MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Fonds: Dank der breiten Anlage-Streuung reduzieren Sie Ihr Risiko

Bei der Aktienanlage gibt es ein Problem: Auf der einen Seite ist eine breite Streuung wichtig, auf der anderen Seite können Sie als Börseneinsteiger nicht 20 oder 30 Einzelwerte kontrollieren. Daher empfehle ich Ihnen folgende Lösung: Kombinieren Sie starke Einzelwerte wie Nestlé, Coca-Cola und Reckitt Benckiser mit breit streuenden Fonds. So erreichen Sie eine gute und pflegeleichte Depot-Struktur.

In der heutigen Ausgabe widme ich mich daher dem Thema Fonds. Sie werden in wenigen Minuten wissen, wie Sie mit Fonds einfach, sicher und schnell Geld an der Börse anlegen können. Sicher deshalb, weil Sie mit Hilfe eines Fonds breit gestreut Länder, Branchen und sogar ganze Anlageklassen abdecken.

Wenn Sie zum Beispiel den chinesischen Aktienmarkt interessant finden, sollten Sie in einen Fonds investieren, der eben diesen Markt abdeckt. Dies ist deutlich sicherer als eine Investition in einzelne chinesische Aktien, die Sie von Deutschland aus nicht kontrollieren können.

Mein Strategievorschlag: Wenn Sie einen Aktienmarkt gut kennen (Deutschland, Österreich, Schweiz), oder wenn es sich um weltbekannte Top-Unternehmen wie Nestlé, Reckitt Benckiser und Coca-Cola handelt, bietet sich für Sie der direkte Kauf von Aktien an. Wenn Sie dagegen exotische Werte, oder ganze Branchen, Regionen oder unterschiedliche Anlageklassen abdecken möchten, sind Fonds Ihre 1. Wahl.

Die Funktionsweise von Investmentfonds

Eine Investmentgesellschaft (Fachbegriff: Kapitalanlagegesellschaft; oder kurz KAG) sammelt das Geld der Anleger, bündelt es in einem Sondervermögen – dem Investmentfonds – und investiert es in einen Anlagebereich (z. B. Aktienfonds) oder sogar in mehrere Anlagebereiche (z. B. Mischfonds).

Die Tatsache, dass es sich um ein Sondervermögen handelt, schützt Sie selbst im Falle einer Insolvenz vor einem Verlust Ihres Geldes. Ihnen kann als Fondsbesitzer nicht das passieren, was tausenden Anlegern in Deutschland nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers passiert ist, als Derivate der Bank fast wertlos verfallen sind.

Fonds sind deutlich sicherer als Derivate. Die Fondsanteile können börsentäglich gehandelt werden. Das Geld im Fonds wird nach festgelegten Anlageprinzipien in Aktien, Anleihen, oder in Immobilien angelegt. Die Fonds müssen den Grundsatz der Risikomischung beachten. Es darf also nicht das gesamte Fondsvermögen in nur eine Aktie oder nur eine Immobilie investiert werden.

Fondsarten und Unterscheidungsmerkmale

Man unterscheidet neben offenen und geschlossenen Fonds weiterhin beispielsweise innerhalb der offenen Fonds in aktive und passive Fonds. Passive Fonds sind sogennante Indexfonds. Diese haben kein aktives Fondsmanagement, sondern bilden einen Index nach. Genauer werde ich Ihnen diese Gattung in einer der nächsten Ausgaben erklären.

Weiterhin gibt es folgende Möglichkeiten der Kategorisierung von offenen Fonds:

  • Instrumente, in die investiert wird

  • Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

    Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


  • Geografische Streuung der Investments
  • Spezialstrategien
  • Anlagehorizont
  • Zielgruppe (Anleger)
  • Risikostruktur

Eine der geläufigsten Kategorisierungen von Investmentfonds ist die nach den Instrumenten, in die der Fonds investiert. Hier wiederum sind die häufigsten Instrumente: Aktien, Fonds, Renten (= Zinspapiere), Geldmarktpapiere, Währungen, Rohstoffe und Immobilien.

Daraus resultieren die Fondsarten Aktienfonds, Dachfonds (investieren in andere Fonds) Rentenfonds, Geldmarktfonds, Offene Immobilienfonds etc. Mischfonds kombinieren unterschiedliche Anlageklassen.

Kosten beim Fonds-Kauf

Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:

  • Ausgabeaufschlag,
  • Verwaltungsgebühr der Investmentgesellschaft,
  • gegebenenfalls erfolgsabhängige Vergütung der Investmentgesellschaft,
  • Depotbankgebühr.

Der Ausgabeaufschlag wird in Prozent des Anteilwertes berechnet. Wenn also z. B. der Anteilwert 100€ € ist und der Ausgabeaufschlag 3% beträgt, zahlen Sie als Anleger für einen Anteil 103€. 100€ € davon fließen in den Fonds und 3€ € an die Investmentgesellschaft bzw. deren Vertrieb. Häufig liegen die Ausgabeaufschläge von Aktienfonds bei 3 bis 6%, bei Rentenfonds bei 1 bis 3 %.

Die jährlichen Verwaltungsgebühren der Investmentgesellschaft stellen deren Entgelt für die Verwaltung des Fonds dar. Sie liegen oft bei 0,5 bis 1,75% pro Jahr. Diese Gebühren werden automatisch abgezogen. Die jährlichen „Managementgebühren“ von Indexfonds liegen deutlich tiefer, da kein Analystenteam bezahlt werden muss.

Bei einigen Fonds sehen die Anlagebedingungen zusätzlich Erfolgsvergütungen für die Manager vor. Diese Erfolgsprämien erhält die Investmentgesellschaft aus dem Fondsvermögen nur, wenn festgelegte Ereignisse eintreten, z. B. beim Übertreffen eines bestimmten Vergleichsmaßstabs (Benchmark).

In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Vermögensgegenstände eines Fonds bei einer Depotbank hinterlegt werden müssen. Die Depotbank berechnet dem Fonds dafür eine jährliche Gebühr. Meist wird sie als Promillesatz des Fondsvermögens berechnet. Umschichtungen des Fondsvermögens verursachen zudem Transaktionskosten. Bei Aktienfonds geht man von einer durchschnittlichen jährlichen Umschichtungsquote von 1,5 aus.

Praxis-Tipp: Kaufen Sie Fonds über die Börse

Die zuletzt genannten Kosten werden Sie kaum spüren. Es gibt 2 „echte“ Kostenblöcke: Die jährliche Managementgebühr und den Ausgabeaufschlag. Doch den größten Block können Sie fast vollständig vermeiden.

Sparen Sie sich den Ausgabeaufschlag, indem Sie den Fonds nicht über die Investmentgesellschaft (KAG), sondern über die Börse erwerben. Sie müssen Ihrer Depot-Bank nur mitteilen, dass Sie den Fonds über die Börse kaufen möchten.

13. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.