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Fonds: Breiter Anleihen- und Währungsmix sorgt für gute Anlagechancen

Sie sollten Rentenfonds aber nicht mit einem reinen Fremdwährungsfonds verwechseln. Denn ein internationaler Rentenfonds legt weltweit in Anleihen an.

Es hängt also von dem Geschick und den Erfahrungen des Fondsmanagers ab, die Gewichtung des Fonds auf die verschiedenen Anlageregionen und währungen so vorzunehmen, dass er eine gute Performance erzielt.

Langfristig können Sie davon ausgehen, dass Sie mit solchen Fonds Renditen erwirtschaften, die über denen deutscher Bundesanleihen liegen.

Das hat damit zu tun, dass Bundesanleihen schon immer sehr viel geringer rentierten als die meisten Auslandsanleihen.

Und die Erklärung dafür ist einfach, wenn Sie sich klarmachen, dass die Höhe der zu zahlenden Zinsen (und Renditen) sich an dem Risiko misst, das Sie als Anleger solcher Anleihen eingehen.

Wenn Sie also Anleihen kaufen, bei denen die Bonität des Schuldners fragwürdig ist, wird der Ihnen auch einen größeren Ertrag für das von ihm vereinnahmte Geld geben müssen.

Und da Bundesanleihen als nahezu 100%ig sicheres Investment gelten und auch von internationalen Investoren stark nachgefragt werden, kann deren Rendite immer im unteren Bereich des aktuellen Zins und Renditeniveaus an den internationalen Finanzmärkten liegen.

Hochzinsanleihen und Junk Bonds: Als Beimischung attraktiv

Fonds können gerade bei eigentlich sehr riskanten Anlagen wie den Hochzinsanleihen aus den Emerging Markets oder wie den so genannten Junk Bonds (= Schrottanleihen), die im Zusammenhang mit hochspekulativen Unternehmensübernahmen ausgegeben werden, eine ausreichende Risikostreuung vornehmen.


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Ein Fonds, der seine Anlagen breit auf viele Hochzinsanleihen von Schuldnern geringer Bonität verteilen kann, wird durch die eine oder anderer Pleite nicht so stark getroffen wie Sie als Privatanleger – selbst wenn Sie 10 solcher Anleihen im Depot haben.

Nur bei Ausbruch einer allgemeinen internationalen Finanzkrise, bei der die Anleger um die Sicherheit ihres Geldes fürchten, kann es zu einer massiven Flucht aus solchen Anleihen kommen, was Ihnen insgesamt erhebliche Kursverluste bescheren kann.

Untersuchungen in den USA haben beispielsweise gezeigt, dass die Emittenten von Junk Bonds im Durchschnitt keine höhere Ausfallquote haben als Unternehmen mit gutem bis sehr gutem Rating.

Das heißt: Mit einer breiten Streuung der Anlage auf viele Emittenten von Junk Bonds gehen Sie per Saldo kein größeres Risiko ein als mit Anleihen solventer Unternehmen.

Mehr dazu: Was sind “Junk Bonds”?

Checkliste: Wie Sie Rentenfonds als Basisanlagen am besten nutzen

  • Wie Ihnen gerade die jüngste Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten seit dem Frühjahr 2000 gezeigt hat, sollten Zinsanlagen in Form von Anleihen, Bundesschatzbriefen oder Rentenfonds zum Grundbestand eines jeden soliden mittel bis langfristig ausgerichteten Vermögensaufbaus gehören.
  • Je stärker Sie am jederzeitigen Erhalt Ihres Kapitals interessiert sind, desto größer sollte dieser Anteil an Ihrem Wertpapierdepot auch sein.
  • Während Sie deutsche Bundesanleihen und Euroanleihen europäischer Staaten und Unternehmen besser direkt erwerben, kaufen Sie höherrentierliche Auslandsanleihen wegen der erforderlichen größeren Risikostreuung vorteilhafter über entsprechend ausgerichtete Rentenfonds.
  • Sie sollten den Anteil einzelner solcher Papiere am gesamten Rentenanteil Ihres Depots aber auf höchstens 5 bis 10% beschränken.
  • Besonders erfolgreich werden Sie mittel und langfristig mit Rentenfonds sein, wenn Sie diese in einer Hochzinsphase erwerben und in einer Niedrigzinsphase wieder veräußern, weil Sie dann bei einer Haltedauer von mehr als 12 Monaten von steuerfreien Kursgewinnen profitieren.
  • Unter kurzfristigen Gesichtspunkten kann sich diese Strategie auch in einer Phase mit moderaten Zinsen rechnen, wenn Sie auf Sicht von 1 bis 2 Jahren von einem weiter abwärts gerichteten Zinstrend ausgehen.
  • Wenn Sie zu den sicherheitsorientierten Anlegern gehören, können Sie bis zu 1/3 Ihrer Zinsanlagen in internationale Rentenfonds investieren. Beim risikobewussten Anleger kann dieser Anteil bis zu 50%, beim spekulativ eingestellten bis zu 70% gehen.
  • Und auch hierbei gilt: Je länger die Restlaufzeit Ihrer Anlage bis zum vorgesehenen Auszahlungszeitpunkt ist, desto größer kann der Auslandsanteil an Ihrem Rentenengagement sein.
  • Falls Sie im Rahmen eines Sparplans regelmäßig Kleinstbeträge in Rentenfonds einzahlen wollen, sollten Sie bei einer Laufzeit von 7 Jahren und länger 2/3 davon in internationale Rentenfonds investieren.
  • Der Rest kann in Rentenfonds aus Euroland angelegt sein.

2. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.