Wer jetzt noch in Immobilien investiert, riskiert viel, meinen Analysten.
Die Finanzmarktkrise betrifft auch Immobilienbesitzer, an die sich der Staat in seiner Geldnot wenden wir, so die Befürchtung.
Die Instrumente sind einfach, die Gefahr wächst. Wir bestätigen dies, meinen jedoch: Immobilien sind trotz dieser Warnung geeignet.
Immobilien: Staat kennt Alles
Das Grundbuch spätestens erlaubt dem Staat den Zugriff auf Ihr Vermögen. Dort steht schwarz auf weiß, was Sie haben, wo es sich befindet, wie die Besitzverhältnisse sind. Kurzum:
Eine einfache Quelle für den Staat, um sich a) zu bedienen und b) um vorab bereits auszurechnen, wie groß die künftige Einnahme sein wird.
Daher werden Behörden jetzt bereits die Taschenrechner bedienen, um Steuereinnahmen zu kalkulieren. Diese Spekulation von Analysten halten wir für richtig.
Auf der anderen Seite stehen genau daraus folgend Warnungen: kaufen Sie keine Immobilien, so die Botschaft. Der Sprung ist weit. Wir räumen Stück für Stück auf.
- Wer Immobilien als Vermieter jetzt noch kauft, muss tatsächlich mit künftigen Mietstopps rechnen und diese einkalkulieren. Explodieren die Preise, steht das Gesetz gegen einen möglichen und wichtigen Vermögensschutz.
- Wer Immobilien kauft, um diese selbst zu nutzen, ist von diesen Überlegungen überhaupt nicht betroffen. Eine Preisexplosion vermeiden Sie nicht, aber: Sie haben das berühmte "Dach über dem Kopf". Dies hilft Ihnen nicht gegen stark steigende Energiekosten, Abgaben, Gebühren oder Steuern. Allerdings würden Sie mit diesen Kosten auch konfrontiert werden, wenn Sie mieten. In aller Regel dürfen Vermieter zumindest die mietabhängigen Kosten umlegen.
- Schließlich eine weitere Überlegung zum Thema "Staat und Zugriff". Rechnen Sie in einer stark um sich greifenden Krise damit, dass der Staat sich auch Einblick und Zugriff auf diverse Bankkonten verschaffen wird. In der Geschichte passierte dies in aller Regel nicht so augenfällig, nur: im elektronischen Zeitalter ist dieser Zugriff technisch in wenigen Schritten durchgesetzt.
- Steuererhöhungen wird es dann auch auf andere Vermögensarten wie Aktien, Anleihen bis hin zu Versicherungsleistungen geben. Einen gesetzliche Bestandsschutz, etwa Investitionen nach Treu und Glauben, gibt es nicht.
Absoluter Schutz nicht möglich
Die schlichte Wahrheit lautet, dass Sie Ihr Vermögen mit keiner denkbaren Anlageart sicher werden schützen können. Verteilen und streuen Sie es hingegen, werden einzelne Maßnahmen nur Schritt für Schritt folgen.
Es bleibt Ihnen genügend Zeit, um die nicht betroffenen Vermögensbestandteile zu sichern.
GeVestor meint: Dass "nur" Immobilieneigentümer zur Kasse gebeten werden, ist ein Ammenmärchen.
Denken Sie daran, dass die entscheidende Politik ebenfalls aus Menschen besteht - und diese in aller Regel eigene Immobilien besitzen oder gekauft haben. In dem Sinne sind Immobilien sicherer als Aktien - die kaum ein Politiker besitzt.



