vorgänge untersuchen und für die Zukunft vermeiden sollte – das Ergebnis war die Einführung des Federal Reserve Systems am 23. Dezember 1913.

Dezentralisiertes Notenbank-System

Um ein Monopol zu verhindern, sah die Einführung nicht eine zentrale Institution – wie heute beispielsweise die Europäische Zentralbank in Frankfurt – sondern eine Aufteilung auf 12 regionale Banken vor.

Diese Aufteilung besteht bis heute weiter, wobei die New York Fed weiterhin die größte Bank darstellt.

Mehr zum Thema: Die mächtigste Notenbank der Welt

Natürlich ist die Federal Reserve in ihrer 100-jährigen Geschichte nicht unverändert geblieben. Vor allem große Krisen wie die Große Depression in den 1930er und 1940er Jahren haben zu erneuten Reformen geführt.

Kritik in den 70ern und heute

Während der großen Inflation in den 70er Jahren agierte die Fed Exchange beispielsweise deutlich zu langsam. Die Arbeitslosigkeit explodierte und die Inflation stieg bis zu einem Höchststand von 13,5% an.

Erst Ende der 1970er Jahre kam mit Paul Volcker ein neuer Vorsitzender in die Führungsetage der Zentralbank, der das Ruder wieder fest in die Hand nahm. Er erhöhte den Leitzins auf 20 Prozent, was schlussendlich dann zum Ende der aggressiven Inflation führte.

In den vergangenen Jahren wurde erneut Kritik an der US-Notenbank laut. Durch die Vergabe zu niedriger Zinsen sei die Bank mitverantwortlich für das Platzen der Immobilienblase im Jahre 2007, die zu einer weltweiten Finanzkrise geführt hat.

Seitdem steht die Zukunft des Federal Reserve Systems zur Debatte. Sowohl aus den Reihen der Demokraten als auch der Republikaner wird über eine Einschränkung der Befugnisse diskutiert. Eine endgültige Entscheidung bleibt jedoch vorerst offen.

28. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.