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Fragen und Antworten zum Beratungsprotokoll

Während der Wirtschaftskrise haben zahlreiche Bankkunden viel Geld dadurch verloren, dass ihnen von ihren Bankberatern riskante Geldanlagen empfohlen wurden.

Der Grund dafür ist simpel: Für diese Produkte wurden bei einem erfolgreichen Abschluss hohe Provisionen gezahlt – gut für den Bankberater bzw. die Bank, schlecht für den Kunden:

Er hatte sich auf ein riskantes Produkt eingelassen, ohne über die Gefahren umfassend informiert worden zu sein.

Deshalb wurde das Beratungsprotokoll als zahnloser Tiger eingeführt.

Das Beratungsprotokoll soll sowohl dem Kunden als auch dem Berater als Gedächtnisstütze dienen.

Durch die Informationen aus dem Protokoll sollen Kunden nachvollziehen können, warum ihnen eine bestimmte Anlage empfohlen wurde. Außerdem ist anhand des Protokolls erkennbar, ob das empfohlene Produkt auch zu den angegebenen Anlagezielen des Kunden passt.

Existiert eine Norm bzw. ein einheitlicher Standard für das Beratungsprotokoll?

Nein, es gibt keine gemeinsame Norm oder einen einheitlichen Standard, auf dem das Beratungsprotokoll basiert.

Da jedes Geldinstitut über eine andere Klientel verfügt und somit auch die Anlagewünsche unterschiedlich sind, verläuft die Beratung von Bank zu Bank anders.

Welche Pflichten und Rechte hat die Bank?

Die beratende Bank muss das Beratungsprotokoll anfertigen und dem Kunden umgehend aushändigen. Außerdem muss der Bankberater das Beratungsprotokoll unterzeichnen.


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Bei einer telefonischen Beratung gelten einige Besonderheiten, auf die wir weiter unten eingehen.

Welche Pflichten und Rechte hat der Kunde?

Der Kunde sollte das Beratungsprotokoll kritisch prüfen, da es das Beratungsgespräch wiedergibt bzw. wiedergeben soll. Falls der Inhalt der Beratung nicht korrekt wiedergegeben wird, sollte unbedingt auf ein Korrektur bestanden werden.

Eine Unterschrift vom Kunden ist gesetzlich nicht vorgeschrieben – lesen Sie deshalb auch diesen Beitrag:

  • Achtung: Beratungsprotokoll muss nicht unterschrieben werden

Bei der telefonischen Beratung gelten einige Besonderheiten, die wir weiter unten erläutern.

Wann wird ein Beratungsprotokoll erstellt?

Ein Beratungsprotokoll soll seit dem 1. Januar 2010 bei jeder Beratung erstellt werden. Ausnahmen gelten lediglich bei Finanzprodukten, die nicht unter das Wertpapierhandelsgesetz fallen.

Dazu zählen etwa Festgeld und Tagesgeld. Falls eine Geldanlage getätigt wird, ohne dass sich der Kunde im Vorfeld beraten lässt, wird ebenfalls kein Beratungsprotokoll angefertigt – dabei handelt es sich dann um ein beratungsfreies Gespräch.

Was ist bei der Telefonberatung zu beachten?

Wenn eine Telefonberatung stattfindet, wird das Beratungsprotokoll in der Regel per Post zugestellt.

Dadurch erhält der Kunde das Beratungsprotokoll natürlich nicht umgehend nach der Beratung und kann dadurch auch keine Fehler im Protokoll umgehend anprangern. Deshalb wird ein Rücktrittsrecht gewährt, falls das Beratungsprotokoll nicht vollständig ist und/oder Fehler enthält.

Wie viel Zeit bleibt für einen Widerspruch?

Im Gesetz ist keine Frist vorgesehen. Allerdings ist es sinnvoll, das Beratungsprotokoll vor Ort zu prüfen und offene Fragen unverzüglich mit dem Berater zu klären.

Falls sich der Berater weigert, nachträgliche Änderungen und Ergänzungen am Beratungsprotokoll vorzunehmen, dann sollten Sie keinesfalls den Vertrag zu unterschreiben.

Hier noch einmal der Hinweis, keinesfalls einen Auftrag zu erteilen, bevor das Beratungsprotokoll geprüft wurde.

Falls im Rahmen einer Telefonberatung bereits eine Order getätigt wurde und sich das Beratungsprotokoll nach Erhalt als fehlerhaft erweist, dann beträgt die Rücktrittsfrist eine Woche.

GeVestor.de meint: Investieren sollte immer so einfach wie möglich sein. Trotz Beratungsprotokoll bleiben immer noch Lücken und Unsicherheiten, durch die es schwierig wird, das Risiko wirklich einzuschätzen.

Wenn Sie sich deshalb lieber auf den Rat unabhängiger Finanzprofis verlassen möchten, die Sie mit gezielten und glasklar dargelegten Investment-Empfehlungen versorgen, sollten Sie einen Blick in „Der Geldanlage-Berater“ werfen.

 

11. Januar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Tino Hahn
Von: Tino Hahn.