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Fiat Chrysler will sich neu erfinden

Qualitätsprobleme bremsen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) immer wieder aus. Millionen Fahrzeuge mussten in den letzten Jahren zurückgerufen werden. Auch bei Umfragen bezüglich der Kundenzufriedenheit schneidet Fiat regelmäßig schlecht ab, der langjährige Qualitäts-Chef Doug Betts musste inzwischen seinen Posten räumen.

Aufgerüttelt von den negativen Entwicklungen ist Fiat Chrysler fest zum Handeln entschlossen. Das Unternehmen will in den kommenden Jahren einen Gang nach oben schalten. Die Tochter Ferrari soll ausgegliedert und an die Börse gebracht werden, die Marke Alfa Romeo soll im neuen Glanz erstrahlen.

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) – der Neuanfang

Die Fiat Chrysler Automobiles (FCA) wurde im Zuge der Integration von Chrysler am 12. Oktober 2014 neu geformt und hat ihren offiziellen Sitz in den Niederlanden (Amsterdam). Im Zuge der Komplettübernahme durch Fiat fällt der Börsengang von Chrysler bis auf weiteres aus. Heute ist Fiat der siebtgrößte Autohersteller der Welt.

Als Geschäftsführer fungiert der Italiener Sergio Marchionne, der nach der erfolgreichen Sanierung von Chrysler ein hohes Ansehen im Konzern genießt. Fiat Chrysler beschäftigt weltweit mehr als 225.000 Mitarbeiter und produziert jährlich mehr als 4,6 Mio. Fahrzeuge in 159 Werken. Die Automobilsparte setzte zuletzt mehr als 81 Mrd. € um.

Unter dem Dach von Fiat werden die Automarken Fiat, Alfa Romeo, Lancia, Maserati, Ferrari und Abarth vertrieben, während Chrysler die Marken Chrysler, Dodge, Jeep, Ram Truck und SRT vermarktet.


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Kooperationen und Partnerschaften

Gemeinsam mit Suzuki arbeitet Fiat Chrysler an der Produktion elektronischer Kontrollsteuerungen für Dieselmotoren, zudem wird der Suzuki SX4 Classic und der Fiat Sedici gemeinsam produziert. Die in Indien produzierten Einspritzmotoren kommen im Suzuki Swift, im Splash und im SX4 zum Einsatz.

Gemeinsam mit einem der weltweit größten Autozulieferer Johnson Controls produziert und vertreibt Fiat Chrysler Instrumententafeln, Türpaneele und Bodenkonsolen.

Auch mit PSA Peugeot Citroen arbeitet  Fiat Chrysler zusammen und produziert unter anderem den Fiat Ducado, den Peugeot Boxer, den Peugeot Expert und den Citroen Jumper. Zudem produziert Fiat Chrysler auch Getriebe für den PSA-Konzern in Argentinien.

Gemeinsam mit dem türkischen Autohersteller Tofaş produziert Fiat leichte Nutzfahrzeuge in Bursa/Türkei. In Zusammenarbeit mit Ford entwickelt und produziert Fiat den Fiat 500 sowie den Ford Ka im polnischen Tychy.

Eine umfangreiche Kooperation besteht ferner auch mit Chinas größtem Autohersteller Shanghai Automotive Industry Corporation(SAIC). Dabei geht es insbesondere um die Produktion und die Entwicklung von leichten Nutzfahrzeugen in China, sowie der Herstellung und den Vertrieb von Motoren. Gemeinsam mit General Motors (GM) produziert Fiat Chrysler Fahrzeuge auf Basis des Fiat Doblò.

Fiat Chrysler – das können Anleger in den nächsten Jahren erwarten

Fiat Chrysler will 10% von Ferrari ausgliedern und an die Börse bringen, die restlichen Anteile sollen an die FCA-Aktionäre gehen.

4 bis 5 Mrd. € will Fiat Chrysler in den nächsten Jahren in Alfa Romeo investieren, zwischen 2015 und 2018 sollen nicht weniger als acht neue Alfa-Modelle auf den Markt kommen. Die Marke Lancia soll sich dagegen künftig vor allem auf den italienischen Markt konzentrieren.

Die US-Marke Dodge soll sich künftig sportlicher präsentieren. Auch die Viper wird in 2016 überarbeitet, ein neuer Fiat Panda ist für 2018 geplant. Die amerikanische Marke Jeep soll seinen Absatz bis 2018 auf 1,9 Mio. Einheiten verdreifachen.

Fiat Chrysler hat ehrgeizige Ziele

Fiat Chrysler hat sich in den kommenden Jahren ehrgeizige Ziele gesetzt, innovative Antriebskonzepte wie ein breites Sortiment an Elektrofahrzeugen sucht man jedoch vergeblich beim neu geformten Autogiganten.

Bezeichnet hierfür ist eine Aussage von Fiat-Chef Marchionne, der Interessenten öffentlich vom Kauf des Elektroautos Fiat 500e abgeraten hat – zu hoch sind die Verluste pro Fahrzeug. Anleger sollten daher erst einmal abwarten, ob Fiat Chrysler seine Qualitätsprobleme und andere Baustellen in den Griff bekommt.

29. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands