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Freier Handel ohne Politik: Diese Ziele verfolgen die EFTA-Länder

Wachstum und Wohlstand fördern und den Handel vertiefen – diese Ziele hatte die Gründung der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) im Januar 1960 in Stockholm. Im Gegensatz zur EU verfolgt die EFTA keine politischen, sondern nur wirtschaftliche Ziele.

Zu den Mitgliedern der EFTA gehören vier Länder in Europa,  die nicht in der EU sind

  • Schweiz
  • Fürstentum Liechtenstein
  • Norwegen
  • Island

Viele EFTA-Länder sind im Laufe der Jahre der EU beigetreten

Ursprünglich gehörten zur EFTA noch viele weitere Staaten, die sich im Laufe der Jahre aber der EU angeschlossen haben wie zum Beispiel Österreich, Dänemark, Portugal, Großbritannien und Finnland. Durch den Austritt vieler großer Staaten hat die EFTA an Bedeutung verloren.

Einzig Norwegen und die Schweiz gelten noch als Staaten mit wirtschaftlichem Gewicht.

Im Gegensatz zur EU ist die EFTA keine Zollunion, was bedeutet, dass die Staaten ihre Zolltarife mit Nichtmitgliedern der EFTA selbst bestimmen können. Auch andere außenhandelspolitische Maßnahmen können von der EFTA selbst festgelegt werden.

Diese Ziele verfolgt die EFTA

Gegründet wurde die EFTA mit dem Ziel, den Handel zwischen den Mitgliedsländern zu erleichtern, in dem Zölle auf Industrieerzeugnisse abgeschafft werden. Dank einer Überarbeitung im Jahr 2001 wurden weitere Regelungen für den Kapitalverkehr, den Handel mit verschiedenen Dienstleistungen und den Schutz geistigen Eigentums eingeführt.

Zu den Zielen der EFTA gehört die Gewährleistung gerechter Handels- und Wettbewerbsbedingungen und die Förderung von Vollbeschäftigung, Wirtschaftswachstum, Produktivität und finanzieller Stabilität. Auf diesem Wege soll der Lebensstandard verbessert und ein dauerhafter Ausgleich zwischen den Partnern der EFTA und verschiedenen Wirtschaftssektoren erreicht werden.

Weiterhin will die EFTA einen aktiven Beitrag leisten, um den Welthandel auszuweiten.

Die globalen Handelspartner der EFTA-Staaten

Schon seit den 1990er Jahren nutzen die EFTA-Länder ihren Status, um mit Nicht-EU-Staaten Freihandelsabkommen auszuhandeln und erweitern die Anzahl der Handelspartner stetig. So bestehen Handelsabkommen zwischen den EFTA-Ländern und unter anderem Mexiko, Costa Rica, Hongkong, Israel, Kanada, Südkorea, Panama, Singapur, Tunesien, der südafrikanischen Zollunion, Peru, Kolumbien und Kroatien.

Damit die EFTA-Staaten auch Teil des EU-Binnenmarkts sein können, wurde das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ausgehandelt und wird regelmäßig an aktuelle Entwicklungen des EU-Rechts angepasst. Alle Staaten außer der Schweiz haben dieses Abkommen unterzeichnet.

Lohnt sich der Kauf von Aktien in den EFTA-Staaten?

In den EFTA-Staaten in Aktien zu investieren kann für Privatanleger durchaus sinnvoll sein, um ihr Portfolio zu diversifizieren. Schließlich erschüttern politische Entscheidungen der EU die Märkte dort weniger als in der EU.

Die Länder haben aber auch immer wieder mit Problemen zu kämpfen. Island erholt sich gerade von einer schweren Finanzkrise, die von 2008-2011 dauerte. Norwegen leidet unter dem fallenden Ölpreis und unter der schwachen Norwegischen Krone.

Eine Investition in Aktien der EFTA-Staaten sollte daher immer gründlich abgewägt und nur nach genauer Betrachtung des anvisierten Unternehmens realisiert werden. Schließlich gibt es selbst in Krisenzeiten Unternehmen, die erfolgreich arbeiten und deren Aktienkurs steigt.

4. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.