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Fehlbuchungen und Geldkartenausfälle: Auch davor schützt Bargeld

Wie wichtig Bargeld für Sie ist, wurde Ihnen letzte Woche wieder einmal an einem plastischen Beispiel demonstriert.

Bei der Deutschen Bank gab es durch eine IT-Panne Mehrfachabbuchungen von den Kundenkonten.

In einigen Fällen waren die Beträge so groß, dass der den betroffenen Kunden eingeräumte Disporahmen gesprengt wurde und sie damit unverschuldet ins Minus rutschten.

Ob das wirklich nur eine Computerpanne war, oder ob mehr dahintersteckt, was man jedoch der Öffentlichkeit nicht mitteilen will, bleibt für mich unklar.

Auffällig ist jedenfalls, dass sich solche Computerpannen und auch Hackerangriffe in den letzten Monaten häufen.

Schon im Februar wurden der Zentralbank von Bangladesch durch einen Hackerangriff 80 Millionen Dollar entwendet. Auch das Zahlungssystem SWIFT warnte bereits davor, dass es zu noch größeren Angriffen kommen könne.

Das Buchgeldsystem ist fragil

Mir zeigt das, wie fragil das Buchgeldsystem in Wirklichkeit ist, und belegt meinen Ratschlag an Sie, sich ausreichend mit Bargeld einzudecken.

Bei umfangreicheren Computerpannen und Hackerangriffen als die aktuell vorgekommenen, wäre es durchaus auch denkbar, dass die Banken bis zur Bereinigung des Problems für Tage oder gar Wochen geschlossen bleiben.

Wenn Sie dann kein Bargeld haben, würden Sie buchstäblich auf dem Trockenen sitzen.

Wie in der Zypern-Krise 2013 werden dann z. B. in Supermärkten oder Tankstellen keine Kreditkarten mehr akzeptiert und Sie können nur noch bar bezahlen.

So wichtig ist Bargeld: In der Schweiz fällt das Geldkartensystem aus

Kaum von den Medien beachtet fiel letzte Woche das System für Kreditkartenzahlungen in der Schweiz flächendeckend aus. Bedingt durch IT-Pannen bei den beteiligten Banken und Kreditkartenfirmen konnten viele Schweizer ihre Geld- oder Kreditkarte nicht mehr einsetzen.

Das ist für mich ein weiteres Beispiel dafür, um Ihnen den Wert und die Bedeutung von Bargeld vor Augen zu führen.

In ganz alltäglichen Situationen mag ein solches Ereignis vielleicht nur unangenehm sein, oder man kann noch auf den Bargeldvorrat in der Geldbörse zurückgreifen.

Aber gerade in Krisenzeiten ist es für Sie entscheidend, dass Sie zu jeder Zeit zahlungsfähig sind.

Das ist jedoch nur dann gewährleistet, wenn Sie nicht von anfälligen Computersystem, Datennetzen und Kreditkartenunternehmen abhängig sind.

Letztlich bleibt es dabei: Kreditkarten sind kein wirkliches Geld, sondern nur ein Versprechen auf Bargeld. Laut der Definition im Bundesbankgesetz ist ausschließlich Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel.

Alles andere ist nur eine Zusicherung, die Karte ersatzweise als Bargeld zu akzeptieren, die aber dann wertlos wird, wenn sie von den Banken nicht mehr eingehalten werden kann.

Halten Sie Notreserven bereit

Deshalb ist es für Sie wichtig, dass Sie einen Vorrat an Euro-Bargeld besitzen, der mindestens 2 Monate Ihres Lebensstandards abdeckt.

Diese Reserve sollten Sie in einer möglichst kleinen Stückelung bis maximal zur 50 Euro-Banknote halten.

Besser wären allerdings 20-, 10- und 5-Euro-Scheine sowie Münzen.

Stückelungen in Form der 100- und 200-Euro-Scheine könnten in einer Krise größeren Ausmaßes von einem Bargeldverbot bedroht sein, wie es in letzter Zeit ja bereits immer häufiger diskutiert wird.

23. November 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.