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Finanzmarkt: So funktioniert der Kapitalmarkt

Finanzmarkt ist ein Oberbegriff, der alle Märkte einschließt, an denen der Handel mit Kapital stattfindet. Anders als bei Gütermärkten werden hier ausschließlich Geldzahlungen getauscht.

Insofern ist der Begriff Kapitalmarkt missverständlich, schließlich wird auch in anderen Teilbereichen mit Kapital gehandelt. Passender scheint daher die Bezeichnung „Kreditmarkt“.

Das Kapital auf einem Finanzmarkt wird in verschiedenen Formen gehandelt. Das können Wertpapiere, verbriefte Rechte, aber auch Kreditverträge sein – und um die geht es auf einem Kapitalmarkt.

Finanzmarkt als Oberbegriff: Geld-, Devisen- und Kapitalmarkt

Der Finanzmarkt teilt sich in 3 Bereiche, zu denen der Kapitalmarkt gehört. Auch der Geld- und Devisenmarkt werden hinzugezählt.

Der Geldmarkt umfasst den Handel von Wertpapieren und Krediten und grenzt sich gegenüber den anderen Teilbereichen – Devisen- und Kapitalmarkt – durch die Dauer seiner Fristen ab.

So haben Kredite eine Laufzeit von mindestens einem Tag und maximal einem Jahr, Wertpapiere werden hingegen losgelöst von der Laufzeit auf dem Geldmarkt gehandelt.

Der Handel am Geldmarkt dient vorwiegend der Überbrückung von Zahlungsengpässen und wird vorwiegend von Banken und Industrieunternehmen genutzt.

Auf dem Devisenmarkt werden Währungen getauscht. Dieser Tausch findet entweder als Kassa-Geschäft statt – im Tausch gegen die Inlandswährung – oder als Termingeschäft.

Geschäfte am Devisenmarkt werden vorwiegend außerbörslich getätigt und laufen mittlerweile vollelektronisch ab.

Mehr zum Thema: Devisenmarkt: So funktioniert der Forex

Der Kapitalmarkt als Unterbereich

Am Kapitalmarkt bieten Anbieter ihr Kapital Nachfragern an, die wiederum als Kapitalnehmer auftreten. Dies können Unternehmen, staatliche Institutionen, aber auch Privatpersonen sein. Anders als am Geldmarkt sind die Kredite mittel- bis langfristig angelegt.

Die Anbieter verfolgen das Ziel, ihr Kapital durch die Leihgeschäfte zu vermehren, wobei ihre Rendite je nach Anlageform und Art des Kapitalmarktes fix sein oder variieren kann.

Das Risiko ist hierbei ein wesentlicher Faktor: So ist die Rendite normalerweise umso höher, je riskanter eine Anlage ist. Vorsicht geboten ist also bei Angeboten, die mit sehr geringem Risiko und hoher Rendite werben.

Mehr zum Thema: Grauer Kapitalmarkt – Vorsicht vor unseriösen Anbietern

Risiko und Rendite am Kapitalmarkt

Grundsätzlich wird zwischen 2 Anlageformen unterschieden, die das Risiko und die Renditemöglichkeiten beeinflussen:

So kann der Anbieter sein Kapital als Eigen- oder Fremdkapital bereitstellen.

Bei einer Bereitstellung als Eigenkapital erhält der Anbieter vom Nachfrager Unternehmensanteile in Form von Aktien. Dies kann den Vorteil mit sich bringen, dass er vom Erfolg des Unternehmens mitprofitiert,  er trägt jedoch auch ein höheres Verlustrisiko.

Als Fremdkapital ist die Rendite meist festgeschrieben, das Risiko jedoch oft geringer.

Als risikoarm gelten etwa Staatsanleihen, die je nach wirtschaftlicher Gesundheit des ausstellenden Staates jedoch eher renditeschwach sind.

Mehr zum Thema: Staatsanleihen Definition

Die unterschiedliche Risikoanfälligkeit hängt auch mit dem Emittentenrisiko zusammen. Ist der Kreditnehmer insolvent, so kann das für den Anbieter bedeuten, dass auch sein Geld verloren ist.

Da bei einer Insolvenz jedoch die Gläubiger Vorrang haben, die Fremdkapital stellen, können diese im Insolvenzfall eher mit einer Auszahlung der bestehenden Forderungen rechnen als Eigner von Eigenkapital, zu denen auch Aktionäre gehören.

13. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Max Fassbender
Von: Max Fassbender. Über den Autor

Max Fassbender arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.