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Finanzielle Vorsorge für (Enkel-)Kinder: In 3 Schritten abgesichert

Beim Vermögensaufbau gilt bekanntlich die Regel: Je früher Sie damit beginnen, desto besser. Denn dann können Sie umso stärker vom Zinseszinseffekt profitieren.

Dies macht die finanzielle Vorsorge für Kinder besonders attraktiv. Denn hier steht Ihnen in der Regel bis zur Volljährigkeit ein langer Anlagezeitraum zur Verfügung, den Sie nicht unnütz verstreichen lassen sollten.

Wenn Sie beispielsweise gleich bei Geburt Ihres Kindes oder Enkelkindes 10.000 Euro in einen Fonds anlegen, sind es nach 18 Jahren bei einer durchschnittlichen Rendite von 8% stolze 39.960 Euro. Das reicht trotz der Inflation locker für den Führerschein, das erste Auto und eine erste Wohnungseinrichtung.

Ihr zusätzlicher Vorteil der langen Ansparphase: Eine höhere Sicherheit

Denn kurzfristige Turbulenzen an den Finanzmärkten brauchen Sie nicht zu fürchten.

Einige Jahre nach den Kurseinbrüchen ist die Sache längst wieder ausgestanden und in der Zwischenzeit kaufen Sie – idealerweise mit einem Fondssparplan – zu günstigen Kursen ein

Finanzielle Vorsorge für Kinder: In 3 Schritten zum Erfolg

In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, wie Sie beim Vermögensaufbau für Ihre Kinder oder Enkelkinder richtig vorgehen. Im Einzelnen:

1. Schritt: Wie Sie den zukünftigen finanziellen Bedarf richtig kalkulieren.

2. Schritt: Wie Sie die Höhe der dafür notwendigen Sparbeträge ermitteln.

3. Schritt: Welche Investments Ihnen die besten Renditechancen bieten.

1. Schritt: Wie Sie den finanziellen Bedarf richtig kalkulieren

Bei den meisten zukünftigen Ausgaben, etwa den Führerschein, können Sie den Zeitpunkt und die Summe ungefähr vorhersagen. Schwieriger wird es bei der Berufsausbildung oder einem Studium. Dafür lohnt es sich auf jeden Fall, etwas mehr anzusparen, damit dem Nachwuchs alle Möglichkeiten offen stehen.

Sollte weniger Geld benötigt werden, kann der Rest immer noch für eine private Altersvorsorge verwendet werden. In Anbetracht der leeren Rentenkassen werden die heutigen Kinder im Alter darauf angewiesen sein.

Wichtig: Berücksichtigen Sie bei der Planung die Inflation

Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust ist ein wichtiger Einflussfaktor bei der Berechnung von zukünftigen Geldbeträgen. Mit einem Betrag von 10.000 Euro werden Sie in 20 Jahren nicht mehr das kaufen können, was Sie heute dafür bekommen.

Aber dieses Problem können Sie leicht lösen. Rechnen Sie einfach bei allen ermittelten Beträgen einen Inflationsausgleich von 2% hinzu – dem Mittelwert der letzten Jahre.

Sie möchten Ihrem gerade geborenen Enkelkind zum Berufsstart oder Studienbeginn in voraussichtlich 18 Jahren mit einer Summe von 20.000 Euro – nach heutiger Kaufkraft – unterstützen. Sie können dafür den Faktor für einen 2%-igen Inflationsausgleich von 1,482 ermitteln. Diesen multiplizieren Sie mit der Summe von 20.000 Euro und erhalten 28.940 Euro als Ansparsumme.

2. Schritt Einmalanlage oder Sparbeträge: So rechnen Sie richtig

Im zweiten Schritt treffen Sie eine grundsätzliche Entscheidung: Möchten Sie eine hohe einmalige Summe anlegen oder lieber regelmäßige kleine Beträge? Denkbar ist auch eine Kombination aus beidem.

Der Vorteil eines Sparplanes: Der Cost-Average-Effekt

Das regelmäßige Ansparen gleich hoher Beträge über einen langen Zeitraum gleicht die Schwankungen des Aktienmarktes weitgehend aus. Ein weiterer Vorteil: Bei niedrigeren Kursen kaufen Sie mehr Anteile des betreffenden Fonds oder Zertifikats, bei höheren Kursen entsprechend weniger Anteile.

Somit erzielen Sie bei Sparplänen insgesamt einen niedrigeren Durchschnittpreis. Dies wird als Cost-Average-Effekt (übersetzt Durchschnittskosten-Effekt) bezeichnet. Den Tabellen auf Seite 4 können Sie entnehmen, wie sich Sparpläne und Einmalanlagen bei verschiedenen Laufzeiten und Renditen entwickeln. Nutzen Sie diese Übersicht, um die Höhe Ihrer monatlichen Sparbeträge zu kalkulieren.

Mit welcher Rendite Sie rechnen können, hängt davon ab, wie Sie die Beträge anlegen. Für die Anlage in Aktienfonds ist eine Rendite von 8 bis 10% pro Jahr realistisch, bei Mischfonds sind es langfristig 5 bis 7%. Banksparpläne bringen Ihnen den vereinbarten Zinssatz.

Beispiel: Sie möchten Ihrem Kind zu seinem voraussichtlichen Studienbeginn in 8 Jahren 25.000 Euro zukommen lassen. Den Inflationsausgleich haben Sie dabei bereits in diese Summe einkalkuliert. Sie rechnen mit einer durchschnittlichen Rendite von 8% jährlich für Aktienfonds.

Mit einem Sparplan von 100 Euro monatlich erreichen Sie bei 8%-iger Rendite in 8 Jahren einen Endbetrag von 13.317 €. Legen Sie 200 Euro monatlich an, bekommen Sie das Doppelte heraus: 26.317 Euro.

Eine Einmalanlage von 1.000 Euro würde Ihnen bei 8% Rendite nach 8 Jahren 1.851 Euro einbringen. Wenn Sie als Einmalanlage 14.000 Euro wählen, erreichen Sie voraussichtlich einen Endbetrag von 14 x 1.851 = 25.914 Euro.

Fazit: Mit der Einmalanlage brauchen Sie für die etwa gleiche Endsumme zwar insgesamt weniger einzahlen (14.000 Euro gegenüber 19.200 Euro beim Sparplan), doch dafür müssen Sie das gesamte Geld gleich zu Beginn investieren. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem persönlichem Geschmack und Ihren finanziellen Möglichkeiten ab.

5. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.