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Fibonacci-Retracements: Häufig auftretende Marken im Chart

Wer sich mit Charttechnik auseinandersetzt, wird sehr häufig etwas über Fibonacci-Retracements lesen. Auch viele Nicht-Börsianer kennen Fibonacci-Zahlen aus Dan Browns Thriller „Sakrileg“.

Dabei geht es um eine Zahlenreihe, die den Mathematiker Leonardo Fibonacci (ca. 1170-1240) berühmt gemacht hat – obwohl die Griechen und Inder sie bereits früher verwendet hatten.

Fibonacci-Zahlenfolge

Den Fibonacci-Nummern liegt eine einfache Rechnung zugrunde. Es werden jeweils 2 Zahlen miteinander addiert. Das Ergebnis wird als nächste Zahl in die Reihe geschrieben.

Man beginnt mit 0, 1. Die Summe daraus ist 1. Nun hat man die Reihe 0, 1, 1 und addiert die letzten beiden Nummern. Das ergibt dann 0, 1, 1, 2. So geht es unendlich weiter. Die Fibonacci-Zahlenreihe sieht schließlich so aus: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610, 987, 1597, … Erfolgreich handeln mit Fibonacci-Zahlen


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Fibonacci-Retracements

Unter Fibonacci-Retracements versteht man bestimmte Punkte einer Kursbewegung, die in der Regel bei einer Konsolidierung angelaufen werden. Um diese Punkte zu berechnen, nimmt man Teile der gesamten Bewegung. Welche Teile das sind, ermittelt man mit Hilfe der Fibonacci-Zahlen.

Hierbei teilt man eine Zahl durch die nächste in der Liste. Je größer die Zahlen dabei werden, desto mehr nähert sich das Ergebnis dem Wert 0,618. (987:1597 = 0,618034) Für das Fibonacci-Retracement ergibt sich damit der Bruchteil von 61,8% der Kursbewegung. Die 50%-Marke wird in der Darstellung im Chart ebenfalls oft verwendet.

Als nächste Prozentzahl bekommt man 38,2%, wenn man eine Fibonacci-Zahl durch die übernächste Zahl der Reihenfolge teilt. (610:1597 = 0,381966) Führt man dieses Muster noch einen Schritt weiter, erhält man als nächste Stufe 23,6%. Dieser Punkt wird aber bereits seltener verwendet. So bestimmen Sie Kursziele mit Fibonacci

Börsenkurse folgen Fibonacci-Zahlen

Der Plan ist hier, dass man die Verbindung von einem Tiefpunkt im Chart zu einem Hochpunkt zieht. Aus dieser Distanz vom Hoch zum Tief zeichnet man dann die Fibonacci-Retracements in den Chart.

In folgendem aktuellen Beispiel erkennt man den vergangenen Aufwärtstrend des DAX seit Mitte November 2012. Der Hochpunkt war in diesem Fall am Verfallstag, dem 15.3.2013.

Von den eingezeichneten Fibonacci-Retracements wurden die ersten beiden bereits erreicht. Diese werden auch am häufigsten erzielt. Das 61,8%-Retracement ist sozusagen die Pflicht bei einer Gegenbewegung, alles Weitere die Kür.

Wie man im Chart erkennt, stellte das 61,8%-Retracement auch einen Widerstand dar, weil die Kurse erst einmal mehrfach davon abprallten. Es dauerte einige Tage, bis diese Marke durchbrochen wurde, und dann gab es zumindest noch einen Tag Widerstand beim 50%-Retracement.

Von hier aus können die Kurse generell auch wieder steigen. Eine Konsolidierung kann somit als abgeschlossen betrachtet werden. Dennoch ist natürlich ein weiteres Absinken ebenfalls möglich. Unterm Strich kann man – sobald sich eine Konsolidierung abzeichnet – davon ausgehen, dass mindestens ein Fibonacci-Retracement erreicht wird.

Entsprechend kann man diese Analyse auch handeln: Ein Stop-Loss sollte über dem Hochpunkt, also der 100%-Marke, gewählt werden.

18. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.