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So reichen Sie den Freistellungsauftrag für Kinder ein

Freistellungsaufträge sind für jeden Steuerpflichtigen interessant, der Kapitalerträge bezieht. Was meist vergessen wird: auch die Kapitalerträge von Kindern unterliegen der Steuer.

Deswegen gibt es die Freistellungsaufträge für Kinder. Diese müssen von den Eltern eingereicht werden, ansonsten wird die Steuer direkt abgezogen und dem Finanzamt zugeführt.

Freistellungsauftrag auch für Kinder

Den meisten Anlegern ist bewusst, dass alle Einkunftsarten, also auch alle Einkünfte aus Kapitalvermögen, steuerpflichtig sind. Die Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungssteuer mit 25% zzgl. 5,5% Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Diese Abgeltungssteuer kommt auch bei Kapitalerträgen von minderjährigen Kindern zur Anwendung.

Doch Kinder können ebenso wie Erwachsene mittels eines Freistellungsauftrages bis zu einem gewissen Freibetrag steuerfrei Zinserträge und Dividenden erhalten.

Sparer-Pauschbetrag ausnutzen

Die Erhebung und Einforderung von Steuern ist mit einem gewissen Aufwand verbunden. Aufgrund dessen gibt es Freibeträge bzw. den Sparer-Pauschbetrag. Die Einnahmen aus Kapitalvermögen unterliegen bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags nicht der Einkommensteuer.

Der Sparer-Pauschbetrag ist von den Einkünften aus Kapitalvermögen als Werbungskosten in Höhe von 801 € abzuziehen. Somit sind Kapitalerträge bis zu dem Betrag von 801 € steuerfrei. Jedoch ist nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei minderjährigen Kindern ein Freistellungsauftrag notwendig, um diese Steuerfreiheit nutzen zu können.

Beantragung des Freistellungsauftrages

Freistellungsaufträge für Kinder unter 18 Jahren werden von den Erziehungsberechtigten beantragt. Gibt ein Elternteil nicht sein Einverständnis, kann der Freistellungsauftrag nicht ausgeführt werden. Der Antrag kann online oder auch per Formular gestellt werden. Die Bank leitet die Informationen dann an das Finanzamt weiter.

Der Freistellungsauftrag gilt immer ab dem 01.01. des Jahres, in dem er eingereicht wird und ist in den meisten Fällen, bis auf Widerruf, unbefristet gültig.

Freistellungsauftrag als Steuersparmodell

Schenkungen an Kinder sind grundsätzlich legitim. Oftmals werden diese Schenkungen jedoch zum Zwecke der Umverteilung des Vermögens vorgenommen.

Eltern wollen so die Freibeträge ihrer Kinder ausschöpfen. Soweit ist dies auch kein Problem. Jedoch sollte das Geld dann auch wirklich Eigentum des Kindes sein. Finanzämter schauen bei einer solchen Umverteilung der Spareinlagen genauer hin.

Kritisch wird es bei einer Rückzahlung auf das Elternkonto. Bei Schenkungen an die Kinder sollte klar sein, dass das Geld auch wirklich den Besitzer wechselt.

Zweck von Freistellungsaufträgen

Wird es versäumt, den Freistellungsauftrag zu beantragen, kann der Freibetrag dennoch ausgeschöpft werden. Hierzu müssen in der Einkommenserklärung die Einnahmen aus Kapitalvermögen und die schon einbehaltene Abgeltungssteuer angegeben werden.

Die einbehaltene Steuer wird dann vom Finanzamt auf die Steuerschuld angerechnet. Anleger, die keinen Freistellungsauftrag einreichen und auch bei der Steuererklärung auf Angaben zu Kapitalerträgen verzichten, verschenken Zinserträge, die ihnen zustehen.

Da für Kinder keine Einkommensteuererklärung anfällt, ist es besonders wichtig, den Freistellungsauftrag für Kinder auch wirklich zu beantragen.

12. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.