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Finanzkrise: Neue Eskalation im Anmarsch

„Aus Schaden wird man klug“, das gilt wohl für die meisten „Normalsterblichen“.

Für Banker scheint dieser einfache Lerneffekt nicht zu gelten. Spiele ich mit den Worten weiter, ließe sich fragen:

“Woraus werden Banker klug?“ Oder: „Werden Banker klug?“ Oder: „Ist nicht Klugheit und Banker per se ein Widerspruch?“

Keine pauschale Kritik an Bankmitarbeiter

Um einem möglichen Protest entgegenzuwirken: Ich meine nicht den Banker in der Filiale „um die Ecke“. Ich meine nicht den Kassierer, Anlage-, Kredit- oder Kundenberater, der Ihnen in Ihrer Bank gegenübersteht.

Diese Damen und Herren erfüllen ihre Aufgaben und haben dieselbe Aussicht, „aus Schaden klug zu werden“, wie Sie und ich.


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Investment-Banker werden nicht klug

Ich meine die skrupellosen und rücksichtslosen Zocker, die Investment-Banker, die auf Risiko und Kosten der Steuerzahler mit Milliarden und Billionen um sich schmeißen, dabei böse Schiffbruch erlitten haben und nun denselben „Mist“ wiederholen.

CDOs: Der Giftmüll der Finanzkrise lebt wieder auf

In der Eskalation der Finanzkrise ab 2007 standen die sogenannten „Collateralized Debt Obligations“, kurz: CDOs, im Mittelpunkt.

Wikipedia schreibt zu diesem Giftmüll der Finanzwelt: „Von Medien und Wissenschaftlern werden die Komplexität von CDO-Produkten, die mangelnde Transparenz der Produkte, das Versagen der Rating-Agenturen bei der korrekten Bewertung dieser Instrumente und die mangelnde Aufsicht der staatlichen Organe für die finanziellen Verwerfungen der Finanzkrise ab 2007 verantwortlich gemacht.“

CDOs in Kurzform: Komplexe Finanzprodukte, die hypothekenbesicherte Wertpapiere bündeln und nach Risikoklassen einteilen. Durch Platzen der damaligen Immobilienblase gerieten viele Finanzinstitute durch zu viele CDOS im eigenen Bestand in gravierende Schieflage. Die Pleite von Lehman Brothers war nur eine besonders markante Auswirkung.

CDOs: Der Müll der Finanzkrise ist wieder salonfähig

Seinerzeit rettete die US-Notenbank Fed den US-Versicherungsriesen AIG vor der Pleite, indem die Fed diesen Giftmüll von der AIG kaufte.

Jetzt hat sich der US-Häusermarkt etwas (und meine Betonung liegt auf: etwas!) erholt. Die Fed will die CDOs verkaufen. Und schau an, wer bewirbt sich für den Giftmüll? Die Banken. In vorderster Reihe gerne dabei, wenn es um Risiko zulasten des Steuerzahlers geht: die Deutsche Bank.

Die einfache Rechnung der Deutschen Bank

Natürlich bieten die CDOs eine Gewinnchance. Die Blase muss halt „nur“ wieder genügend aufgepumpt werden, damit der Müll weiterverkauft werden kann. Dafür haben die Banken dann ihre Kunden, denen Sie den Giftmüll mit salbungsvollen Worten in die Depots drücken.

Das Risiko der Deutschen Bank ist überschaubar: Ist sie doch „too big to fall“ (zu groß, um in die Pleite zu rutschen). Denn eine Pleite der Deutschen Bank kann sich Deutschland nicht leisten.

Also würde gegebenenfalls der Steuerzahler den Finanzsektor mit weiteren Milliarden subventionieren, frei nach Motto: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

Der ganze Mist geht also wieder von vorne los. Bis die nächste Bank kippt.

Selbst gestandene Wirtschaftsfachleute sagen: Banken verstaatlichen

Mittlerweile kommen selbst gestandene Wirtschaftsfachleute, die dem linken Lager absolut nicht zugerechnet werden können, zu dem Schluss: Verstaatlicht die Banken.

So schwer wäre es nicht: Das klassische Geschäft der Banken, Sparen und Kreditwesen, würde verstaatlicht. Der Investmentbank-Bereich würde privatisiert und zu dem was er ist: ein Hedgefonds. Aber dann gäbe es einen Unterschied: Das Risiko der Pleite wäre inbegriffen.

17. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.