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Freistellungsauftrag: So machen Sie alles richtig

Mit Freistellungsaufträgen verhindern Sie, dass Banken von Ihren Zinseinnahmen einen Zinsabschlag (30% plus darauf 5,5% Solidaritätszuschlag) einbehalten und diesen direkt an das Finanzamt abführen müssen.

Die Höhe der Freistellungsaufträge ist auf den Sparerfreibetrag zuzüglich der Werbungskostenpauschale begrenzt. Ab 2007 können Sie also als Lediger Kapitalerträge von 801 € vom Zinsabschlag „freistellen“, 1.602 € wenn Sie verheiratet sind.

Falls Sie keinen Freistellungsauftrag erteilt haben, haben Sie immer noch die Möglichkeit, sich den Zinsabschlag bei Ihrer Einkommenssteuererklärung zurückzuholen.

Doch dies ist mit einem deutlich höheren Arbeitsaufwand verbunden und Sie müssen dem Finanzamt in der Zwischenzeit quasi ein zinsloses Darlehen gewähren. Die Erteilung von Freistellungsaufträgen stellt daher die bessere Alternative dar.

Freistellungsauftrag: Beträge können aufgeteilt werden

Der gesamte Freistellungsbetrag kann auf mehrere Kreditinstitute aufgeteilt werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Summe Ihrer Freistellungsaufträge den Ihnen zustehenden Freibetrag nicht überschreitet.

Denn die Banken melden die Höhe der Freistellungsaufträge ans Finanzamt.


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Beispiel: Sie besitzen ein Girokonto, ein Tagesgeldkonto und ein Depot, Ihr Freibetrag für 2007 beträgt 801 €.

Da Sie stets nur relativ wenig Geld auf dem Girokonto haben, reicht hier ein Freistellungsauftrag von 50 €. Ihr Tagesgeldkonto wird aktuell mit 2,75% verzinst.

Nehmen wir an, Sie wollen dort nicht mehr als 10.000 € anlegen, dann kommen Sie mit einem Freistellungsauftrag von 300 € aus, selbst wenn die Bank die Zinsen geringfügig anhebt.

Die verbleibenden 451 € können Sie für den Freistellungsauftrag Ihres Depots nutzen.

Anpassung Ihrer Freistellungsaufträge zum Jahresende

Anleger, die nur einen Freistellungsauftrag erteilt haben, brauchen nichts zu unternehmen. Die Bank passt den Betrag automatisch an die neue gesetzliche Regelung an.

Falls Sie Ihre Konten und Depots auf mehrere Kreditinstitute verteilt haben, werden alle vorhandenen Freistellungsaufträge automatisch im gleichen Verhältnis reduziert, wie sich der Gesamtbetrag von 2006 auf 2007 ändert.

Beispiel: Der Freibetrag reduziert sich von 1.421 € auf 801 €, dies entspricht einem Faktor von 56,37%. Alle Ihre vorhandenen Freistellungsaufträge werden nun ebenfalls um diesen Faktor angepasst.

Aus 500 € werden beispielsweise 500 € × 0,5637 = 281,85 €.

In diesem Fall macht es Sinn, wenn Sie neue Freistellungsaufträge erteilen. Denn sonst müssen Sie möglicherweise bei einem Konto Zinsabschlagsteuer zahlen, weil der Freistellungsauftrag hier überschritten wird, während Sie bei einem anderen Konto noch „Luft“ bis zum freigestellten Betrag besitzen.

Ihren Freistellungsauftrag ändern Sie auf einem Formular Ihrer Bank. Die Übermittlung kann per Post oder Fax erfolgen, einige Banken bieten auch die Änderung per Internet an.

Tun Sie dies noch 2006, damit die Änderung 2007 sofort wirksam werden kann.

Bei mehreren Freistellungsaufträgen kann man leicht die Übersicht verlieren, insbesondere wenn Sie das Konto oder Depot wechseln.

Um dies zu vermeiden, legen Sie sich einfach eine schriftliche Übersicht an.

Dort notieren Sie, welcher Bank Sie einen Freistellungsauftrag erteilt haben, in welcher Höhe und bis wann der Auftrag gültig ist.

31. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.