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Fluggesellschaften: Ryanair und easyJet fliegen der Konkurrenz davon

Immer mehr Reisende nutzen das Flugzeug. Von 2001 bis 2015 ist die Anzahl der Passagiere allein auf deutschen Flughäfen von 140 Mio. Fluggästen in 2001 auf inzwischen 216 Mio. Flugreisende gestiegen (Stand 2015, Quelle Statista).

Entsprechend deutlich zog der Umsatz der Branche in den letzten Jahren an. Setzte die Branche mit der Beförderung von Passagieren in 2005 noch rund 323 Mrd. US-$ weltweit um, stieg der weltweite Umsatz der Fluggesellschaften in 2015 auf über 500 Mrd. US-$.

Besonders von diesem Trend profitieren konnten Billigflieger-Aktien wie Ryanair, Southwest oder easyJet, zumal auch immer mehr Geschäftsreisende die Möglichkeit nutzen, per Billigflieger schnell von einem Geschäftstermin zum nächsten zu reisen. Eine Übersicht der wichtigsten Fluggesellschaften-Aktien:

easyJet: Brexit bremst den Billigflieger aus Großbritannien aus

Die von Stelios Haji-Ioannou im Jahre 1995 gegründete easyJet mit Sitz in Luton/Großbritannien gilt als die zweitgrößte Billig-Fluggesellschaft in Europa. Im Jahr 2015 beförderte easyJet bereits rund 70 Mio. Passagiere und liegt damit vor vielen klassischen Airlines wie Alitalia, Aeroflot oder der Turkish Airlines.

Der Aufstieg der Billig-Fluglinie mit dem auffälligen EasyJet Orange hat auch Aktionäre glücklich gemacht. Von 2012 bis 2015 hat sich der easyJet-Kurs mehr als vervierfacht. Im Zuge des Brexits ist allerdings auch die britische easyJet-Aktie kräftig unter die Räder geraten und verlor binnen weniger Tage an der Londoner Börse knapp 30%.

Dennoch gibt sich easyJet-Chefin Carolyn McCall weiter kämpferisch. Die Managerin will die Airline binnen 20 Jahren zur zweitgrößten Fluggesellschaft in Europa aufbauen.

Air France-KLM: Frankreichs größte Airline will profitabler werden

Die in Paris ansässige Air France KLM ist die größte französische Airline. Mit den Marken Air France, der niederländischen KLM, HOP! Und Transavia beförderte die Fluglinie in 2015 rund 90 Mio. Passagiere.


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In den vergangenen Jahren wurde die Air France immer wieder von Streiks gebeutelt – dies bekamen auch die Aktionäre zu spüren. Während Air France-KLM Aktien im Jahr 2014 noch bei über 11€ notierten, fiel der Aktienkurs zuletzt unter die Marke von 6€.

Um die Kosten in der Airline zu senken, will Air France-KLM vor allem Kurz- und Mittelstrecken auf die Billigflug-Tochter Transavia übertragen – dadurch sollen die jährlichen Kosten um mehr als 500 Mio. € sinken. Erste Erfolge konnte Air France-KLM dann in 2015 einfahren – erstmals seit 2008 wies die Airline wieder einen Nettogewinn aus.

International Airlines Group (IAG) will Marktkonsolidierung nutzen

Die International Airlines Group (IAG) mit Sitz in Madrid und London entstand im Jahr 2011 durch die Fusion von British Airways und Iberia. Zur Holding gehören auch die Marken Vueling und Aer Lingus. Insgesamt beförderte die International Airlines Group (IAG) im Jahr 2015 rund 95 Mio. Passagiere und ist damit die Nummer 3 in Europa.

Die Aktien der International Airlines Group (IAG) haben sich zwar in den vergangenen 4 Jahren seit 2012 auf über 8€ vervierfacht, zuletzt stürzten die Papiere aber unter die Marke von 5€.

Im Zuge der Konsolidierungswelle in der Luftfahrindustrie will auch die IAG eine führende Rolle einnehmen und diese Konsolidierung sowohl auf regionaler als auch internationaler Ebene für sich nutzen. Dazu passt die Übernahme von Aer Lingus.

Ryanair fliegt der Konkurrenz davon

Die irische Billigfluglinie Ryanair mit Hauptsitz in Dublin ist seit Jahren im Höhenflug. Setzte das Unternehmen in 2011 noch 3,6 Mrd. € um, dürfte der Umsatz erstmals in diesem Jahr die Umsatzmarke von 6 Mrd. € übersteigen. Inzwischen hat Ryanair auch die magische Marke von 100 Mio. beförderten Fluggästen im Jahr geknackt.

Auch die Performance beim Aktienkurs kann sich sehen lassen. Ryanair-Aktien legten in den vergangenen 5 Jahren um mehr als 200 % zu, im Zuge des Brexits verloren aber auch die Papiere der irischen Airline mehr als 15 % an Wert.

Geht es nach den Vorstellungen von Ryanair-Chef Michael O’Leary, soll bis 2025 jeder vierte Fluggast in Europa mit Ryanair fliegen. Der Marktanteil soll in 10 Jahren auf 25% steigen, nachdem die irische Fluggesellschaft zuletzt 14% des Marktes in Europa kontrollierte. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, will Ryanair insbesondere in Deutschland weiter wachsen und auch auf größeren Flughäfen aktiv werden – hierfür haben die Iren jüngst weitere Boeing-Jets bestellt.

Lufthansa kämpft mit steigenden Kosten

Die die Lufthansa AG gehört mit den Marken Lufthansa, Eurowings, Austrian, Swiss, und Germanwings zu den weltweit größten Airlines und damit zu den führenden Fluggesellschaften-Aktien. Allein in 2015 wurden weltweit knapp 108 Mio. Passagiere befördert, womit die Lufthansa als die Nummer 1 in Europa gilt.

Trotz der steigenden Passagierzahlen hatten Aktionäre zuletzt nicht viel Freude an dieser Fluggesellschafter-Aktie. Zum einen kämpft die Lufthansa immer wieder mit Streiks, zum anderen sorgen steigende Kosten für Druck auf der Ertragsseite.

Notierte der Wert Anfang 2014 noch bei etwa 20 Euro, hat sich die Lufthansa-Aktie binnen 2 Jahren nahezu halbiert. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, will die Lufthansa die Kosten senken, gleichzeitig aber auch mit Servicequalität erhöhen.

American Airlines – die neue Nummer eins am Himmel

Durch die Fusion von American Airlines und US Airways entstand im Jahr 2014 die weltweit größte Fluggesellschaft, nachdem das Unternehmen im Jahr 2011 in die Pleite schlitterte. Inzwischen ist die Airline jedoch wieder profitabel und befördert mit mehr als 1.500 Flugzeugen und einen Jahresumsatz von rund 40 Mrd. US-$ mehr als 200 Mio. Passagiere pro Jahr.

American Airlines investiert kräftig in die Erneuerung seiner Flugzeugflotte und will bis 2017 die jüngste und treibstoffeffizienteste Flugzeugflotte am Himmel haben. Gleichzeitig will American Airlines im asiatisch-pazifischen Raum weiter wachsen.

Für die Aktionäre haben sich diese Pläne noch nicht ausgezahlt, binnen Jahresfrist sind American Airlines Aktien um mehr als 30 % gesunken.

7. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands