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Fondskauf gratis? ING-DiBa startet Preisoffensive

Rekordgewinn (888 Mio. € vor Steuern) und Kundenzuwachs (400.000 Neukunden) im vergangenen Jahr sind der ING-DiBa nicht genug.

Zum 50-jährigen Jubiläum läutet die Bank eine neue Runde im Preiswettbewerb ein. Ab März können Sparer über den Online-Broker 5.000 Fonds und ETFs kaufen, ohne dass dafür Gebühren anfallen.

Das gilt bereits bei einer Einmalanlage ab 500 Euro im außerbörslichen Handel. Branchenbeobachter sehen in der Maßnahme vor allem ein Signal an die Konkurrenz.

Marcus Schult fragte den Vorstandsvorsitzenden der ING-DiBa, Roland Boekhout, wo für die Kunden der Haken bei der Offerte ist.


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Klicken Sie auf den roten, runden “Play”-Button, um das Interview anzuhören.

Roland Boekhout: Kein Haken. Wir wollen die Hürde für Kunden, in das Wertpapiergeschäft einzusteigen, so niedrig wie möglich machen. Besonders in diesem Zinsumfeld ist es wichtig, dass wir Alternativen anbieten für die Kunden. Kunden finden es schwierig, da einzusteigen. Teilweise weil sie das Produkt nicht kennen und man Erfahrung und Kenntnisse braucht, um verantwortlich einzusteigen, die sie nicht haben. Das ist eine gute Begründung. Aber teilweise auch, weil sie die Kosten zu hoch finden. Mit der Senkung oder Abschaffung dieser Gebühren ermöglichen wir es viel mehr Kunden, tatsächlich jetzt in das Wertpapiergeschäft einzusteigen.

GeVestor: Was macht für Sie dieses Geschäft so interessant?

Boekhout: Eigentlich zwei Sachen, ganz grundsätzlich. Kunden haben ein Bedürfnis für dieses Produkt. Ein großes Segment von Kunden in Deutschland hat das Bedürfnis, im Wertpapiergeschäft unterwegs zu sein. Das ist also ein Bedürfnis nach einer finanziellen Dienstleistung. Wir sind eine Bank und wir möchten das gesamte Spektrum der Bedürfnisse unserer Kunden abdecken. Deswegen sind wir auch im Wertpapiergeschäft unterwegs. Wenn wir irgendwo unterwegs sind, wollen wir auch die Besten sein. Deswegen ist es für uns extrem wichtig, dass wir da drin sind. Das zweite ist das niedrige Zinsumfeld. Daher gibt es Kunden, die auf der Suche sind nach attraktiveren Renditen als sie auf dem Sparkonto bekommen können in diesem Moment. Das ist eine Alternative, die wir ernsthaft anbieten.

GeVestor: Wenn Sie den Kauf von ETFs und Fonds gebührenfrei anbieten, steht natürlich die Frage im Raum: Geldhäuser wollen auch immer Geld damit verdienen, dass sie den Handel anbieten. Wie lohnt sich das für Sie?

Boekhout: Kurzfristig um ganz ehrlich zu sein kaum, oder sogar gar nicht. Wir wollen aber wie gesagt die Hürde niedriger machen und mehr Kunden die Gelegenheit geben, in das Wertpapiergeschäft einzusteigen. Für uns sind grundsätzlich Kunden, die aktiv sind und die handeln, eigentlich am attraktivsten. Man wird nie ein handelnder Kunde, ohne dass man sich zunächst wohlfühlt im Wertpapiergeschäft. Wenn wir sagen würden, wir nehmen nur Kunden, die aktiv sind und die Trades machen, dann würden wir nie Wachstum zeigen. Also wir fangen damit an und dann wird ein bestimmter Anteil dieser Kunden, mal sehen, wie viel, wird sich weiterentwickeln zu aktiven Wertpapierkunden. Dann gibt es einen positiven Business Case.

GeVestor: Das niedrige Zinsumfeld ist natürlich auch ein Grund für Verunsicherung bei den Kunden. Viele wissen gar nicht, wo sie mit dem Geld hin sollen. Was hätten Sie da für einen Tipp?

Boekhout: Wir machen grundsätzlich keine Beratung darin. Der Tipp wäre rein persönlich. Aber mein Tipp liegt eigentlich nicht im Wertpapiergeschäft, muss ich ehrlich sagen. Mein Tipp ist immer, sich zu entschulden. Zwar sind die Zinsen auch niedrig, wenn es um Schulden geht. Aber wenn man Schulden hat, sollte man die Liquidität, die man jetzt bekommt, gebrauchen, um die Schulden loszuwerden.

13. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.