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Frankreich will aus dem Euro raus – die Gemeinschaftswährung wankt

Frankreich steht vor einer Spaltung. Bei einer kürzlichen Kommunalwahl erzielte die Front National ein sehr gutes Ergebnis. Das liegt nicht an irgendwelchen Gegebenheiten vor Ort, sondern zeigt, wie stark die politische Gemengelage bin auf die lokale Ebene strahlt.

Die Menschen wollen im Hinblick auf den Euro eine Alternative, und die Partei von Marine Le Pen spricht sich ganz klar gegen den Euro aus. Sie gilt als aussichtsreichste Gegnerin von Präsident Francois Hollande bei der nächsten Wahl.

Dass sie mit ihrem Anti-Euro-Kurs einen Nerv trifft, zeigen die aktuellen Umfragewerte. Seit der Stichwahl in Brignoles konnte die Front National kräftig aufholen, mit 24 Prozent würde sie stärkste Kraft. UMP und Sozialisten kommen nur auf 22 und 21 Prozent.


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Klare Aussagen zum Euro finden Gehör

Das ist peinlich für Präsident Hollandes Sozialisten, und zeigt überdeutlich, dass sich die Franzosen nach und nach vom Euro und der EU verabschieden. Diese Stimmung gilt es zu erkennen und darauf zu reagieren. Wieder einmal zeigt sich, dass es nichts nutzt, gegen die Vernunft zu handeln.

Auch in Frankreich haben die Euro-Gesundbeter geglaubt, sie könnten über die Köpfe des Volkes hinweg entscheiden. Hollande ist mit großen Versprechungen angetreten, konnte aber das ursächliche Problem nicht lösen. Und dieses Vakuum wird Le Pen nun für sich nutzen: Die Franzosen sind euromüde.

Frankreich hat in den vergangenen Jahrzehnten seine wirtschaftlichen Probleme stets durch Abwertungen und Währungsreformen gelöst. Diese Möglichkeit besteht seit Einführung des Euro nicht mehr.

Le Pen will nun dieses Souveränität zurück. Ein Verbleib in der EU für Frankreich ist für ihn nur möglich, wenn man zu einer eigenen Währung zurückkehrt, Grenzkontrollen wieder einführt und einen „ökonomischen Patriotismus“ für Frankreich zulasse.

Das Ausscheiden Frankreichs hätte weitreichende Konsequenzen

Dann müssten sich auch die Regierungschefs der Eurozone entscheiden, ob sie mit Frankreich den gemeinsamen Austritt aus dem Euro planen möchten oder zulassen wollen, oder einen ungeordneten Zusammenbruch der Eurozone hinnehmen.

Wenn Frankreich den Euro verlassen sollte, gibt es für die Gemeinschaftswährung keine Zukunft mehr. Denn das ernsthafte Bestreben einer großen Volkswirtschaft innerhalb der Eurozone, sich aus dem Gemeinschaftsbund zu verabschieden, würde das komplette Konstrukt erschüttern.

Le Pen hat unterdessen angekündigt, dass sie bei einem Sieg sofort ein Referendum über den Verbleib Frankreichs in der EU durchführen lassen würde. Für sie ist der Austritt aus dem Euro unbedingte Grundvoraussetzung für eine wirtschaftliche Erholung: „Der Euro blockiert alle wirtschaftlichen Entscheidungen im Land und Frankreich ist ein Land, das die Bevormundung aus Brüssel nicht akzeptieren kann“.

Mit einem möglichen Wahlsieg der Front National hat dann dem Euro die Stunde geschlagen und die Gemeinschaftswährung wird Geschichte sein.

29. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.