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Finanzberater haften für unrealistische Versprechen

100 Prozent Rendite in 40 Wochen? Oder lieber 350 Prozent Rendite in zwei Jahren?

Diesen verlockenden Versprechungen eines Finanzberaters ist zu Jahresbeginn 2007 ein Anleger auf den Leim gegangen.

Er investierte eine Viertelmillion Euro in diese Geldanlage, während der Finanzberater für seine Vermittlung 5.000 Euro einstrich. Doch die versprochene Rendite stellte sich nicht ein.

Die Staatsanwaltschaft erhob Klage. Die gute Nachricht auch für Sie als Investor: Er bekam seine Einlage komplett zurück, klagte aber vorm Landgericht Coburg auf Erstattung der gezahlten Provision und wollte auch die entstandenen Zinsverluste von knapp 12.000 Euro erstattet bekommen.

Finanzberater haftet auch für Provision und Zinsen

Die Richter entschieden im Sinne des Klägers und wiesen darauf hin, dass der Finanzberater den Anleger nicht umfassend und korrekt über die tatsächlichen Umstände der Geldanlage informiert habe.

Außerdem befanden die Richter, dass der Finanzberater die wirtschaftliche Plausibilität des Anlagekonzepts hätte überprüfen müssen.

Als Fachmann hätte der Berater außerdem wissen müssen, wie unseriös die Sicherheit/Rendite-Kombination ist.


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Daher muss der Berater auch die erhaltene Provision und die entgangenen Anlagezinsen zahlen.

Das Landgericht Coburg legte die Höhe der entgangenen Anlagezinsen bei fünf Prozent pro Jahr fest.

Landgericht Coburg, Aktenzeichen 21 O 135/08

Schutz vor eigennützigen Renditeversprechungen

Finanzberater verdienen am Abschluss von Geldanlage-Geschäften.Daher sind die Renditeversprechungen nicht uneigennützig.

Wie das „Handelsblatt“ berichtet, wird der Schutz vor unseriösen Finanzmaklern und dubiosen Anlage-Empfehlungen nicht erhöht.

So sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner: „Wenn es gut geht,werden wir im Dezember oder Januar zwar kein Gesetz, aber Handlungsempfehlungen vorlegen“.

Ein angemessener Anlegerschutz wird also auf die lange Bank geschoben. Bislang ist lediglich die Prüfung einer unabhängigen Stiftung für Finanzprodukte geplant – bis zur eventuellen Einführung können jedoch noch Jahre verstreichen.

In der fehlenden Prüfungsinstanz für Finanzprodukte liegt auch das größte Manko, das mehr Anlegerschutz im Weg steht: Während in Deutschland beispielsweise Versicherer einen Nachweis über ihre Qualifikation liefern müssen, besteht diese Verpflichtung bei Finanzdienstleistern nicht.

An dieser Stelle könnte jedoch bald Bewegung in das festgefahrene Räderwerk kommen: Union und FDP haben im Koalitionsvertrag verankert, dass die Anforderungen an Finanzberater und Vermittler bei Berufshaftpflicht und Qualifikation vereinheitlicht werden sollen.

Ein Zeitplan für diese Vereinheitlichung existiert bislang jedoch noch nicht. Sicherheitschecks finden Sie dagegen etwa im „Der Geldanlage-Berater“ mit seinem „KpG“-Konzept (Kapitalerhalt- und Gewinn-Konzept).

Stärkere Prüfung von Anlageprodukten nicht im Koalitionsvertrag

Ursprünglich hatte die FDP geplant, dass Anlageprodukte von zwei unabhängigen Ratingagenturen auf Herz und Nieren geprüft werden.

Doch diese Forderung ist in den Koalitionsverhandlungen unter den Tisch gefallen.

Solange die Bundesregierung Anleger im Regen stehen lässt und auf Gedeih und Verderb windigen Beratern ausliefert, solange sollten Sie als Investor auf vertrauenswürdige und nachvollziehbare Quellen setzen.

Während in England die Finanzaufsicht eine der tragenden Säulen beim Anlegerschutz ist, schaut die BaFin in Deutschland nahezu tatenlos zu.

Bedenken Sie immer, dass Finanzmakler nicht Ihren persönlichen Gewinn im Auge haben, sondern in erster Linie an die eigene Provision denken.

Wie Sie Ihr Vermögen vermehren und absichern, ohne dabei auf die ‚Hilfe‘ von professionellen Vermögensberatern angewiesen zu sein, erfahren Sie in „Der Geldanlage-Berater“.

2. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.