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Fonds und Managementgebühr – teils unnötige Renditefresser

Bei Fonds nagen hohe Managementgebühren bekanntlich am Ertrag. Um sie auszugleichen, muss die Rendite entsprechen hoch sein. Entsprechend heißt es Aufpassen bei Kosten und Managementgebühren.

Fonds-Managementgebühr – Was dazu gehört

Bei der Auswahl einer kosteneffizienten Geldanlage sollte der Blick zunächst auf die Kosten fallen, vor allem die Managementgebühren. Die betragen etwa bei Aktienfonds zwischen 0,8% und 3% jährlich. Gut ist natürlich ein möglichst niedriger Satz.

Doch die Managementarbeit will auch bezahlt sein. Und die ist nicht immer gleich intensiv. Bei Biotechnologiefonds zum Beispiel ist allein schon der Rechercheaufwand ungleich höher als bei vielen anderen Fonds.

Da die Managementgebühr im Rahmen der Fondspflege neben der technischen Abwicklung zugleich die ganzen Verwaltungsarbeiten deckt, wird oft auch von Verwaltungsgebühren gesprochen.

Dazu gehören u.a. Pflichtveröffentlichungen und Rechenschaftsberichte sowie Werbe- und Verkaufsprospekte. Derartige Sachkosten unterliegen jedoch keinen Grenzen. Die Fondsgesellschaften können hier beliebig Geld ausgeben.


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Bei den klassischen aktiv gemanagten Fonds werden fortlaufend Anteile bzw. Titel abgestoßen und andere gekauft. Diese Transaktionskosten sind ebenso von den Managementgebühren gedeckt. Hinzu kommen etwa Depotgebühren, die entstehen, wenn Papiere verwahrt werden.

Auf Best Execution Prinzip achten

Hierbei sollte man darauf achten, dass Anbieter nach dem Best Execution Prinzip arbeiten. Dies ist eine Verpflichtung, möglichst kostengünstig zu arbeiten. Einen Anspruch auf Überprüfung und detaillierte Kostendarstellung aber haben Anleger – außer bei Klagen – nicht.

Höchst unterschiedlich sind die Kontoführungsgebühren. Sie werden nicht von allen Anbietern berechnet.

Managementgebühr für Gewinne und Bestandsprovisionen

Was Anleger nicht übersehen sollten: Mit der Managementgebühr werden nicht nur die Fondsmanager bezahlt, die Inhaber einer Fondsgesellschaft wollen auch einen Gewinn sehen. Der wird ebenfalls aus dem Topf der Managementgebühr entnommen. Dabei ist es egal wie gut oder miserabel die Performance in einem Jahr war.

Was häufig auch nicht auffällt: Lässt sich ein interessierter Anleger bei der Bank auf ein Verkaufs- bzw. Beratungsgespräch ein, so fließt ein Tel der zu zahlenden Verwaltungsgebühr als Bestandsprovision an die Bank bzw. ihren Vermittler zurück. Sie sind nicht in der TER (Total Expense Ratio) aufgeführt und betragen bis zu 30% der Managementgebühren.

Renditefraß in Zahlen

Eine Managementgebühr wird jährlich aus dem Fonds des Anlegers entnommen. Und das frisst Rendite.

Beträgt die Gebühr beispielsweise 2,8 %, so liegt bei einer Anlage über 10.000 € mit jährlich 6% Wertzuwachs die tatsächliche Rendite nach 10 Jahren bei nur 3,12%. Beträgt die Managementgebühr lediglich 0,5%, steht die Rendite mit 5,47 % schon wesentlich besser da. Der Unterschied macht insgesamt 3.444 € aus.

Direkt fragen und verhandeln

Fazit: Ein guter Teil der Managementgebühren wird nicht nur für redliche Arbeit, Transaktionskosten, echte Verwaltung oder Pflichtpublikationen verwendet. Deshalb sollten zuvor die einzelnen Punkte abgefragt werden. Zum Beispiel, ob und in welcher Höhe jährliche Bestandsprovisionen gezahlt werden, an der die Vermittler ohne jegliches Zutun über die gesamte Laufzeit hinweg verdienen.

Verhandeln kann sich lohnen. Einige Anbieter wie comdirect oder die Quirin Bank schreiben derartige Rückvergütungen dem Anleger anteilig oder vollständig gut.

Übrigens: Bei passiven Indexfonds wie ETFs sind die Kosten naturgemäß niedriger. Doch auch hier muss ein Depot gepflegt werden. Und sei es nur durch regelmäßige Anpassungen, um die ursprüngliche Gewichtung zu erhalten. Die Managementgebühren liegen bei 0,3% bis ca. 1% im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds also deutlich niedriger.

11. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.