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Freistellungsbescheinigung: Arbeitgeber können sich absichern

Wer einen Lohn erhält, der muss einen Teil davon versteuern. Es gibt jedoch Ausnahmeregelungen, so dass Arbeitnehmer ihre Einnahmen nicht versteuern müssen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Arbeitnehmer im Ausland leben. Der Arbeitgeber zahlt dann den Lohn aus, ohne die Lohnsteuer ans Finanzamt abzuführen.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt es sich für Arbeitgeber, sich eine Freistellungsbescheinigung vom Finanzamt zeigen zu lassen.

Wenn Arbeitnehmer keine Lohnsteuer zahlen müssen

Wenn jemand von einem deutschen Unternehmen seinen Lohn erhält, aber im Ausland arbeitet, so muss er den Lohn auch im Ausland versteuern. Damit er nicht doppelt Steuern zahlt, wird er von der deutschen Steuer befreit. Dies sichert das Doppelbesteuerungsabkommen. Er unterliegt dann nicht mehr der inländischen Besteuerung.

Deutsche Staatsbürger sind demnach nur dann verpflichtet, Steuern in Deutschland zu bezahlen, wenn sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Kassieren sie nun aber einen Lohn und befinden sich im Ausland, dann sind sie in Deutschland nicht steuerpflichtig. Dies ist häufig dann der Fall, wenn ein deutsches Unternehmen international agiert.

Auch bei Minijobbern, die auf 400 Euro Basis arbeiten, kann es zur Steuerbefreiung kommen. Denn bei geringfügiger Beschäftigung müssen Angestellte keine Steuern zahlen, wenn sie über keinerlei weitere Einkünfte neben der geringfügigen Beschäftigung verfügen.

Arbeitgeber führen keine Lohnsteuer ab

Für den Arbeitgeber bedeuten diese Fälle, dass sie die Lohnsteuer nicht an das Finanzamt abführen müssen. Sie zahlen den Lohn direkt an den Angestellten. Was passiert aber nun, wenn das Finanzamt feststellt, dass der Arbeitnehmer doch Lohnsteuerpflichtig war?

Unter Umständen muss dann sogar der Arbeitgeber nachbezahlen. Damit man sich als Arbeitgeber dieser Gefahr nicht aussetzen muss, gibt es die Freistellungsbescheinigung.

Freistellungsbescheinigung – was man darunter versteht

Mit der Freistellungsbescheinigung bestätigt das zuständige Finanzamt dem Arbeitgeber, dass der Lohn eines Angestellten nicht zu versteuern ist. Der Arbeitgeber hat nun die Sicherheit, dass es für ihn keine negativen Konsequenzen haben wird, wenn er keine Lohnsteuern überweist.

Selbst wenn das Finanzamt nun feststellt, dass der Arbeitnehmer zu Unrecht von der Lohnsteuer befreit wurde, so hat dies keine Konsequenzen für den Arbeitgeber. Einzig der Arbeitnehmer wird belangt und muss rückwirkend den entsprechenden Betrag an das Finanzamt abführen.

Freistellungsbescheinigung: Arbeitgeber sichern sich ab

Arbeitgeber haben klare Vorteile, wenn sie sich eine Freistellungsbescheinigung einholen. Sollte sich herausstellen, dass der Arbeitnehmer steuerpflichtig war, so hat dies für den Arbeitgeber keine Konsequenzen.

Daher sollten sich Arbeitgeber grundsätzlich Freistellungsbescheinigungen zeigen lassen, wenn ein Arbeitnehmer keine Lohnsteuer abführen will.

28. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.