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Finanzderivate stabilisieren Aktienmärkte

Finanzderivate, wie etwa Optionsscheine oder Zertifikate, sind nicht nur durch die Finanzkrise und aufgrund des Vorwurfs mangelnder Transparenz in die Kritik geraten.

Zusätzlich wird immer wieder vehement auf ein hohes Risikopotenzial der Derivate hingewiesen, das so von den Emittenten nicht immer an den Markt kommuniziert würde.

Mehr dazu: Was sind Derivate? Eine Definition

Allerdings können die Finanzderivate zum einen vor allem in Phasen kräftiger Kursrückschläge als Absicherungsinstrument dienen.

Die Investoren können das Renditerisiko in fallenden Märkten durch das so genannte Hedging erheblich mindern.

Mehr dazu: Derivate in Hedgefonds

Bei der richtigen Wahl des Instruments kann man zugleich auch überproportional von steigenden Märkten profitieren.

Denn Zertifikate oder Optionsscheine reagieren durch ihre Hebelwirkung überproportional auf die Marktbewegungen.


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Zudem spiegeln sie auch die im Internetzeitalter schnell verfügbaren Informationen sofort in ihren Kursen wider.

Finanzderivate stabilisieren Aktienmärkte – Zertifikate erhöhen dort die Liquidität

Eine Lanze für die Finanzderivate wurde in einer Studie von Dr. Sigrid Müller, Professorin der Humboldt-Universität Berlin, gebrochen.

Nach ihren Erkenntnissen stabilisieren Finanzderivate Aktienmärkte. Somit profitiere der gesamte Aktienmarkt von der Ausgabe der Zertifikate.

Ihre Aussage: „Zertifikate wirken stabilisierend auf den Aktienmarkt. Sie erhöhen die Liquidität und können die Schwankungsbreite des Aktienkurses verringern. Zertifikate erhöhen das Handelsvolumen und wirken positiv auf den Aktienkurs.“

Zugleich wird in der Studie aufgezeigt, warum die von der Politik und den Anlegerschutzverbänden geforderten Transparenzvorgaben nicht so einfach umzusetzen sind:

Entgegen der Annahme der Politiker, die den Emittenten ein geringes Interesse an der Offenlegung der Kosten von Derivaten zusprechen, können diese nämlich nicht getrennt ausgewiesen werden.

Die Emittenten sichern sich in einem mehrstufigen Prozess gegen mögliche Verluste ab, wobei die Absicherungspositionen der einzeln platzierten Zertifikate bei den Banken gebündelt werden.

Der Emittent hält also nicht, wie angenommen, die genaue Gegenposition des Investors.

Dennoch ist die Kritik an Derivaten, besonders aufgrund deren verheerender Auswirkungen auf die Finanzkrise, gut verständlich.

So wurden diese besonders zur Verbriefung von Subprime-Krediten verwendet. Damit wurde wiederum die hohe Ausfallgefahr der Kredite verschleiert.

Zusammen mit den guten Ratings wurden diese Derivate an die Investoren verkauft und damit auf viele Schultern verteilt.

Erst damit entstand der Dominoeffekt, welcher zur größten Finanzkrise der Nachkriegsära geführt hat.

Die Emittenten von Derivaten konnten Unsummen verdienen und blähten das System derart auf, dass es irgendwann einmal unweigerlich zum Zusammenbruch kommen musste.

Richtig angewendet, können Finanzderivate ein sehr wertvolles Instrument sein

Wenn aber Zertifikate und Derivate in einer regulierten Umgebung für den ursprünglichen Zweck verwendet werden, nämlich zur Absicherung von tatsächlich stattfindenden Geschäften, erfüllen sie eine wichtige Funktion:

Sie dienen quasi als Ver- und Absicherung gegenüber künftigen Preisänderungen und können dabei sogar das unternehmerische Risiko stark minimieren.

30. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.