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Floater: Besteuerung muss beachtet werden

Bei den so genannten Floatern handelt es sich um Anleihen mit variablem Zinssatz. Anders als bei herkömmlichen Wertpapieren wird die Verzinsung also nicht vorab für die gesamte Laufzeit festgelegt.

Floater haben einen Referenzzinssatz

Tatsächlich orientieren sich Floater, was ihren Zinssatz angeht, immer an einem sogenannten Leitzinssatz. Man spricht dabei auch vom Referenzzins.

Dieser Referenzzinssatz ist in unseren Breitengraden für gewöhnlich der Euribor (Euro Interbank Offered Rate), also der Leitzins für Interbankengeschäfte, der täglich durch die europäische Zentralbank bestimmt wird.

Aber auch der Libor (London Interbank Offered Rate, also das Pendant des Londoner Bankenmarktes, fungiert für viele Floater als Referenzzins. Die wichtigsten dieser Referenzzinsätze sind der 3er und der 6er Euribor/Libor. Das heißt, sie gelten jeweils für die kommenden 3 bzw. 6 Monate.


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In den jeweiligen Anleihebedingungen ist genau festgelegt, zu welchen Terminen der jeweilige Basiszins neu festgelegt (im Fachjargon spricht man von „fixen“) wird. Zusätzlich wird zumeist ein Aufschlag (in den seltensten Fällen ist grundsätzlich auch ein Abschlag möglich) auf diesen Basiszins gezahlt, der von der Bonität des Emittenten abhängig ist und während der Laufzeit unverändert bleibt.

Soweit so einfach. Etwas verzwickter wird es jedoch, wenn man sich der steuerlichen Seite der Floater-Anleihen zuwendet.

Gewinn aus Kapitalvermögen muss versteuert werden

Grundsätzlich gilt, dass es sich bei Gewinnen durch Floater natürlich um Einnahmen aus Kapitalvermögen handelt. Diese Einstufung der Floater bei der Steuer hat zwei Konsequenzen.

Erstens können Kursverluste mit anderen Einkünften aus Kapitalanlagen verrechnet werden. Zweitens sind Veräußerungsgewinne wie bei allen anderen Wertpapieren auch steuerpflichtig.

Seit Geltung der Abschlagsteuer wird Ihnen Ihre Depotbank bei Zinszahlungen sowie bei Verkäufen/Fälligkeit 25 % Zinsabschlag plus Solidarzuschlag plus u.U. Kirchensteuer abziehen und an das Finanzamt weiterleiten.

Ausnahme: Sie haben Ihren Freibetrag, den Sie der Bank mitgeteilt haben, noch nicht ausgeschöpft oder es stehen entsprechende Verluste „dagegen“. Sollte Ihr persönlicher Steuersatz für das entsprechende Jahr unter diesen 25 % liegen, so können Sie sich im Wege des Einkommensteuerjahresausgleiches zu vielen gezahlten Steuern vom Finanzamt erstatten lassen.

Floatet-Sonderformen

Neben den herkömmlichen Floaten gibt es auch noch spezielle Sonderformen von zinsvariablen Anleihen. Dazu gehören die so genannten “Umtausch-Floatet”.

Bei dieser Anlageform hat der Besitzer das Recht, die Wertpapiere innerhalb einer bestimmten Frist in eine festverzinste Anleihe umzutauschen. Hier kann es unter Umständen steuertechnisch kompliziert werden..

Lassen Sie sich im Zweifel von Ihrem Steuerberater oder Ihrer Depotbank die steuerlichen Wirkungen erläutern. Im Zweifelsfalle ist immer davon auszugehen, dass alle Gewinne der Kapitalabschlagssteuer unterliegen.

14. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.