MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Fixkosten berechnen: Know-how für Haushalte und Unternehmen

Fixe Kosten (auch Fixkosten genannt) sind feststehende Beträge, die unabhängig von der Ausbringungsmenge, das heißt der Produktion eines Unternehmens, über einen bestimmten Zeitraum konstant bleiben.

Zu den Fixkosten gehören beispielsweise Miete, Löhne, Gehälter oder Kreditraten.

Ein Unternehmen hat also auch dann Fixkosten zu begleichen, wenn seine Produktionsmenge 0 beträgt.

Fixkosten vs. variable Kosten: Die Unterscheidung ist maßgeblich

Das Gegenteil der Fixkosten sind die variablen Kosten.

Will man also die Fixkosten eines Unternehmens oder auch eines privaten Haushaltes berechnen, ist es wichtig, die Unterscheidung zwischen Fixkosten und variablen Kosten zu kennen.

Mehr dazu: EBIT: Die Kennziffer zum Unternehmensvergleich.

Auf den privaten Haushalt bezogen, wird der Unterschied zwischen den beiden Kostengrößen besonders deutlich.

So handelt es sich bei Fixkosten beispielsweise um die monatliche Miete oder die Internetflatrate. Das heißt, diese Kosten fallen monatlich immer an, unabhängig davon, wie viel Zeit man im Internet oder in der Wohnung verbringt.

Als variable Kosten hingegen würde man Kosten für Neuanschaffungen von Waren, Geräten und anderen Teilen für das Haus und den Haushalt bezeichnen.

Auch Kosten für Wartungsarbeiten und Reparaturen gelten als variable Kosten.

Fixkosten berechnen: So geht’s auf kleinem Niveau

Die Gesamtkosten eines Unternehmens oder Haushaltes setzen sich aus den Fixkosten und den variablen Kosten zusammen:

Gesamtkosten = Fixkosten + variable Kosten

In einem privaten Haushalt lassen sich die verschiedenen Kosten relativ leicht voneinander unterscheiden, sodass eine Ermittlung der Fixkosten keine große Schwierigkeit darstellt.

Indem man die oben aufgezeigte Gleichung nach den Fixkosten umstellt, erhält man diese relativ schnell und einfach:

Fixkosten = Gesamtkosten – variable Kosten

Versucht man dieses Verfahren nun bei der Kostenspaltung eines Unternehmens anzuwenden, wird sich recht schnell zeigen, dass die Einteilung in variable Kosten und fixe Kosten bei so vielen Aufwendungen in der Regel nicht klar ersichtlich ist.

Mehr dazu: Gewinn und Bilanz: Was sie aussagen und wie sie zusammenhängen.

In der Praxis übernimmt diese Aufgabe oftmals der Controller, wodurch die Kosteneinteilung einer subjektiven Schätzung unterliegen kann.

Zur Ermittlung der Fixkosten eines Unternehmens ist es daher in der Regel sinnvoll, die sogenannten Schichtkosten zu kennen.

Fixkosten berechnen mithilfe des Schichtkostenverfahrens

Das Schichtkostenverfahren ermittelt die Kostenspaltung eines Unternehmens unter Berücksichtigung des oberen und des unteren Endes einer Produktionsschicht.

Schritt 1:

Man schätzt die maximal und die minimal zu erwartende Leistung einer bestimmten Produktionsschicht. Im folgenden Beispiel schätzen wir die Kosten für Gehälter bei einer bestimmten Produktionsanzahl:

Gehälter für 5.000 Stück (minimale Leistung): 22.000 €

Gehälter für 21.000 Stück (maximale Leistung): 38.000 €

Schritt 2:

Man ermittelt, wie groß der Unterschied zwischen den beiden Leistungen und den damit verbundenen Kosten ist.

Diese Differenz nennt man Schichtleistung. Die Rechnung in unserem Fall sähe also wie folgt aus:

21.000 Stück – 5.000 Stück = 16.000 Stück

38.000 € – 22.000 € = 16.000 €

Das heiß, in unserem Beispiel betragen die Schichtkosten 16.000 € für eine Schichtleistung von 16.000 Stück.

Schritt 3:

Man dividiert die Schichtkosten durch die Schichtleistung und erhält somit die durchschnittlichen Stückkosten für diese bestimmte Schicht:

16.000 € / 16.000 Stück = 1 €/Stück (Stückkosten)

Schritt 4:

Die Fixkosten berechnet man nun, indem man die Stückkosten mit der Anzahl der zu produzierenden Wareneinheiten (= Stück) multipliziert.

Wenn wir in unserem Beispiel davon ausgehen, dass wir die Fixkosten für 5.000 Stück unserer Ware ermitteln wollen, wäre die Rechung in diesem Fall also:

5.000 Stück * 1 € = 5.000 €

Dieses Ergebnis zieht man anschließend von den Gesamtkosten ab:

(Gesamtkosten für 5.000 Stück) – (Variable Kosten für 5.000 Stück) = Fixkosten

28.000 € – 5.000 € = 23.000 € (Fixkosten)

16. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.