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Fielmann: Offline zum Erfolg

„Brille? Fielmann!“

Der ebenso knappe wie eingängige Werbespruch des Familien-Unternehmens zahlt sich aus: Wer hierzulande eine Brille kauft, tut dies oftmals bei Fielmann.

Die Firma ist der Brillen-Verkäufer Nr. 1 – doch er widersetzt sich einem zunehmenden Trend. Die Rede ist vom Online-Handel.

Seit Jahren klagen Einzelhändler über leere Innenstädte oder darüber, dass sich die Kunden im Geschäft kostenlos beraten lassen, um dann doch online günstiger einzukaufen.

Zeitlich flexibel lässt sich im Internet inzwischen nahezu alles bestellen und bequem nach Hause liefern. Auch Brillen sind dort längst im Angebot.

Augen-Vermessung bisher nur offline möglich

Allerdings gibt es beim Brillenverkauf im Netz eine Hürde, die bei anderen Produkten entfällt: die Messung der Sehstärke.

Diese kann bislang nicht zuverlässig online vorgenommen werden, sondern erfordert nach wie vor den Gang zum Augenarzt oder Augenoptiker – oder eben ins Brillen-Geschäft.

Und wer schon einmal in der Filiale ist, wird auch gleich vor Ort eine Brille kaufen, anstatt sich mit den Messergebnissen wieder selbst online auf die Suche zu machen, so die fielmannsche Theorie.


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Andere Anbieter setzen auf eine Kombination aus Online-Handel und Partner-Filialen, so etwa der noch relativ junge Brillen-Versandhändler Mister Spex:

Die Kunden lassen ihre Augen bei einem der Partner-Optiker vermessen und bestellen ihre Brille anschließend auf der Website.

Der modische Aspekt beim Brillenkauf

Auch dieses Modell stößt auf Gegenliebe, immerhin ist das Geschäft in den vergangenen Jahren gewachsen.

Nichtsdestotrotz werden die meisten Brillen nach wie vor in Filialen vor Ort verkauft – womöglich auch aufgrund modischer Aspekte, denn beim Optiker können verschiedene Brillen-Modelle anprobiert werden.

Beim Onlinekauf muss man sich hingegen relativ blind darauf verlassen, dass einem das gewählte Modell gut zu Gesicht steht.

Womöglich ist auch das ein Grund dafür, dass der Online-Handel mit Brillen zwar zunimmt, aber doch noch relativ gering ausfällt, während Kontaktlinsen immer öfter im Netz bestellt werden.

Hier setzt man sich schließlich kein schmales, buntes oder auffälliges Gestell ins Gesicht, stattdessen geht es allein um die Sehstärke

Einmal gemessen, lassen sich die Linsen tatsächlich bequem im Netz bestellen – zumal sie auch öfter ausgetauscht werden müssen als eine Brille.

Online-Handel mit Kontaktlinsen boomt

Während beim Brillen-Handel gerade einmal 4% des Umsatzes online gemacht werden, sind es bei den Kontaktlinsen bereits 40% – Tendenz steigend.

Kein Wunder also, dass auch Fielmann inzwischen auf dieses Pferd setzt:

In Österreich können Kunden ihre Kontaktlinsen inzwischen via App bei Fielmann bestellen. In Deutschland ist dieser Service (noch) nicht etabliert, wird aber wohl in absehbarer Zeit kommen.

Auch an der Online-Messung der Sehstärke tüfteln bereits fleißige Start-ups, doch bislang ist das noch Zukunftsmusik.

Ehe sich hier eine Technologie etabliert hat, wird Fielmann wohl weiterhin auf seine Filialen, treue Kunden und den richtigen Werbe-Slogan setzen.

Der Erfolg gibt dem Unternehmen recht: Im Jahr 2015 legte der Konzern-Umsatz um 6% zu auf 1,3 Mrd. €, wobei sich v. a. das Auslands-Geschäft gut entwickelt hat.

Der Vorsteuer-Gewinn lag mit 240 Mio. € ebenfalls 6% höher als im Vorjahr. Unterm Strich blieben rund 171 Mio. € stehen.

Das zahlt sich auch für die Anleger aus: Die Dividende wurde erhöht von 1,60 auf 1,75 € je Aktie.

2016-05-06 Fielmann

7. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.