MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Freistellungsauftrag: Alleinstehende verfügen über 801 € jährlich

Durch einen Freistellungsauftrag können private Anleger bei ihrem Kreditinstitut die Auszahlung von Kapitalerträgen ohne Abzug der Abgeltungssteuer beantragen. Mithilfe dieses Auftrags werden dem Kontoinhaber die Zinseinkünfte im Rahmen des Sparer-Pauschbetrags ohne Abschlag an das Finanzamt gutgeschrieben.

Wird keine Freistellung beantragt, entfallen 25% Einkommenssteuer, die der Steuerpflichtige erst in seiner Einkommenssteuererklärung am Ende des Jahres zurückfordern kann.

Der Beziehungsstatus bestimmt den Sparer-Pauschbetrag

Die Höhe des zulässigen Freistellungsvolumens nennt man Sparer-Pauschbetrag. Wollen Sie einen Freistellungsauftrag erteilen, dann ist der Sparer-Pauschbetrages davon abhängig, ob Sie verheiratet sind oder nicht.

Steuerlich zusammen veranlagte Ehepartner verfügen über ein Freistellungsvolumen von 1.602 €. Alleinstehende Personen müssen sich mit der Hälfte zufrieden geben, also einem Betrag von 801 € jährlich.

Mit der Einführung der Abgeltungssteuer am 1. Januar 2009 wurde der Sparer-Pauschbetrag eingeführt. Dieser fasst den Sparer-Freibetrag und den Werbungskosten-Pauschbetrag zusammen. An der Höhe des Freistellungsvolumens für Ehegatten und Alleinstehende hat sich durch diese Fusion jedoch nichts geändert.

Freistellungsauftrag nach der Eheschließung: Regelung bis 2010

Bis zum Jahr 2010 war es Auffassung der Finanzverwaltung, dass Ehegatten nur einen gemeinsamen Freistellungsauftrag erteilen können.

Unmittelbar nach der Eheschließung verloren die separaten Aufträge der Frischvermählten ihre Wirksamkeit und das Paar musste einen neuen, gemeinsamen Freistellungsauftrag erteilen. Diese Regelung besitzt inzwischen keine Gültigkeit mehr.

Seit Januar 2010 können auch gemeinsam veranlagte Ehepartner entscheiden, ob sie einen gemeinsamen Freistellungsauftrag erteilen oder getrennte Freistellungen ihrer Konten wünschen.

Hatten Sie als alleinstehende Person bereits einen Freistellungsauftrag abgeschlossen, verfällt dieser nicht automatisch nach der Heirat, sondern bleibt solange bestehen, bis Sie Ihrer Bank eine andere Anweisung erteilen.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende: Nutzen Sie die Familienförderung im Steuerrecht

Sind Sie alleinerziehend mit Steuerklasse II und Anspruch auf Kindergeld oder einen Kinderfreibetrag, dann können Sie den steuerlichen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beantragen (§ 24b EStG.). Dieser beträgt 1.308 € pro Kalenderjahr und wird von der Summe der Einkünfte abgezogen. Um diesen Steuervorteil nutzen zu können, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind ein alleinstehender Elternteil.
  • Sie haben Anspruch auf Kindergeld oder den Kinderfreibetrag.
  • Ihr Kind gehört zu Ihrem Haushalt.

Geringverdiener profitieren von der Nichtveranlagungsbescheinigung

Sparer mit einem niedrigen Einkommen haben die Möglichkeit Zinsen und Dividenden auch oberhalb ihres Sparer-Pauschbetrages von der Abgeltungssteuer befreien zu lassen.

Hierzu ist die Vorlage einer Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt notwendig. Insbesondere Rentner, Schüler und Studenten können von dieser Möglichkeit der Freistellung profitieren, um zusätzlich zu sparen.

24. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.