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So beantragen Sie den Freistellungsauftrag für die Jahressteuerbescheinigung

Am Ende des Jahres erhalten Sie für Ihr Festgeld eine Jahressteuerbescheinigung für das Sparkonto. Kapitalerträge sind einkommensteuerpflichtig. Diese Jahressteuerbescheinigung dient zur Vorlage beim Finanzamt.

Mit einem Freistellungsauftrag beauftragen Sie Ihre Bank, anfallende Kapitalerträge vom automatischen Steuerabzug freizustellen. Ohne diesen Auftrag führt die Bank automatisch 25% Kapitalertragsteuer sowie 5,5% Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an das Finanzamt ab.

Wann man einen Freistellungsauftrag einreichen kann

Unter bestimmten Umständen kann der Steuerpflichtige einen Freistellungsauftrag für die Jahressteuerbescheinigung bei seiner Bank einreichen. Eheleute, welche zusammen veranlagt werden, müssen den Antrag stets gemeinsam erteilen. Beide Eheleute müssen unterschreiben und zustimmen. Dies ist auch dann der Fall, wenn die Eheleute in Trennung leben.

Falls ein Freistellungsauftrag für einen Minderjährigen beziehungsweise ein Kind eingereicht wird, muss dieser von beiden Elternteilen unterschrieben werden. Das gilt ebenfalls bei geschiedenen Ehepartnern, solange nicht einer der Partner das alleinige Sorgerecht hat.

Allgemein kann jeder Inhaber eines Kontos einen Freistellungsauftrag erteilen. Falls Sie mehrere Konten bei unterschiedlichen Instituten unterhalten, können Sie jedem Institut einen Freistellungsauftrag erteilen. Die benötigten Formulare erhalten Sie bei jeder Bank. Im Rahmen des Höchstbetrages steht es Ihnen frei, welchem Institut Sie welchen Freistellungsbetrag vorgeben.

Jahressteuerbescheinigung: Was Sie wissen sollten

Das Kreditinstitut führt in einer Jahressteuerbescheinigung sämtliche erwirtschafteten steuerpflichtigen Kapitalerträge auf. Unabhängig von der Zahl der Depots und Konten bei einer Bank, muss lediglich eine Jahressteuerbescheinigung erstellt werden. Diese wird zu Jahresbeginn für das Vorjahr durch die Bank versandt.

Neben allen Banken sind auch berechtigte Finanzdienstleistungsinstitute sowie Wertpapierhandelsunternehmen und Wertpapierhandelsbanken zur Ausstellung von Steuerbescheinigungen verpflichtet. Seit der im Jahr 2009 eingeführten Abgeltungssteuer werden Steuern direkt von der Bank an das Finanzamt abgeführt. Daher versenden die meisten Banken die Bescheinigungen über die Zinserträge oft nur auf Verlangen der Kunden.

Anforderung einer Jahressteuerbescheinigung

Für viele Anleger ist es allerdings sinnvoll, bei ihrer Bank eine Jahressteuerbescheinigung anzufordern. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn der persönliche Sparerpauschbetrag überschritten wurde beziehungsweise kein Freistellungsauftrag vorliegt.

Weiterhin ist es sinnvoll eine Jahressteuerbescheinigung bei Ihrer Bank anzufordern, wenn der persönliche Steuersatz unter dem Abgeltungssteuersatz von 25 Prozent liegt und auch dann, wenn Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden sollen.

Die Jahressteuerbescheinigung ist letztlich als Nachweis für die bereits gezahlten Steuern der Einkommenssteuererklärung im Original beizufügen. Dies ist in jedem Fall erforderlich, damit diese dann auf den mit dem Einkommenssteuerbescheid festgesetzten Steuerbetrag angerechnet werden können.

23. August 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.