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Fondssparpläne: 4 Tipps, wie Sie teure Kostenfallen vermeiden

Die Einkaufskurse mögen bei Fondssparplänen noch so günstig sein – die Transaktionskosten können dennoch zur Kostenfalle werden. Nicht wenige Broker lassen sich nämlich die Ausführung der Anteilskäufe teuer bezahlen. Üblich ist bei einigen ein Fixpreis von 2,50 € pro Order und womöglich zusätzlich ein volumenabhängiges Transaktionsentgelt.

Angenommen, Ihre Sparraten liegen bei 25 € pro Monat. Dann belaufen sich die Transaktionskosten auf 10% des investierten Geldes oder mehr. Ein solcher Sparplan kann nicht rentabel sein! Noch eine weitere Kostenfalle droht: Bei Sparplänen können Sie, außer bei ETF-Sparplänen, die Fondsanteile nicht günstig über die Börse ordern.

Bei klassischen Investmentfonds geht das deshalb nicht, weil an der Börse in der Regel keine Bruchteile von Fondsanteilen (z. B. 1,4 Anteile) erhältlich sind. Zwangsläufig müssen Sie bei klassischen Investmentfonds als Handelsplatz die Fondsgesellschaft (Kapitalanlagegesellschaft KAG) in Kauf nehmen. Die aber verlangt einen Ausgabeaufschlag, der oft 5 bis 6% beträgt. Auch das geht zu Lasten Ihrer Rendite. Um diese Kostenfallen zu vermeiden, sollten Sie einen der folgenden 4 Tipps beherzigen.

Tipp 1: Machen Sie den Umweg über einen Fondsdiscounter

Fondsdiscounter sind freie Online-Vermittler für Investmentfonds der verschiedensten Fondsgesellschaften. „Frei“ heißt: Sie handeln nicht im Auftrag einer Fondsgesellschaft. Sie bieten aber auch keine eigenen Depots, arbeiten jedoch mit verschiedensten Online-Brokern (also Internet-Depotbanken) zusammen.

Sie können über einen solchen Fondsvermittler ein Extra-Depot für Ihre Sparpläne und sonstigen Fondskäufe anlegen und bekommen dafür in aller Regel günstigere Konditionen als beim Kauf direkt über Ihr vorhandenes Depot. Diese günstigen Konditionen hat der jeweilige Fondsvermittler entweder mit der Fondsgesellschaft ausgehandelt (z. B. 50 bis 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag) oder mit dem jeweiligen Broker (z. B. sehr günstige Transaktionskosten).

Er gibt sie direkt an Sie als Fondsinvestor weiter. Das tut er selbstverständlich nicht ganz uneigennützig. Denn er profitiert dabei von den Bestandsprovisionen, die die Fondsgesellschaft zahlt. Diese Provisionen werden durch die laufenden Verwaltungsgebühren finanziert, die Sie als Anleger ohnehin bezahlen. Diese Verwaltungsgebühren zu umgehen ist nicht möglich – aber die haben Sie auch, wenn Sie Ihren Fondssparplan direkt über Ihre Depotbank kaufen.

Beispiele für solche Fonddiscounter sind etwa:


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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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Fondsvermittlung24

Fondsvermittlung

Das Verfahren ist immer gleich: Sie gehen als Privatanleger auf die Webseite des betreffenden Fondsvermittlers und eröffnen über dessen Internetseite bei einem der Broker, die er zur Auswahl stellt, ein Fondsdepot.

Dann richten Sie dort einen Fondssparplan nach Ihren Wünschen ein. Auf diese Weise profitieren Sie von günstigen Transaktionsgebühren und oft auch von einem Rabatt beim Ausgabeaufschlag.

Tipp 2: Suchen Sie gezielt nach den Sonderangeboten der Broker

Beliebte Publikumsfonds werden immer wieder von einzelnen Direktbrokern ohne Ausgabeaufschlag oder mit einem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag (z. B. 50%) angeboten. Wenn Sie per Sparplan in einen weithin bekannten und beliebten Fonds investieren wollen, lohnt es sich, dessen Namen mit dem Zusatz „Rabatt“ oder „0% Ausgabeaufschlag“ in eine Internet-Suchmaschine einzugeben. Auf diese Weise finden Sie schnell heraus, wo Sie den Fonds günstig erhalten.

Vielleicht ist es sogar Ihre eigene Depotbank, die den gewünschten Fonds im Angebot hat. Falls nicht, lohnt es sich, anderswo ein zusätzliches Depot zu eröffnen, sofern dies kostenfrei erhältlich ist. Für den zeitlichen Aufwand, den Sie dafür betreiben müssen, werden Sie entschädigt, indem Sie den Ausgabeaufschlag günstiger erhalten.

Tipp 3: Sparraten erhöhen und Intervalle verlängern

Wenn Sie für Ihre Fondssparpläne nicht extra ein Depot über einen Fondsvermittler anlegen wollen, empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Erhöhen Sie die einzelnen Sparraten auf mindestens 100 €, besser 150 oder 200 €. Bei einer Transaktionsgebühr von 2,50 € pro Kauf verringert sich dann diese Gebühr auf 2,5% (bzw. 1,7 oder 1,25% der Sparrate).

Um nicht unfreiwillig mehr Geld in den Fondssparplan zu investieren, als Sie wollen, verlängern Sie im Gegenzug das zeitliche Intervall zwischen den einzelnen Käufen. Beispiel: Statt 50 € pro Monat in Ihren Fondssparplan zu stecken, erhöhen Sie die Sparrate besser auf 150 € und stellen um auf ein vierteljährliches Intervall. Auch so sparen Sie Transaktionskosten.

Tipp 4: Kaufen Sie besser ETFs als aktiv gemanagte Fonds

ETFs sind beim Einkauf unschlagbar günstig, denn hier entfällt der Ausgabeaufschlag, und der Spread (Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis) liegt meist bei nicht mehr als 0,2%. Und nicht nur das: Auch bei den jährlichen Verwaltungsgebühren sparen Sie Geld. Denn auch diese sind mit 0,15 bis 0,5% pro Jahr günstiger als aktiv gemanagte Fonds (meist ca. 1,5% pro Jahr).

Überdies zeigt die Erfahrung: Die überwiegende Mehrheit der aktiv gemanagten Fonds schafft es auf Dauer nicht, den Vergleichsindex zu schlagen. Was umgekehrt bedeutet: Wenn Sie langfristig investieren wollen, ist ein ETF-Sparplan eine günstige und dabei nicht unbedingt schlechtere Alternative zu den meist deutlich teureren, aktiv gemanagten Fonds.

7. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.