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Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen – gesamte Kostenstruktur entscheidet

Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen – der Nulltarif-Auftakt zur Geldanlage ist natürlich ein schlagendes Argument. Immerhin sind Ausgabeaufschläge ein gewaltiger Posten, der die anfängliche Freude auf künftige Gewinne trübt. Beim richtigen Anbieter lässt sich der Ausgabeaufschlag sparen. Letztlich aber kommt es auf die gesamte Kostenstruktur und das eigene Anlageverhalten an. Fonds kaufen – es geht auch ohne Ausgabeaufschlag

Ausgabeaufschlag – nicht nur ein Einmaleffekt

„There is no free lunch”, heißt es an der Börse. Dass alles seinen Preis hat, zeigt sich auch beim Fondskauf. Gerade wer sich zum ersten Mal für den Kauf von Fonds interessiert, schaut meist zuerst auf dessen Performance. Doch die Kosten sind alles andere als Nebensache. Hier ein paar Prozent, dort ein paar – auf die Anlagesumme berechnet, nagen unterm Strich erhebliche Ausgaben am Ertrag.

Der Ausgabeaufschlag sticht besonders ins Auge. Immerhin beträgt er bei Aktienfonds bis zu 5% und mehr. Wer Fondsanteile für 10.000 € kauft, legt damit zum Einstieg gut 500 € auf den Tisch. Um dieses Geld wieder hereinzuholen, muss der Fonds um mindestens 5% steigen.


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Wenn dieses Kapital in der Geldanlage fehlt, so hat das durch den Zinseszinseffekt langfristig schmerzhafte Auswirkungen. Läuft der Fonds mit durchschnittlich 7% einigermaßen gut, so fehlen bei der genannten Summe nach 10 Jahren ca. 900 €. Hierbei sind jährliche Verwaltungskosten von 0,5% miteingerechnet.

Ausgabeaufschlag – einer von vielen Kostenpunkten

Und damit richtet sich der Blick schon auf die anderen Kosten, die ein Fonds generell mit sich bringen kann. Die Verwaltungs- bzw. Managementgebühren liegen zwischen 0,3% und bis zu 2% pro Jahr. Sie decken das Fondsmanagement, die technische Abwicklung sowie Rechenschaftsberichte und Verkaufsprospekte ab. Kostenfallen bei Online-Brokern: So vermeiden Sie, was unnötig Geld kostet

Oft kommen noch Depotgebühren hinzu, die Banken für die Verwaltung der Fondsanteile im Depot berechnen. Ein weiterer Posten ist die Performance Fee. Diese Gebühr ist erfolgsabhängig und fällt an, wenn der Fonds besser läuft als ein festgelegter Vergleichsindex. Und Transaktionskosten entstehen jedes Mal, wenn im Fonds umgeschichtet wird. Doch der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. So verlangen einige Anbieter Gebühren, wenn Wertpapiere verliehen werden oder einen eigenen Aufschlag bei der Rückgabe der Anteilsscheine.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen – vor allem bei Kurzfristanlagen

In dieser Gemengelage verschiedenster Gebühren gilt es einen Anbieter zu finden, der möglichst wenig verlangt. Fondsvermittler und Direktbanken sind im Vergleich zur Hausbank die günstigeren Adressen. Doch auch hier kommt es auf das Zusammenspiel einzelner Gebührenposten an. Viele Anbieter verzichten etwa auf einen Ausgabeaufschlag. Wenn dafür aber die laufenden Verwaltungsgebühren höher sind, hängt die Entscheidung vom eigenen Anlageverhalten ab. Fondsvermittler: Höhere Rendite, weniger Kosten

Liegen die Verwaltungsgebühren bei 2% und mehr, so kommen sie den Anleger spätestens nach 10 Jahren teurer als ein Ausgabeaufschlag von 5%. Grund: Die Verwaltungsgebühren fallen jedes Jahr an, der Ausgabeaufschlag nur einmal beim Kauf. Langfristig fällt die Entscheidung hier zugunsten des Ausgabeaufschlags aus. Wer aber eher kurzfristig investieren will, der sollte Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen. Für Kurzfristanlagen wiederum sind die bekannten Mischfonds aber nicht geeignet.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen – eine Frage der Prioritäten

Für interessierte Anleger heißt das: Zuerst überlegen, was man will und welcher Fonds dafür infrage kommt. Dann schaut man, wo es die günstigsten Angebote gibt. Rückgabeaufschläge sind dabei auf jeden Fall genauso vermeidbar wie Depotgebühren. Auch bereits vorhandene kostenpflichtige Depots lassen sich problemlos übertragen. Depotübertrag – Kosten sparen für Anleger

Eine Hilfe beim Kostenvergleich von Fonds ist die Total Expense Ratio (TER). Die zeigt die Gesamtkostenquote an – allerdings nicht vollständig. Ausgabeaufschläge sind darin genauso wenig enthalten wie Performance Fees oder Transaktionskosten. Fazit: Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen spart zwar Anfangskosten. Doch unterm Strich ist entscheidend, was sich wie in welcher Höhe und über welchen Zeitraum auf den Ertrag auswirkt.

1. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.