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Festgeld im Ausland – die Lösung gegen die Zinsflaute?

Die Nullzinspolitik der EZB (Europäische Notenbank) trifft deutsche Sparer besonders hart, haben diese auf Zinskonten (Tagesgeld, Festgeld, Sparbücher etc.) inzwischen mehr als 2 Billionen € geparkt.

Zieht man die Einsparungen im Kreditwesen (z.B. beim Hausbau) ab, ergeben sich für die deutschen Sparer Einnahmeverluste von rund 200 Mrd. € durch entgangene Zinsen in den letzten 6 Jahren. Im Schnitt hat dadurch jeder Sparer seit 2010 rund 2.450 € verloren, so Berechnungen der DZ Bank.

Doch es gibt einen Ausweg aus der Niedrigzinsmisere, denn Einlagenvermittler bzw. Spargeld-Vermittler werben mit höheren Festgeldzinsen im Ausland. Die Rechnung für den Anleger kann dabei durchaus aufgehen, wenn einige Aspekte beachtet werden.

Festgeld im Ausland – welche Vermittler gibt es und wie funktioniert die Überweisung?

Für Anleger ist es vergleichsweise schwierig, direkt ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto im europäischen Ausland zu eröffnen. Neben Sprachbarrieren sind oft auch bürokratische Hindernisse zu bewältigen, bei denen Spargeld-Vermittler wie Weltsparen, Zinspilot und Savedo helfen.

Über diese Einlagenvermittler können Sparer bequem von Deutschland aus ein Fest- oder Tagesgeld-Konto verwalten, ohne ins Ausland reisen zu müssen.


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Hierzu müssen Anleger einfach nur ein Konto bei einem entsprechenden Vermittler eröffnen, dass in der Regel kostenlos ist. Die Identifizierung läuft meist über das Postident-Verfahren oder auch über eine schnellere Online-Identifizierung.

Nach erfolgreicher Kontoeröffnung überweist der Anleger das Geld auf das Konto der Vermittler-Bank, die in der Regel in Deutschland sitzt. Die Vermittler-Bank leitet das Kapital anschließend dann auf das Festgeld- bzw. Tagesgeldkonto im Ausland weiter.

Welche Renditen sind auf Festgeld-Konten im Ausland möglich?

Der Anbieter Weltsparen verspricht zum Beispiel bis zu 2,5 % im Jahr auf Festgeld-Konten im Ausland, beim Konkurrenten Zinspilot erhält der Anleger immerhin noch 2,2 % aufs Festgeld.

Die Konditionen variieren je nach Partnerbank und hängen auch von der Laufzeit bzw. vom Anlagezeitraum ab. Weltsparen bietet allerdings das breiteste Festgeld-Angebot aller Spargeld-Vermittler (50 Angebote aus 10 verschiedenen Ländern).

Am Laufzeitende überweist die ausländische Partnerbank das Geld samt Zinsen zurück auf das Sparkonto des Spargeld-Vermittlers. Zu beachten gilt, dass unter Umständen Steuern auf die Zinserträge anfallen, die dann gleich einbehalten werden.

Welche Risiken gibt es und was ist zu beachten?

Grundsätzlich sind im EU-Ausland angelegte Sparguthaben in Höhe von 100.000 Euro pro Bankkunde durch die europäische Einlagensicherung abgesichert. Hat das betreffende Land allerdings nicht genügend Geld, um Sparer im Notfall auszuzahlen, kann der Anleger trotz Einlagensicherung der EU unter Umständen leer ausgehen.

Zudem hat der Sparer auch die Möglichkeit, sein Kapital nicht in Euro, sondern in einer Fremdwährung anzulegen. Wird die Fremdwährung gewählt, trägt der Anleger natürlich auch das Wechselkursrisiko, wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro an Wert verliert. Einige Banken berechnen bei der Währungsumrechnung auch Transaktionsgebühren, welche die Rendite schmälern können.

Fazit: Achten Sie auf die Bonität der Partnerbanken

Das Festgeld im Ausland kann durchaus eine Lösung gegen die Nullzinspolitik der Notenbank sein, wenn Anleger einige Aspekte beachten. So sollte man nicht nur einzelne Angebote der verschiedenen Spargeld-Vermittler vergleichen, sondern insbesondere auch die Bonität der jeweiligen Partnerbank prüfen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Neben einer zufriedenstellenden Bonitätsnote der Bank, sollten Anleger auch darauf achten, dass die Bank in einem Land sitzt, das wirtschaftlich stark genug ist, um diese im Notfall zu stützen, falls es tatsächlich zu einer Schieflage der Bank kommen sollte.

Grundsätzlich sollten Anleger, die sich für ein Festgeldkonto im Ausland entscheiden, auf etwas längere Laufzeiten (3 bis 5 Jahre) setzen, um in den Genuss von höheren Zinsen zu kommen. Trotz der recht ordentlichen Zinsen gilt jedoch: Mit sinnvoll ausgewählten Aktien oder Aktienfonds fahren Anleger in aller Regel besser und erzielen höhere Renditen.

6. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands