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Finanzamt Steuerhinterziehung melden – Bürgerpflicht?

Die Bereitschaft in der deutschen Bevölkerung, dem Finanzamt Steuerhinterziehung zu melden, ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen.

Spektakuläre Fälle wie der Kauf der „Steuersünder-CD“ durch deutsche Finanzämter und Selbstanzeigen von Spitzenverdienern haben gezeigt, welch riesige Schäden durch Steuerhinterziehung entstehen.

Ausgleichen muss diese Schäden die Allgemeinheit – dem Finanzamt Steuerhinterziehung melden hilft, solche Schäden zu vermeiden.

Dem Finanzamt Steuerhinterziehung melden – eine Form der Zivilcourage

Experten schätzen den Anstieg der Personenzahl, die dem Finanzamt Steuerhinterziehung meldet, auf 50 Prozent. Diese Entwicklung spricht für die persönliche Motivation von Bürgern, sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Denn eine generelle Pflicht zur Anzeige von Straftaten besteht in Deutschland nicht. Gleichwohl ist jeder Bürger anzeigeberechtigt. Auch die Form der Anzeige ist in unterschiedlicher Ausprägung möglich. Sie reicht von der anonymen Anzeige bis zu protokollierten Zeugenaussagen.

Wer dem Finanzamt Steuerhinterziehung melden will, darf davon ausgehen, dass er auch als personell erfasster Zeuge in einem etwaigen Prozess anonym bleiben kann.

Anzeige Steuerhinterziehung – was beinhaltet sie?

Idealer Weise geht die Anzeige Steuerhinterziehung genau bei dem Finanzamt ein, das die Veranlagung des möglichen Steuersünders durchführt. Es ist aber auch möglich, übergeordneten Finanzorganen die Anzeige zu übergeben.

Diese sind zur Weiterleitung an die zuständigen Stellen verpflichtet. Die Angaben zum Tatbestand der Steuerhinterziehung sollten so genau wie möglich sein. Dazu gehören die Personalien des Täters und der an der Hinterziehung beteiligten Personen.

Wichtig für das Finanzamt ist vor allem der Sachverhalt, mittels dessen Steuern hinterzogen worden sind. Je genauer diese Angaben sind, desto gezielter kann die Steuerbehörde vorgehen, bspw. mit einer auf bestimmte Bereiche orientierten Steuerprüfung.

Hilfreich ist es außerdem, wenn weitere Zeugen benannt und Beweismittel oder Unterlagen zur Verfügung gestellt werden können. Beachtet werden muss auch der zeitliche Rahmen, wenn Sie dem Finanzamt Steuerhinterziehung melden.

Dem Finanzamt Steuerhinterziehung melden – welche Zeiten sind bedeutsam?

Eine Anzeige bezüglich Steuerhinterziehung ist nur „rückwirkend“ möglich, denn der Straftatbestand ist erst erfüllt, wenn dem Finanzamt eine falsche Steuererklärung vorliegt oder die Frist für das Einreichen abgelaufen ist.

Mehr als 10 Jahre darf die Steuerhinterziehung allerdings nicht zurückliegen – dann greift die Verjährungsfrist. Angaben zum laufenden Jahr können als Anzeige eingereicht werden, kommen jedoch nur für spätere Prüfungen in Betracht.

Dem Finanzamt Steuerhinterziehung melden – hohe persönliche Verantwortung

Die Finanzverwaltung ist per Gesetz verpflichtet, jeder Anzeige bezüglich einer Steuerhinterziehung nachzugehen, wenn in der Anzeige ausreichende Anhaltspunkte für eine Steuerstraftat enthalten sind.

Personen, die dem Finanzamt Steuerhinterziehung melden, setzen damit eine Aufklärungsmaschinerie in Gang, die weitreichende Folgen für die Betroffenen haben können. Die Verdachtspunkte sollten also stichhaltig sein. Wer Personen wissentlich falsch verdächtigt, begeht selbst eine Straftat.

30. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.