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Freistellungsauftrag: Steueridentifikationsnummer angeben

Wenn Sie Ihrer Bank erstmals einen Freistellungsauftrag erteilen oder einen bestehenden ändern wollen, müssen Sie Ihre Steueridentifikationsnummer angeben. So will es seit Anfang 2011 das Gesetz. Ohne diese Steueridentifikationsnummer darf die Bank Ihnen Ihre Kapitalerträge nicht Abgeltungssteuerfrei auszahlen.

Freistellungsaufträge: Anhand der Steueridentifikationsnummer überprüft

Konkret: Die 11-stellige Steueridentifikationsnummer haben Sie im Jahr 2007 oder 2008 per Post vom Bundeszentralamt für Steuern bekommen. Sie wird jedem in Deutschland steuerpflichtigen Bürger erteilt und bleibt von der Geburt bis spätestens 20 Jahre nach dem Tod bestehen. Damit soll jeder Steuerbürger zweifelsfrei identifiziert werden – auch wenn seine Steuernummer womöglich wechselt.

Anhand dieser Nummer will der Fiskus künftig auch die eingereichten Freistellungsaufträge prüfen. Denn es kommt vor, dass Bürger bei verschiedenen Banken mehrere Freistellungsaufträge einreichen, die insgesamt den Sparerpauschbetrag überschreiten.

Dieser beträgt 801 € pro Jahr für Ledige und 1.602 € für Verheiratete. Soviel an Kapitalerträgen darf jeder Anleger maximal einstreichen, ohne dass darauf Abgeltungssteuer anfällt. Mehr aber darf ein Konten- oder Depotinhaber nicht von der Abgeltungssteuer freistellen lassen.

Freistellungsauftrag: Steuerfreie Auszahlung von Geld

Mit einem oder mehreren Freistellungsaufträgen sorgen Sie dafür, dass die Bank Ihnen das Geld auch tatsächlich steuerfrei auszahlt und nicht etwa vorsorglich schon Abgeltungssteuer einbehält und an den Fiskus abführt. Inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sind das bis zu 29% an Steuerbelastung für jeden Euro, den Ihre Konten und Depots abwerfen.

Dieses Geld könnten Sie sich später zwar per Steuererklärung wieder zurückholen. Aber besser ist es, die Bank führt erst gar keine Steuern ab. Zumindest nicht auf die ersten 801 € beziehungsweise 1.602 € an Kapitalerträgen ab. Möglich, dass Sie noch keinen neuen Freistellungsauftrag erteilen, dann wird „nichts“ fällig. Denn: die Aufträge haben Wirkung bis Ende 2015.

Freistellungsaufträg: Steueridentifikationsnummer angeben und Geld sparen

Die Angabe der Steueridentifikationsnummer ist vorläufig nur bei neuen oder neu geänderten Freistellungsaufträgen nötig. Dagegen gelten die bis Ende 2010 erteilten Freistellungsaufträge auch ohne diese Nummer fort.

Spätestens bis 2015 aber wird Ihre Bank oder Ihr Broker Sie anschreiben und auffordern, die Steueridentifikationsnummer nachzureichen, denn neue Freistellungsaufträge  müssen diese Nummer enthalten. Spätestens ab 1.1.2016 ist ohnehin die Schonfrist abgelaufen.

Das sollten Sie dann auch tun, damit bestehende Freistellungsaufträge nicht etwa ungültig werden. Wer bis dahin die Identifikationsnummer nicht beigebracht hat und diese nicht nachreicht, zahlt Steuern. Volle – derzeit – etwa 28% Abgeltungssteuer auf den ersten Cent. Fazit: Der kleine Aufwand lohnt sich. Es geht pro „Kopf“ um eine Steuerersparnis von knapp 300 € netto.

Schreiben mit der Steueridentifikationsnummer verloren?

Was tun, wenn Sie das Schreiben mit Ihrer Steueridentifikationsnummer nicht finden können? Ganz einfach: Sie haben im Internet die Möglichkeit, diese Nummer nachzubestellen.

Gehen Sie dazu auf die Internetseite des Bundeszentralamts für Steuern. Klicken Sie dann auf Steueridentifikationsnummer. Sie haben nun die Möglichkeit, Ihre Nummer über ein Eingabeformular online nachzubestellen.

23. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".