Wer jetzt noch nach Fluchtmöglichkeiten vor der nahenden Krise an den Finanz- und Wirtschaftsmärkten sucht, wird bei Immobilien fündig.
Noch immer hinken die Preise in Deutschland weit hinter den Referenzpreisen in anderen europäischen Ländern her.
Seit 1990 sind die Preise in Deutschland kaum gestiegen. Anders als etwa in Frankeich, Spanien oder Großbritannien, den aktuellen Krisenregionen (bezogen auf Immobilien).
Jetzt meldet die Sparkasse: Rekordnachfrage nach Krediten. Für Ihre Vorsorge eine Einladung, aber gleichzeitig eine Aufforderung. Schließen Sie sich der Flucht in Immobilien an. Selbst das Land scheint wieder attraktiver zu werden.
Flucht in Sachwerte setzt an allen Ecken ein
Zunächst jedoch stelle ich zum Thema Sachwerte insgesamt fest: die Aktienkurse sind tendenziell zumindest stabil. Viel stabiler, als Skeptiker wahr haben wollten, nachdem die Eurostaaten immer größere Schwierigkeiten produzieren. Die Griechenland-Hilfe sprengt alle rechtlichen Rahmenbedingungen, die noch vor einem Jahr galten.
Zudem stehen immer mehr Steuergelder vor allem aus Deutschland bereit, um zu "helfen". Der Rettungsfonds ist rechtlich noch immer nicht in trockenen Tüchern. Die Regeln lassen zu, dass sich der Fonds ohne weitere Abstimmung weiter bedient.
Schließlich demonstrieren die Menschen in gefährdeten Staaten immer heftiger gegen die Sparmaßnahmen. Kurz: Wer viel Geld hat, flüchtet jetzt. Die Tendenz ist eindeutig.
Genau dies passiert: Aktien finden sich weiterhin und immer stärker in den Depots von Family Offices. Auch wenn das "Konsumklima" in Deutschland schlechter wird, bleiben die Kurse stabil - das zeigt, dass der Zufluss an frischem Kapital weiterhin funktioniert.
Auch Gold- und Silberpreise steigen
Des weiteren steigt der Preis für den Sachwert Gold. Auch der kleine "Bruder" Silber hat nach den Kursschwankungen im Frühjahr wieder Boden unter den Füßen gefunden.
Leider nutzen dies auch immer mehr Anbieter so genannter Derivate wie "Hebel"-Zertifikate, vor allem auf den Goldpreis. Auch die Nachfrage nach diesen Papieren ist intakt. Hauptgegenstand des größeren Vermögens aber bleibt physisches Gold.
Aktuell kauft sogar die Notenbank in China weiter fleißig Gold auf. Immer unverhohlener stocken die Chinesen den Anteil an Gold gegenüber den Fremdwährungen im Depot auf. Noch liegt dieser Anteil mit weniger als 3% weit zu niedrig. Täglich aber steigt er. Das sichert den Goldkurs ab.
Deshalb ist Gold aktuell nicht nur Spekulationsobjekt, sondern tatsächlich Krisenwährung. Ich bin allerdings der Meinung: Immobilien als dritte Sachwert-Kategoie sind derzeit noch gefragter: bei uns in Deutschland.
Immobilienpreise explodieren - auch auf dem Land
Die Preise für Immobilien explodieren teilweie regelrecht. Vor allem in den "Lage A"-Gebieten, aber auch in B-Lagen. Neueste Zahlen der Sparkasse belegen, was ich auch im "Neuen Deutschen Geldanlagebrief" bereits seit mehr als 6 Monaten schreibe: Immobilien sind in dieser Phase in Deutschland eine sichere Fluchtburg.
Die Sparkasse meldete: die Kreditnachfrage ausdrücklich für Immobilien ist stark gestiegen. Auch Makler haben mir auf meine Anfrage wiederum ähnliche Nachfragen bestätigt.
Neue Fakten dazu kommen aus einer Analyse der Deutschen Hypo: Ländliche Gemeinden sind immer attraktiver. Auch die so genannte "Landstadt" hat immer mehr Vorteile: 70% der Kleinstadt- und Dorfbewohner in Deutschland sind zufrieden mit ihrer Wohnsituation und -umgebung. In den Großstädten sind dies noch nicht einmal 45%. Achtung: Diese Zahlen sind eine Tendenz und werden auch die Preise auf dem Land steigern.
Dazu kommt aktuell ein besonderer Vorteil für Investoren. Sichern Sie sich jetzt Baugeldzinsen, die sogar noch gesunken sind, obwohl die Kreditnachfrage steigt. Dahinter verbirgt sich ein einfacher Mechanismus, der wieder mit der Krise zu tun hat.
Umlaufrendite des Staates ist gesunken
Die Baugeldzinsen sinken, weil sie an die so genannte Umlaufrendite in Deutschland gebunden sind. Hierin finden sich die Renditen typischer Anleihen in Deutschland.
Von 3,4% ist diese Umlaufrendite auf mittlerweile 2,48% gesunken. Hypothekenzinsen orientieren sich daran. Damit können Sie aktuell so günstig wie selten zuvor noch Immobilien kaufen. Noch, denn: die Umlaufrendite wird demnächst wieder steigen. Ich rechne damit, dass sie um mehr als 1%-Punkt anzieht auf einen Wert in Höhe von zumindest 3,5%. Der Mechanismus:
In den vergangenen Wochen ist das Vertrauen in die Politik wieder gestiegen. Allein dadurch, dass Kanzlerin Merkel in Europa überhaupt eine Einigung mit Sarkozy und anderen hinbekam, stieg die Sicherheit. Daher sind die Kurse für deutsche (!) Staatsanleihen ebenfalls leicht angestiegen.
Bald steigen Umlaufrendite und Hypothekenzinsen wieder....
Rein rechnerisch sinkt damit aber die Rendite für Neueinsteiger. Bei Kursen von 100% bedeuten 5% Zinsen etwa 5% Rendite. Steigen die Kurse auf 110%, sinkt die Rendite auf 4,6%. Dieses Spiel aber werden Sie nicht mehr lange erleben.
Das Vertrauen in die Politik sinkt nach den jüngsten Ereignissen wieder dramatisch. Dies sehen Sie sowohl an den typischen Wahlumfragen, an den Kommentaren zur Griechenland-Rettung wie auch an den Entwicklungen rund um die Rating-Agenturen. Die senken nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Staaten die Ratings weiter.
Stellen Sie sich vor: alleine Griechenland hat direkt nach der jüngsten "Rettung" gleich eine neue Herabstufung durch die Rating-Agenturen hinnehmen müssen. Ein deutlicheres Misstrauensvotum kann es nicht geben. Die Folge:
Die Verschuldung wird für Griechenland immer teurer. Genau dies trifft dann auch sofort andere Staaten aus der Eurozone. Den Anfang machten Spanien und Italien, die haben bei der jüngsten Auktion die Konditionen verbessern müssen, um überhaupt ihre Anleihen abzusetzen. Das wird auch in Deutschland passieren.
... sinkt das Vertrauen, steigen die Renditen ....
Denn: Deutschland genießt bei Investoren maximal so lange Vertrauen, wie die Staaten sich noch halbwegs günstig finanzieren können. Da dies nicht mehr der Fall ist, vermuten die Investoren jetzt schon, Deutschland wird demnächst mit weiteren Hilfen zum Rettungsfonds einspringen müssen.
Achtung: selbst Frankreich erhält nun von den Rating-Agenturen bereits ungünstige Signale. Dies hängt mit den Schulden Frankreichs, aber auch mit der Haftungsproblematik für die schwächeren Staaten zusammen.
Kurz: es dauert nicht mehr lange, bis die Renditen steigen, weil die Kurse nach unten gehen. Für Sie bedeutet das: so günstig wie aktuell kommen Sie für lange Zeit nicht mehr an Kredite für Immobilien. Da die Flucht in Immobilien - also die Investition in Sachwerte, bereits eingesetzt hat, haben Sie akutell die beste Vorsorge-Kombination der nächsten Jahre.
Steuern steigen
Zusätzlich müssen Sie in den kommenden Jahren mit einer höheren Grundsteuer (B) rechnen. Mehrere hundert Kommunen erhöhten diese Steuer bereits, da auch Kommunen in Finanznot sind. Das bedeutet:
vermeiden können Sie die höheren Steuern nicht. Aber: es wird Proteste geben. Daher rechne ich damit, dass die Kommunen bei den Ländern protestieren und stattdessen (einen Anteil) höherer Grunderwerbssteuern verlangen werden. Dies ist die nächste Einnahmequelle.
Wer rechtzeitig investiert, hat auch hier noch einen günstigeren Einstiegskurs. Da Immobilien"gold" derzeit gefragt ist, empfehlen ich: investieren Sie frühzeitig.
PS: Im "Neuen Deutschen Geldanlagebrief" finden Sie in diesen Wochen Hinweise zu Steuern und Immobilien. Denn: auch aktuell gibt es noch Sparhinweise, die Ihre Rendite maximieren. Ein Beispiel: senken Sie die Grunderwerbsteuer beim Kauf, indem Sie möglichst hohe Gegenwerte etwa für Einbauküchen vereinbaren. Dieses Kalkulation hilft bei der Immobilien Investition noch weiter. In Nordrhein-Westfalen steigt die Grunderwerbsteuer zum 1.10.



