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Fondsgebundene Rentenversicherung: nur als Zusatzaltersvorsorge

Eine fondsgebundene Rentenversicherung kann aufgrund relativ hoher Renditechancen als attraktive private Altersvorsorge erscheinen. Sofern sich die Wertpapiere bis zum Renteneinritt gut entwickeln, kann durch die fondsgebundene Rentenversicherung tatsächlich ein hübsches Sümmchen zusammenkommen.

Bei dieser Art der Rentenversicherung wird jedoch in Fonds investiert und dies bringt nicht nur Chancen, sondern auch Risiken mit sich. Eine fondsgebundene Rentenversicherung sollte in jedem Fall nicht die einzige bzw. Haupt-Altersvorsorge sein.

Denn aufgrund der Volatilität am Markt kann der Anleger nicht mit einer bestimmten garantierten Summe am Ende der Einzahlzeit bzw. monatlichen Rentenzahlungen rechnen und planen.

Die Grundsicherung im Alter sollte daher auf jeden Fall über eine sichere und planbare herkömmliche Rentenversicherung erfolgen. Diese legt praktisch das Fundament.

Fondsgebundene Rentenversicherung: Für wen sie in Frage kommt

Hat man dann dauerhaft mehr Geld als für den gewohnten alltäglichen Lebensstandard nötig, kann man dieses in eine fondsgebundene Rentenversicherung investieren.

Läuft alles gut, so hat man als Rentner ein schönes Zubrot, läuft es nicht so rund, dann ist dies zumindest nicht existenzbedrohend. Aber auch als Ergänzung zu einer verlässlichen Rentenversicherung ist eine fondsgebundene nur bedingt ratsam.

Zunächst ist sie aufgrund des Risikopotenzials eher für Anleger empfehlenswert, die Erfahrung mit Investmentfonds haben. Sie verfügen eher über das nötige Wissen und Gespür, in welche Fonds investiert werden sollte, welche sich zur Kombination eignen und wann eine Umschichtung sinnvoll ist.

Denn das Anlagerisiko liegt in der Regel gänzlich beim Versicherungsnehmer. Die Versicherung übernimmt hierfür keine Haftung. Daher ist es wichtig, selbst über das nötige Know-how zu verfügen, um unabhängig von der Versicherung zu einer guten Performance beitragen zu können.

Fondsgebundene Rentenversicherung: Vorsicht, Kostenfalle!

Darüber hinaus sind fondsgebundene Rentenversicherungen oft nicht gerade eine preiswerte Angelegenheit. Die Kosten können mitunter relativ hoch sein. Dies fällt umso mehr ins Gewicht, wenn man die Versicherung vorzeitig kündigen möchte.

Kostengünstiger in Fonds investieren kann man zum Beispiel durch direktes Investment oder Fondssparpläne.

Fondsgebundene Rentenversicherungen: Was bei der Wahl zu beachten ist

Entscheidet man sich als Privatanleger dennoch für eine fondsgebundene Rentenversicherung, so ist gründliches Informieren und Vergleichen vor Vertragsabschluss wichtig.

Nur so lässt sich herausfinden, welche Versicherungen überhaupt gute Fonds anbieten und wie groß die angebotene Palette ist.

Als Anleger sollte man auch die Möglichkeit der Umschichtung haben, um etwaige Verluste ausgleichen zu können – dies am besten ohne Zusatzkosten. Und nicht zuletzt sollte man auch die anfallenden Kosten und sonstige Konditionen prüfen.

10. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.