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Frank Schäffler: Ein radikaler Liberaler

Frank Schäffler war bis 2013 Bundestagsabgeordneter für die FDP. Der streitbare Politiker aus dem ostwestfälischen Wahlkreis Minden-Lübecke II macht besonders durch seine extremen Positionen auf sich aufmerksam. Schäffler vertritt den Neoliberalismus, bringt seine Partei mit Äußerungen über die Eurosparpläne an den Rand einer Spaltung und zieht gewagte Vergleiche.

Frank Schäffler: Der Lebensweg

Frank Schäffler, Jahrgang 1968, studierte nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann Betriebswirtschaftslehre in Paderborn und Bielefeld. Nach dem Studium arbeitete Schäffler für die MLP AG als selbstständiger Handelsvertreter.

Die politische Karriere begann Schäffler früh bei der FDP. Schon mit 22 Jahren war er Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen Ostwestfalen-Lippe. 2005 wird Schäffler über die Landesliste NRW in den deutschen Bundestag gewählt und bleibt bis 2013 in seiner Position als Abgeordneter  der FDP.

Frank Schäfflers politische Position

Frank Schäffler ist für eine Position bekannt, die sich unter dem Wirtschaftsliberalismus der Neuzeit einordnen lässt. Kritiker werfen ihm vor, hier eine zu extreme Stellung zu beziehen. Schäffler selber sieht seine Partei zu sehr den beiden „großen“ Volksparteien CDU und SPD angepasst. 2010 ist er Mitbegründer des „Liberalen Aufbruchs“, einer Untergruppe innerhalb der FDP.

Der „Liberale Aufbruch“ orientiert sich an den Grundideen der Wiener Schule der Nationalökonomie. Schäffler ist klar für die freie Marktwirtschaft und gegen eine Einmischung durch den Staat. Im GeVestor-Interview sagt Schäffler:  „Wir haben zurzeit eine faktische Enteignung der Bürger.“

Frank Schäffler, der Euro-Kritiker

Schlagzeilen machte Schäffler, als er forderte, Griechenland sollte unbewohnte Inseln verkaufen, um die Staatsschulden zu reduzieren. Diese Aussage führte zu seinem Rücktritt als Obmann im Finanzausschuss. Schäfflers Kritik am Rettungsschirm ESM hatte eine Mitgliederabstimmung innerhalb der FDP zur Folge, die die Partei vor eine Zerreißprobe stellte. Der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher legte Schäffler den Austritt aus der FDP nahe.

Schäffler selber sieht seine Position durch die Kritik nur gestärkt und gibt seinen Kritikern die Schuld für die Wahlniederlagen in den Jahren zuvor. Er sieht sich auf dem richtigen Weg, die FDP zu einer klassisch liberalen Partei zu formen und so wieder die Gunst der Wähler zu gewinnen.

Schäffler bezieht klar Position

Egal, ob in der Europapolitik oder bei seiner Ablehnung  zur Einführung des Mindestlohns – Schäffler macht seine Position unmissverständlich deutlich. Ob diese Ausrichtung nun dazu führen wird, dass die FDP wieder eine gestaltende Rolle in der Bundespolitik einnehmen kann, ist fraglich. Auch, ob der Graben zwischen dem „Liberalen Aufbruch“ und dem Rest der Partei zu einer neuerlichen Zerreißprobe ausufert, ist nicht sicher.

11. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.