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Feindliche Übernahmen bringen Geld

Besonders in einem Marktumfeld, welches von günstigen Kursniveaus geprägt ist, lässt sich eine Zunahme an Übernahmen beobachten.

Eine solche Sondersituation birgt für die Anleger der betroffenen Unternehmen eine Reihe an guten Gewinnchancen.

Kontrolle, Pflichtangebot und Mindestwert

Mit Kontrolle wird das Halten von mindestens 30 % der Stimmrechte an einem Unternehmen bezeichnet, da mit einer 30 %-Beteiligung häufig schon die Mehrheit der vertretenen Stimmrechte auf der Hauptversammlung erreicht wird.

In der Regel sind auf den Hauptversammlungen ca. 30 bis 60 % des stimmberechtigten Kapitals anwesend. Ein Investor, der allein schon 30 % der Anteile besitzt, kann damit einen erheblichen Einfluss auf das Unternehmen ausüben.

Des Weiteren ist der Investor bei Erreichen der Kontrolle dazu verpflichtet, den Aktionären ein angemessenes Angebot zu unterbreiten, das einen bestimmten Mindestwert nicht unterschreiten darf.

Für die Berechnung des Mindestwertes wird die Marktpreisentwicklung der Vergangenheit berücksichtigt, d. h., das Angebot muss mindestens dem umsatzgewichteten Durchschnittskurs der letzten 3 Monate vor der Veröffentlichung des Angebotes entsprechen.


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Das Übernahmeangebot

Mit dem Übernahmeangebot wird auch vom interessierten Investor die Dauer der Annahmefrist bestimmt, welche mindestens 4 bis höchstens 10 Wochen betragen kann.

Möchte ein Investor, dass die Aktionäre auf sein Angebot eingehen, wird er versuchen, dieses attraktiv zu gestalten, und das Übernahmeangebot wird über dem Mindestpreis liegen.

Ist der Investor allerdings nicht an der Übernahme weiterer Aktien interessiert, wird er sein Angebot am Mindestpreis orientieren, so wie es Porsche vor einiger Zeit nach Erreichen der 30 %-Grenze gemacht hatte: Das Angebot des Sportwagenherstellers an die VW-Aktionäre lag nämlich um 15 % unter dem Börsenkurs der VW-Papiere.

Erlangt der Bieter nach einem Übernahme- bzw. Pflichtangebot mindestens 95 % des stimmberechtigten Grundkapitals, sind ihm auf Antrag die restlichen stimmberechtigten Aktien gegen eine angemessene Abfindung zu übertragen. Man spricht hier auch von einem Squeeze-out (Hinausdrücken).

Der Squeeze-out muss von der Hauptversammlung abgesegnet werden, was auf den ersten Blick kein Problem für den Investor darstellt, da dieser ja 95 % der Anteile hält.

Am Ziel ist er deshalb noch lange nicht, denn er muss sich mit den übrigen Aktionären noch auf die Abfindung einigen, und in der Regel setzen diese auf eine höhere Abfindung als beim Übernahmeangebot, weshalb es häufig zu Anfechtungsklagen kommt.

Dieser Prozess kann zwar lange dauern, allerdings werden Anleger häufig mit einer höheren Abfindung belohnt und das Risiko von starken Kursverlusten ist durch den Mindestpreis begrenzt.

Freundliche Übernahme – Feindliche Übernahme

Die feindliche Übernahme unterscheidet sich von der freundlichen Übernahme nur durch das ablehnende Verhalten des Managements gegenüber dem Investor.

Eine Übernahme kann dabei nur durch die Aktionäre endgültig verhindert werden, und aus diesem Grund werden diese von dem Investor mit einem attraktiven Kaufangebot umworben, das deutlich über dem Börsenkurs liegt.

Da das Management nach dem Eigentümerwechsel oft nicht mehr gebraucht wird, versucht dieses, die Übernahme zu verhindern und damit seine Position zu sichern.

Dabei hat das Management verschiedene Möglichkeiten, eine feindliche Übernahme zu erschweren bzw. zu verhindern.

21. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.